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1963 - Evolution is nothing you can stop

Dieses Thema im Forum "Thread-Rollenspiele" wurde erstellt von Elenia, 13 März 2007.

  1. Veruca

    Veruca Active Member

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    AW: 1963 - Evolution is nothing you can stop

    Matt

    Matt hatte wieder auf seinen Stuhl Platz genommen und hatte beschlossen während sich die Frauen begrüßten ersteinmal zu schweigen.
    Was hätte er schließlich auch großartig sagen sollen? Stumm verfolgte er die herzliche Begrüßung von Tamara.
    Gwens kurzen Seitenblick auf ihn bekam er allerdings mit und hätte er Christinas Fähigkeiten gehabt, dann hätten ihn ihre Gedanken wohl sehr stutzig gemacht, doch so lächelte er seiner Frau nur kurz zu.

    Schließlich hatten es auch alle geschafft Platz zu nehmen. Matt blickte kurz auf die Uhr. Langsam meldete sich der Hunger. Es war schließlich doch später als sie sonst frühstückten und so griff er nach der Kanne Kaffee. "Wer will Kaffee?" fragte er in die Runde um jedem der wollte und sich anschließen selbst einzuschenken.
     
  2. Margit

    Margit Administrator Mitarbeiter

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    AW: 1963 - Evolution is nothing you can stop

    (Ich schick Christina und Melanie jetzt mal auf den Heimweg, damit das Frühstück wie in der IG besprochen, beendet werden kann)

    Christina & Melanie

    "Oh gott,... ich bin so satt,... ich war mir sicher dass ich den Weg vom Haus zum Auto nicht schaffen werde. Kann man eigentlichen einen Kaffeebauch haben?" Christina startete den Wagen und seufzte um irgendwie das Völlegefühl los zu werden. "Hast du zufällig mitgezählt, wie oft Matt heute gefragt hat, wer noch Kaffee will? Und hast du zufällig auch mitgezählt, wie oft ich bei dieser Frage die Hand gehoben habe?" fragte sie und warf einen grinsenden Blick zu Melanie, als sie ausparkte und auf die Straße fuhr. Sie warf einen Blick zum Fenster hinter dem sie Matt erhoffte zu sehen und ein kleines Lächeln erschien auf ihren Lippen. Heute Abend würde er ihr gehören,.... Er hatte es ihr versprochen und sie würde nur für ihn das kleine Schwarze anziehen, dass sie sich nur für ihn gekauft hatte.

    "Egal,... Es macht keinen Unterschied, ob ich nun 7 oder 8 Tassen Kaffee intus habe, ich bin völlig überdreht" meinte sie lächelnd, als Melanie nichts auf ihre Frage erwiderte sondern nur still aus dem Fenster blickte. "Ich krieg heute vermutlich kein Auge mehr zu, die Wirkung des Kaffees wird sich bis spät in der Nacht anhalten" - hoffentlich - "ich werd vermutlich noch am Montag mit schwarzen Augenringen im Büro sitzen und damit beschäftigt sein meine Augen offen zu halten, weil ich die ganze Zeit kein Auge zugebracht habe,... wetten?" versuchte sie Melanie erneut zu erreichen, doch die junge Frau gab immer noch keinen Ton von sich.

    Christina blickte Melanie prüfend an, bevor sie dann zögernd ihren Blick wieder auf die Straße richtete. Hatte sie irgendetwas falsches gesagt? War irgendwas bei den Learys vorgefallen? Christina sah starr auf die Straße, doch ihre Konzentration galt Melanies Gedankenwelt.

    Alles hatte so gut angefangen,... Der neue Job, das Wiedersehen mit David,... langsam komme ich auch ein bisschen besser mit meiner Fähigkeit zurecht. Doch iregendwie läuft schon wieder alles schief. Ich hätte James gestern nicht so gehen lassen dürfen, ich hätte alles versuchen sollen, ihn bei mir zu halten. Aber ich habe es einfach falsch angepackt. Oohhhh,... wie scheinheilig er doch war! Tat so als würde er es unheimlich finden,.... Melanie grummelte leise vor sich auf dem Beifahrersitz dahin, sie hatte Christinas Worte einfach nicht wahrgenommen. Sie hatte sie sprechen gehört, doch dass sie auch eine Frage an sie gerichtet hatte, hatte sie nicht mitbekommen. Als ob du mich noch einmal anrufen würdest,... so ein blödsinn. Durch die Lappen bist du mir gegangen. Mein erster Auftrag und den vermassle ich natürlich. Und was mit David los ist weiß ich auch nicht. Wo steckt er denn nur? Wenn ich schon nicht James zu Matt bringen konnte, dann sollte ich wenigstens David dazu bringen, mich am Montag zu begleiten. Es ist die einzige Möglichkeit für ihn, seine Kräfte unter Kontrolle zu bringen..... Hoffentlich gehts ihm gut,...

    Christina setzte den Blinker und fuhr in eine Straße ein, sie hatte nicht bemerkt, dass sie zu früh abgebogen war und nun genau in die entgegengesetzte Richtung unterwegs war. Das Lauschen von Melanies Gedanken war bei weitem Interessanter, als dem Straßenverlauf zu folgen. "Christina?" Melanie wandte ihren Blick von den vorbeirasenden Häusern und Bäumen ab, als sie bemerkte, dass die Gegend immer unbekannter wurde. "Wo fährst du hin?"

    Christina realisierte zu spät, dass Melanie sie angesprochen hatte und wie aus Trance, blickte sie die junge Frau an und entdeckte endlich, dass es Zeit wurde umzukehren. "Oh!" überrascht und noch nicht ganz klar bei Sinnen, fuhr Christina zu einem Parkplatz vor einem Wohngebäude und sah sich um. "So ein Mist,... Bitte entschuldige! Ich war völlig in Gedanken verloren und,..." in deinen Gedanken,... "da muß ich die falsche Straße abgebogen sein. Was für eine Straße ist das hier?" Christina beugte sich etwas nach vor, um die Hausnummer lesen zu können, an der gewöhnlich auch der Straßenname stand. "Mathera Street" Christina überlegte, ob sie diese Straße schon jemals gehört hatte, doch sie schüttelte den Kopf. "Kennst du die?" fragte sie und sah zu Melanie, die sich auch nach vor gebeugt hatte um ebenso das Schild an der Hausmauer lesen zu können. "Noch nie gehört,...." erwiderte sie und lächelte Christina an.

    "Na schön,.. und jetzt?" so richtig geheuer war es Christina hier nicht, ihr Blick glitt von den heruntergekommenen Wohnhäusern zu den schäbigen Autos, die in den Parkplätzen davor standen und man brauchte keinen zweiten Blick, um zu erkennen, dass sie mittlerweile weit ausserhalb der angesehenen Wohngegend standen und in das Armenviertel gelandet sind. "Ich würde vorschlagen, du fährst die Straße jetzt mal weiter und biegst dort hinten nach rechts ab. Versuchen wir irgendwelche Straßenschilder zu finden." schlug Melanie vor und ließ ebenfalls ihren Blick über die Gegend hier gleiten. Wie lange war sie nur in ihren Gedanken versunken? Wenn sie auf den Verkehr aufgepasst hätte, hätte sie Christina die richtige Abbiegung ansagen können.

    Christina ließ den Motor an und sah ein paar Jugendliche in einem Wohneingang stehen, die zu ihnen rüber starrten. Ihr war bewußt, dass sie mit ihrem hochpolierten roten Auto unter diesen grauen Karren auffiel und sie war irgendwie froh, wenn sie von hier wegkam. Melanie hingegen wirkte viel ruhiger und entspannter und so beschloß sie, sich nichts davon anmerken zu lassen. "Also die nächste da vorn rein sagst du?" fragte sie lächelnd nochmal nach und folgte Melanies Anweisungen weiterhin, bis sie endlich zu einer Hauptstraße gelangen, die sie geradewegs zurück in die bekannte Gegend brachte.

    "Na, das war ja mal ein netter Ausflug" meinte Christina grinsend und entspannte sich immer mehr. Sie hasste es, wenn sie sich verfuhr und war dankbar, dass Melanie für sie die Straßenschilder übernommen hatte. "Also,... das war heute ein wirklich netter Vormittag" meinte Christina, als sie auf Melanies Wohnstraße zufuhr. "Tamara schien auch ganz nett gewesen zu sein, aber ich hatte absolut nicht mehr daran gedacht, Gwen irgendein Geschenk mitzubringen, ich war richtig erleichtert, dass du es scheinbar auch vergessen hattest." grinste Christina Melanie an und Melanie gab ihr dabei recht. Als sie Tamaras Geschenkskorb gesehen hatte, hatte sie sich das gleiche gedacht, wie Christina es jetzt ausgesprochen hatte.

    Als Christina einparkte, raffte Melanie ihre Jacke und ihre Tasche zusammen, dann bedankte sie sich bei Christina fürs nachhause bringen und verabschiedete sich bis zum Montag. Als sie in der Wohnung war, warf sie ihre Sachen zur Seite und ging sofort zu ihrem Telefon. Sie mußte einfach David erreichen, sie mußte wissen dass es ihm gut geht und wenn er jetzt wieder nicht abhob, dann würde sie zu ihm fahren. Er war schon viel zu lange nicht erreichbar und langsam begann sie sich wirklcih Sorgen um ihn zu machen. Auswendig tippte sie seine Telefonnummer runter und lauschte dem Freizeichen.
     
  3. Elenia

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    AW: 1963 - Evolution is nothing you can stop

    An dieser Stelle mal ein kleiner Hinweis auf die IG zum RPG, da ich denke, dass die Posts dort immer noch ein bisschen untergehen :)
     
  4. Sania

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    AW: 1963 - Evolution is nothing you can stop

    James

    :: Auf Tamaras Bett liegend versuchte er sich auf das Buch zu konzentrieren, damit die Zeit schneller verging. Doch das wollte ihm einfach nicht gelingen. Immer wieder wanderten seine Gedanken zu Tamara und zu ihrem Verhalten, welches sie am Morgen an den Tag gelegt hatte. Denn auch wenn sie, als er sie geweckt hatte, gelächelt hatte, war sie doch irgendwie abweisend und vor allem zurückhaltend gewesen ihm gegenüber. Und auch die Andeutung, sie wolle am Abend mit ihm sprechen, verhiess nicht wirklich etwas Gutes…

    Ja, er wusste, er hatte Fehler gemacht. Und dass er am Vorabend ausgegangen war, gehörte sicherlich dazu. Er hoffte nur, dass er nicht zu tief in der Klemme steckte und sie ihm nicht sagen würde, dass es nun ein für allemal Schluss war. Denn dann hätte er keinen Grund mehr, so weiter zu machen, wie bisher. Gut, er war seit seiner Rückkehr aus der Vergangenheit ein „kleiner“ Gauner geworden. Doch, er hatte sich nur das zurückgeholt, was ihm der Staat weggenommen hatte. Er hatte die Fähigkeiten, die man ihm geschenkt hatte genutzt. Und weshalb hätte er sie bekommen sollen, wenn er sie nicht nutzen sollte?

    Bei diesen Gedanken wanderten seine Gedanken unwillkürlich wieder zurück zum Vorabend. Melanie… Schoss es ihm durch den Kopf. Er wusste, dass die junge Frau in argen Schwierigkeiten stecken würde, wenn sie sonst noch irgendjemandem von ihren Kräften erzählte. Doch konnte er das Risiko eingehen, sie noch einmal zu treffen um sie davon zu überzeugen? Nein, sie war ein Risiko, auch für ihn. Es war ein Fehler gewesen, dass er sie nach Hause gebracht hatte. Und erst Recht, dass er dann noch geblieben war…

    Ach verdammt…, schrien seine Gedanken und wütend darüber, dass er den Fehler gemacht hatte den sicheren Unterschlupf bei Tamara zu verlassen, schmiss er eines der Kissen an die gegenüberliegende Wand. Nichts hatte er damit erreicht, rein gar nichts. Das einzige, was er eventuell geschafft hatte war Matt auf sich aufmerksam zu machen. Er konnte sich zwar nicht sicher sein, doch die Möglichkeit bestand, dass Matt ihn im Club gesehen hatte. Er glaubte es zwar nicht wirklich, doch die Möglichkeit bestand nun einmal.

    Und wenn das geschehen war, dann steckte er in riesigen Schwierigkeiten. Und nicht nur er. Wenn Matt wusste, dass er wieder in der Stadt war, dann würde er auch Tamara, seine Schwester und Melanie mit in den Schlamassel ziehen…::
     
  5. Elenia

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    AW: 1963 - Evolution is nothing you can stop

    Ich wollte hier nur kurz bescheid geben, dass in Zukunft die Rollen von Night (Tamara) und Cosette (Violet) rausfallen werden. Die von Cosette, da sie seit September nicht mehr online war und die von Night, da sie kein Interesse mehr an der Rolle hat. Ansonsten bekommt Pyro einen neuen Charakter, ebenso wie Prue16. Auf letzteren warte ich noch, dann werde ich hier mal eine kleine Zusammenfassung schreiben, wie die nächste Zeit nach dem Frühstück weitergegangen ist und dann können wir alle neu in das RPG einsteigen und wieder anfangen. Rückmeldungen der anderen Mitspieler immer gerne :)
     
  6. Elenia

    Elenia ...sunshine...

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    AW: 1963 - Evolution is nothing you can stop

    Übergangspost

    Nach dem Frühstück hatten Matt und Gwen zwar noch zusammen aufgeräumt, aber sich anschließend nicht wirklich viel zu sagen gehabt, da der Streit von gestern immer noch zwischen ihnen stand, keiner von beiden aber wirklich noch einmal darauf eingehen wollte.
    Darum erklärte Matt auch relativ bald, dass er noch etwas im Büro zu erledigen hatte, was Gwen auch nur recht war, denn so konnte sie zu Tamara fahren, die inzwischen schon das Ergebnis des Tests hatte, da sie nach dem Frühstück direkt in ihr Labor gefahren war.
    Nachdem Gwen schließlich erfahren hatte, dass sie tatsächlich schwanger war, hatten die beiden unbedingt noch eine Weile miteinander reden müssen. Tamara hatte Kaffee für sie beide gemacht und die Freundinnen waren noch etwas zusammen gesessen und hatten geredet, bevor Gwen schließlich doch wieder nach Hause gefahren war.
    Auch Tamara hatte sich auf den Weg zu ihrer Wohnung gemacht, um mit James zu reden. Die beiden sprachen ziemlich lange miteinander und konnten dabei endlich die ganzen Probleme lösen, die zwischen ihnen gestanden hatten – vor allem auch, da James Tamara gegenüber relativ ehrlich war und nur selten zu Notlügen gegriffen hatte. Aber wenn es zum Beispiel darum ging, wie er an die Perlenkette gekommen war, dann behielt er das dann doch lieber für sich. Trotzdem war genügend Wahrheit enthalten, dass Tamara ihm die Geschichte abnahm, sodass in die Beziehung der beiden wieder Ordnung kam und es bald wieder genauso war, wie in der Zeit, bevor James verschwunden war – auch, wenn sie natürlich nicht unbedingt in der Öffentlichkeit unterwegs waren. Die Sache mit der Blutprobe von James stellt Tamara erst einmal hinten an. Sie will die Beziehung mit James nicht gleich wieder riskieren, da er die Blutprobe zuvor ja bereits rigoros abgelehnt hatte.
    Währenddessen versuchen sowohl Melanie als auch Christina, mit David Kontakt aufzunehmen, doch können ihn beide nicht erreichen. David hat nämlich immer mehr mit Alex zu kämpfen und sich so zurück gezogen, dass er sein Telefon überhaupt nicht mehr klingeln hört. Bald jedoch wird der ständige Wechsel zwischen zwei so unterschiedlichen Persönlichkeiten für Davids Psyche einfach zu viel und nachdem er einige Tage mit fast halbstündlichen Persönlichkeitswechseln durchgemacht hat, nimmt er sich das Leben, nachdem er erneut neben einer Leiche wieder zu sich kommt.
    Während am darauffolgenden Montag für Melanie wie geplant ihr Einsatz bei den Carradines beginnt und sie vor einige Schwierigkeiten gestellt wird, da Sophie für sie als einfache Angestellt auch nicht annähernd zugänglich war, um etwas über James zu erfahren, steht im Büro Matts Vorgesetzter vor der Tür. Dieser beschwert sich über den schleppenden Fortgang der Ermittlungen und verlangt endlich mehr Konsequenz auf der Suche nach James Carradine, was Matt schließlich dazu zwingt, Tamara beobachten zu lassen, obwohl er dies wegen Gwen eigentlich nicht tun wollte.
    In der Folge stellt die CIA fest, dass James tatsächlich Unterschlupf bei Tamara gefunden hat, weshalb die Wohnung gestürmt wird, wobei Melanie die Einsatzkräfte begleiten soll, um notfalls mit ihren Kräften einzugreifen – ihr Einsatz bei den Carradines wurde ohnehin beendet. So wird sie Zeuge, wie James unter Beschuss genommen wird, da er durch seine Fähigkeiten dem Zugriff auszuweichen versucht, wodurch Tamara allerdings in den Kugelhagel gerät und getötet wird. Tamara war der einzige Grund gewesen, weshalb er, als die CIA kam, nicht sofort geflohen war, aber als er sie unter den Kugeln sterben sieht, hält ihn nichts mehr und so schnell, dass auch Melanie nicht eingreifen kann, ist James verschwunden.
    Bei der CIA herrscht seit dem missglückten Zugriff absoluter Erfolgsdruck. Langsam muss wieder etwas passieren, während man die Geschehnisse bei Tamara vertuscht und in der Öffentlichkeit nach James als Mörder seiner Lebensgefährtin suchen lässt. Dieser fürchtet unterdessen, dass die CIA wohl als nächstes vor der Tür seiner Familie stehen wird und macht sich Sorgen um seine Schwester Sophie. Um sie zu schützen, taucht er kurz nach dem Vorfall mit Tamara völlig überraschend in ihrem Zimmer auf und überzeugt sie davon, dass sie ihn unbedingt begleiten muss.
    Gwen ist unterdessen mit den Nerven ziemlich am Ende. Einmal ist sie zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt schwanger und hat Matt noch immer nichts davon gesagt, zum anderen wurde ihre beste Freundin ermordet – angeblich von James, aber Gwen kann dies nicht wirklich glauben, schließlich kennt sie James auch schon einige Jahre.
    Matt kommt mit der ungewohnt kühlen Stimmung zu Hause nicht besonders gut klar und verbringt daher doch wieder einige Stunden mit Christina, die auch nach den teilweise fast etwas knappen Situationen beim Frühstück kein schlechtes Gewissen hat.
    Dean und Violet haben durch ihr gemeinsames Geheimnis und immer häufigere Treffen immer mehr eine gewisse Vertrautheit entwickelt und als Dean versehentlich im Krankenhaus wieder seine Kräfte in der Öffentlichkeit einsetzt beschließen die beiden, zusammen zu verschwinden und wo anders ein neues Leben zu beginnen.
     
  7. Sania

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    AW: 1963 - Evolution is nothing you can stop

    James

    ::Schweissgebadet wachte James auf. Seine Augen waren weit aufgerissen und er blickte sich panisch um, konnte jedoch nichts entdecken. Während sich sein beschleunigter Atem langsam wieder beruhigte, liess er sich zurück in die Kissen seines Bettes sinken und schloss die Augen. Er konnte es nicht verhindern, dass eine Träne über seine Wange lief, auch wenn er eigentlich stark sein wollte. Stark, dass er wenigstens seine Schwester beschützen konnte und sich dafür rächen konnte, was die CIA ihm angetan hatte. Seit jenem Morgen wurde er die Bilder einfach nicht mehr los. Sie spielten sich in seinem Kopf wie ein bei einem Endlosfilm immer und immer wieder ab. Immer und immer wieder versuchte er herauszufinden, was er hätte tun können, um sie zu beschützen. Immer wieder verfluchte er sich dafür, dass er sie nicht retten konnte. Weiss Gott, er hatte es versucht. Immer und immer wieder hatte er versucht in die Vergangenheit zu gehen, um sich selber davor zu warnen, was geschehen würde. Doch er hatte es einfach nicht geschafft. Es war, als wäre da eine Blockade, die ihn davon abhielt, das was ihm in seinem Leben am wichtigsten gewesen war, zu retten…

    Einige Zeit blieb er reglos liegen, bevor er schliesslich aufstand und zum Fenster ging, um auf die Stadt zu blicken. Es war noch mitten in der Nacht, doch auch wenn er nur wenige Stunden geschlafen hatte, wusste er, dass er kein Auge mehr zutun konnte. Er schlief nur noch, wenn die Erschöpfung ihn dazu zwang, denn jedes Mal wenn er die Augen schloss, suchten ihn seine Träume wieder heim und führten ihm immer und immer wieder vor, wie er versagt hatte und was die Konsequenzen davon waren…

    Und so führte ihn auch sein nächster Weg in die Küche, wo er sich eine Kanne voll Kaffee machte und sich mit diesem ausgerüstet auf die Couch setzte. Cola, Kaffee, Tee, laute Musik… Er hatte so ziemlich alles ausprobiert, um sich wach zu halten. Doch mit der lauten Musik hatte er ziemlich bald Stress mit Sophie gehabt, zudem ziemlich starke Kopfschmerzen und hätte er weiter gemacht, wäre wohl auch die Polizei vor der Tür gestanden und hätte ihn wegen Ruhestörung verhaftet. Und so war er nun wieder beim Kaffee angelangt, der ihm auch ziemlich gut half… Doch das perfekte Mittel hatte er einfach noch nicht gefunden. Am liebsten hätte er gar nicht mehr geschlafen…

    Nein, sein grösster Wunsch war es, in ein paar Stunden vor die Tür gehen zu können, auf den Friedhof zu gehen und sich dort bei ihrer Beerdigung von ihr verabschieden zu können. Nichts wollte er so sehr, wie noch einmal in ihr Gesicht blicken zu können. Er hätte praktisch alles dafür gegeben. Und nur der Gedanke an seine kleine Schwester hielt ihn davon ab hinzugehen. Es würde vor CIA Agenten nur so wimmeln. Sie würden nur darauf warten, dass er kommen würde…

    Unruhig stand er auf und ging wieder zu einem der Fenster um nach draussen zu blicken. Der Regen, der gegen die Fensterscheiben prasselte, wollte wohl seine Stimmung widerspiegeln. Seinen Schmerz der ganzen Welt zeigen. Er sollte tot sein, und nicht sie. Warum nur hatten sie das getan?

    Verzweifelt legte er seinen Arm gegen die Scheibe und stützte auch seine Stirn auf dem kalten Glas ab. Doch wirklich helfen, tat auch das nicht. Nichts half, rein gar nichts. Nichts konnte ihn von seinen Schmerzen befreien. Einzig der Gedanke, dass er auf Sophie aufpassen musste und dass er sich rächen würde, gaben ihm die Kraft noch weiter zu machen…::
     
  8. Pyro

    Pyro New Member

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    AW: 1963 - Evolution is nothing you can stop

    Jaylen

    Sein Blick ruhte auf den vorbei schwirrenden Lichtern, die er aus dem Taxi heraus sah. Er war schon lange nicht mehr in New York gewesen und musste sich an die vielen Lichter, an die großen Gebäude und den Tumult der Menschen erst wieder gewöhnen. In England, zumindest dort, wo Jaylen eingesetzt war, war es recht ruhig. Zwar musste er zwischenzeitlich auch in London Zielobjekte suchen, aber selbst da war es nicht so wirr und laut wie hier. Nachdem er mit seiner Aufgabe in England fertig war hatte er ein Telefonat mit Matt geführt, der ihm einen Langzeiturlaub genehmigt hatte, die Zeit hatte er genutzt, um nochmal bei seiner Familie zu sein, die seit seiner Zeit bei der CIA zu kurz kam. Seitdem jedoch hatte er wieder mit einem Agenten der CIA, noch mit Matt ein Wort gewechselt. Jaylen war sich nichtmal sicher, ob Matt daran erinnern konnte, dass heute der Tag war, andem er zurück kam.

    Nachdem das Taxi durch die verschiedensten Straßen gefahren war und an den verschiedensten Häusern vorbei gerauscht war fragte der Fahrer mit leiser Stimme etwas, was Jaylen nur mit einem Nicken erwiederte. Sein Gesicht wirkte im allgemeinen sehr kalt, was Wissende bei ihm eigentlich nicht vermuteten. Kurz gab der junge Engländer Instruktionen, wie der Taxifahrer weiter fahren sollte und das Schweigen ging weiter. Er umfasste mit seiner linken Hand den Blumenstrauß, den er vor der Taxifahrt besorgt hatte und atmete tief ein.

    Langsam stoppte das Taxi vor einem Haus, das Jaylen doch sehr beeindruckte. Er nickte kurz, drückte mit seiner freien Hand dem Fahrer Geld in die Hand und stief aus dem Taxi aus. Jaylen richtete seinen grauen Pulli, zog beide Ärmel herunter, sodass die silberne Uhr nicht mehr zu sehen war, strich sich kurz seitlich an den gestylten Haaren entlang und ging mit entschlossenem Schritt auf das House der Leary's zu.
    Als Jaylen vor der Tür stand, hielt er den Blumenstrauß, der für Gwen bestimmt war, hinter seinen Rücken und betätigte mit der anderen Hand die Klingel und wartete gespannt auf Matt und oder Gwen. Der junge Mann freute sich richtig die beiden wieder zu sehen.
     
  9. Elenia

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    AW: 1963 - Evolution is nothing you can stop

    Gwen

    ::Gwen saß ruhig und unbeweglich auf der Kante des Doppelbetts im Schlafzimmer. Ihr Blick schien zwar auf den Schrank gerichtet, sah aber noch viel weiter in die Ferne, als es überhaupt möglich gewesen wäre. Sie erlebte noch einmal den Tag, an dem das Frühstück hier bei ihr zu Hause statt gefunden hatte. Es war der Tag gewesen, an dem sie Tamara zum letzten Mal gesehen hatte. Der Tag, an dem ihre beste Freundin ihr eröffnet hatte, dass sie doch schwanger war und ewig mit ihr darüber gesprochen hatte, ob sie es Matt nun sagen sollte, oder nicht - bis sich die Schwierigkeiten zwischen den beiden gelegt hatten.
    Und dann hatte sie nur noch einen kurzen Anruf ihrer Freundin erhalten, dass mit James wieder alles in Ordnung war. Das nächste, was sie erfahren hatte, war aus einem Bericht in der Zeitung gewesen, die Matt ihr wortlos am Frühstückstisch gegeben hatte. Laut der New York Times hatte anscheinend James Carradine, der wegen verschiedenster Verbrechen von der Polizei gesucht wurde, nun auch wegen Mordes an seiner Lebensgefährtin Tamara Atkins gesucht. Die Ärztin war mit mehreren Schusswunden tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden.
    Aber Gwen konnte dies beim besten Willen nicht glauben. Sie kannte James und er hätte Tamara niemals etwas angetan. Vielleicht mochte er ja andere Verbrechen begangen haben, aber niemals hätte er seine Freundin getötet.
    Gleichzeitig aber schien die Welt für Gwen noch einmal ein Stückchen schlimmer geworden zu sein. Sie wusste nach wie vor nicht, was es mit Matts Arbeit wirklich auf sich hatte, lediglich die schlimmsten Verdächtigungen drängten sich ihr immer wieder auf. Gleichzeitig war sie nun sicher, dass sie schwanger war - aber wie sollte sie das Matt beibringen, der im Moment gar kein Kind wollte und sie im Moment gar nicht sicher war, ob sie denn überhaupt noch ein Kind von ihm wollte. Und jetzt noch die Sache mit Tamara...

    Gwen hatte immer wieder um ihre Freundin geweint, aber heute hatte sie sich vorgenommen, sich zusammen zu reißen, denn schließlich musste sie später Tamaras Beerdigung durchstehen. Sie wusste, dass James wahrscheinlich nicht dort sein würde, auch wenn er es sicher wollte... Deshalb hatte sie auch für ihn Blumen besorgt, die sie Tamara ins Grab legen würde. Und sie wusste, dass sie spätestens dann weinen würde, deshalb bemühte sie sich jetzt, die Ruhe zu bewahren.
    Sie hatte keine Ahnung, ob Matt mitgehen würde, oder nicht, er war gerade erst im Bad verschwunden, ohne groß etwas außer "Guten Morgen" zu sagen. Ihr Verhältnis war seit dem Streit im Smooth immer noch angespannt, da diese Sache immer noch nicht geklärt war. Aber Gwen hatte keine Lust, sich noch einmal zu streiten. Immerhin war sie inzwischen den Verband los, da die Ereignisse ja nun doch schon einige Tage zurück lag und sie keine Lust mehr darauf hatte, lügen zu müssen. Aber Matt durfte nun einmal um keinen Preis von ihrer Fähigkeit erfahren - und seinen Mitarbeiterinnen gegenüber musste sie in dieser Hinsicht nun auch skeptisch gegenüber stehen. Sie hatte nun mal keine Ahnung, an was sie wirklich arbeiteten und hatte nach wie vor Angst, dass dort Menschen getötet wurden, die Fähigkeiten besaßen, die ihren nur zu ähnlich waren.

    Aber mitten in ihren düsteren Gedanken klingelte es plötzlich und Gwens Blick fokussierte sich leicht überrascht wieder. Sie erwartete keinen Besuch, also wer mochte bei diesem unwirtlichen Wetter vor der Haustüre stehen?::

    Ich geh schon...

    ::rief sie nur undifferenziert in Richtung Badezimmer, damit Matt bescheid wusste und stand dann von der Bettkante auf. Sie strich das kleine Schwarze glatt, dass sie aus gegebenem Anlass trug und überprüfte kurz den Sitz ihrer Frisur, da sie ihre dunkelblonden Haare heute ausnahmsweise zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden hatte. Noch barfuß ging sie dann nach unten zur Haustür, um diese zu öffnen und blickte im ersten Moment etwas verwundert auf den jungen Mann, der davor stand.

    Sie hatte Jaylen schon länger nicht mehr gesehen. Früher war er als Mitarbeiter ihres Mannes öfter mal zu Besuch gewesen, aber in letzter Zeit hatte sie ihn überhaupt nicht mehr gesehen, weshalb nun doch ein kleines Lächeln auf ihrem Gesicht erschien, denn der junge Mann war ihr immer sympathisch gewesen, sodass sie auch jetzt zur Seite trat, um die Tür etwas weiter zu öffnen und ihn herein zu bitten::

    Kommen sie doch rein, Jaylen, ich hab sie ja schon ewig nicht mehr gesehen.

    ::meinte sie nach einer kurzen Begrüßung::
     
  10. Pyro

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    Jaylen

    Der junge, charmante Mann musste nur wenige Augenblicke warten, als er Gwens Stimme von drinnen hörte, wie sie rief, dass sie die Türe öffnen würde. Ein leichtes Kribbeln zog durch seinen Körper, als dann ein Klicken vom Schloss aus ging und die Türe langsam aufgezogen wurde. Der Augenblick, indem Gwen ihn ansah - und man konnte deutlich sehen wie sie tausend Bilder und Personen in ihrem Kopf durchging um sich an ihn zu erinnern - zog sich wie die Ewigkeit. Doch als dann das Lächeln auf den Lippen der Frau erschien begann auch Jaylen zu lächeln und zog mit einer eleganten Handbewegung den Blumenstrauß, den er für die junge Frau besorgt hatte, hinter seinem Rücken hervor.

    "Freut mich dich zu sehen Gwen."

    Sagte er mit charmanter Stimme, doch musste sich unter Kontrolle halten, dass seine Stimme nciht zusammenbrach. Just in dem Moment als die Tür auf ging wurde Jaylen von unglaublicher Trauer und auch Wut überflutet. Es war ein Misch aus Gefühlen, mit dem Jaylen zwar gelernt hatte umzugehen, den er jedoch nur ungern verspürte. Auch die plötzliche Schwankung der Gefühle, als Gwen Jaylen erkannte, konnte er deutlich spüren. Es war schwer die Gefühle zu unterdrücken, die er selbst nicht empfand, sondern nur "las", aber er hatte sich unter Kontrolle.

    Jaylen ging auch direkt ins "Du", da er Gwen noch genau in Erinnerung hatte und sich unheimlich freute sich nach so langer Zeit wieder zu sehen, insbesondere wenn man bedachte, wie oft Jaylen sich in diesem Haus aufgehalten hatte. Immernoch lächelnd überreichte er Gwen den Blumenstrauß und folgte dann ihrer Anweisung und Bitte das Haus doch zu betreten. Gerade in den Moment als er an ihr vorbei ging, verspürte einen weiteren Schub an Gefühlen, die er jedoch zu 100% nicht Gwen zu ordnen konnte, doch Matt würde Freude und Liebe in diesem Maße niemals spüren, dafür kannte er dessen Gefühlswelt zu gut. Verwirrt schüttelte Jaylen kurz undeutlich den Kopf und ging an Gwen vorbei.

    "Ich hoffe ich komme nicht ungelegen, ich wollte mich nur wieder zurück melden und mich direkt mal bei meiner lieblings Frau vom Chef melden. Und natürlich beim Chef."

    Es sollte keine Anspielung auf Christina sein, aber selbst wenn sie etwas verdacht schöpfte, wäre es nur gerecht. Wieder verspürte Jaylen die unglaubliche Trauer und die Wut, die durch Gwens Körper schoss und den ganzen Raum - zumindest merkte und sah er das - erkalten ließ und eine Art dichter Schleier im Raum lag. Der junge Mitarbeiter hielt es nicht mehr aus und sendete Gwen ein paar ausgleichende Glückgefühle, sodass sie zwar trauerte, aber in der Zeit wo Jaylen bei ihr war mit ihren Gefühlen umgehen konnte. Er dachte auch immer, dass sie das an ihm schätzte, da er sich immer bemühte die Stimmung in dem Raum wo er war, neutral zu halten.

    "Gefallen sie dir?"

    Hakte er nach, als er zurück zu Gwen zur Türe blickte, die seinen Blumenstrauß noch in den Händen hielt.
     
  11. Elenia

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    Gwen

    ::Bevor Jaylen auf ihre Bitte hin eintrat, holte er etwas hinter seinem Rücken hervor - Gwen hatte zunächst gar nicht bemerkt, dass er dort etwas versteckt hielt - und überreicht ihr dann auch sogleich einen wunderschönen Blumenstrauß, den die junge Frau zwar etwas überrascht, aber mit einem Dankeschön entgegennahm. Sie hatte schon lange keine Blumen mehr bekommen und gerade an so einem Tag wie heute war die nette Geste einiges für sie wert::

    Freut mich auch, dich zu sehen... Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet.

    ::erwiderte Gwen daher auch und stieg damit auf das "Du" ein, dass Jaylen sofort begonnen hatte. Als er eingetreten war, schloss sie die Haustüre wieder an und wieß ihm den Weg ins Wohnzimmer, wo sie ihm einen Sitzplatz auf der Couch anbot::

    Nein, du bist nicht ungelegen. Matt ist zwar noch im Bad, aber ich denke, er sollte bald fertig sein...

    ::erwiderte Gwen auf Jaylens Frage, auch wenn sie dabei ein wenig log. So sehr sie sich auch freute, den jungen Mitarbeiter von Matt wieder zu sehen, so wenig konnte sie dies im Moment wirklich würdigen. Die kommende Beerdigung überschattete all das ein wenig.
    Über Jaylens Bemerkung zu seinem Chef und dessen Lieblingsfrau schmunzelte Gwen nur. Irgendeine Zweideutigkeit hinter der Bemerkung vermutete sie überhaupt nicht.

    Aber noch während ihre Gedanken wieder zu Tamara gewandert waren, fühlte sie sich auf einmal nicht mehr ganz so verzweifelt, wie noch zuvor, als sie allein im Schlafzimmer gesessen war. Die Trauer und die Angst waren zwar nach wie vor vorhanden, aber es schien fast, als wäre sie überzeugt davon, dass es irgendwie und irgendwo einen Ausweg geben musste und so war sie im ersten Moment fast etwas überrascht, als Jaylen sie fragte, ob ihr die Blumen gefielen::

    Natürlich gefallen sie mir. Dankeschön...
    Ich sollte sie wahrscheinlich in eine Vase stellen. Kann ich dir bei der Gelegenheit etwas zu trinken anbieten?
     
  12. Veruca

    Veruca Active Member

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    Matt

    Matt stand frisch geduscht am Waschbecken und blickte in den Spiegelschrank über ihn. Müde fuhr er sich mit der rechten Hand über die Augen und spritze sich etwas kaltes Wasser ins Gesicht, dann blickte er sich wieder an.
    Die letzten Tage zeichneten sich deutlich in seinem Gesicht ab. Er hatte dunkle Augenringe und seine sonst so strahlenden Augen wirkten etwas dumpf und lagen im Schatten. Auch fühlte er sich bei weitem nicht so fit und kräftig, wie sonst. Die Arbeit der letzten Tage setzte ihm zu. James Carradine war erneut entkommen und Tamara war bei dem Einsatz ums Leben gekommen. Auch wenn er mit niemand darüber sprach, so machte er sich Vorwürfe, dass man sie nicht besser aus der ganzen Geschichte rausgehalten hatte.

    Seufzend wandte Matt sich ab und schlüpfte in einen schwarzen Anzug. Er hatte so eben beschlossen Gwen zu der Beerdigung zu begleiten. Das Verhältnis zu seiner Frau war die letzten Tage sehr schwierig gewesen und er hoffte es würde sie beide wieder etwas näher bringen. Er vermisste die Zweisamkeit doch andererseits hatte er momentan keine Kraft mit Gwen über das zu reden, was sie noch immer zu beschäftigen schien.
    Und zu dem würde es unweigerlich kommen, wenn sie alleine zusammen wären, wie er vermutete.

    Matt verließ das Badezimmer, als er unten Stimmen vernahm. Verwundert blickte er die Treppe nach unten, sah dort aber niemand stehen. Die Stimme konnte er nicht einordnen obwohl sie ihm bekannt vorkam, doch er glaubte sich daran zu erinnern, dass er die Klingel gehört hatte und Gwen wie sie ihm zurief, dass sie nach unten gehen würde.

    Noch immer darüber nachdenkend, welcher Person die Stimme gehörte, ging er die Treppe eilig nach unten und folgte Gwens Stimme ins Wohnzimmer.
    "Jaylen!" rief er überrascht aber erfreut, als er den jungen Mann erblickte. Sein Blick wanderte rasch zwischen Jaylen und Gwen hin und her, die ebenfalls etwas überrascht aufgrund seines schwarzen Anzugs wirkte. Matt wusste, dass sie wahrscheinlich nicht damit gerechnet hatte, dass er mitkommen würde.
    Doch sein Blick blieb erst wieder auf Jaylen hängen, mit dem er heute nicht gerechnet hatte. Er hatte aufgrund des ganzen Trubels wirklich vergessen, dass Jaylen heute wieder zurückkommen würde.

    "Wie geht es dir?" fragte Matt nach und reichte ihm seine Hand zur Begrüßung, dann trat er einen Schritt zurück neben Gwen und legte ihr wie selbstverständlich einen Arm um die Hüfte. Fast wollte er sie auch noch etwas ansich drücken. Mehr um ihr ein Gefühl zu vermitteln, dass er in dieser Zeit zu ihr stand, doch war es momentan noch nicht richtig wie er empfand, ausserdem wusste er nicht, ob sie das gerade überhaupt wollte. Er hoffte nur, sie freute sich darüber, dass er sie begleiten würde.
     
  13. Pyro

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    Jaylen

    Freudig zu sehen, dass die Beeinflussung von Gwens Emotionen fruchtete und sie schlagartig etwas lockerer wirkte, nickte er ihr zu als sie ihm bestätigte, dass ihr die Blumen gefielen. Dazu, dass sie besser eine Vase für die Blumen organisieren sollte, konnte Jaylen nicht großartig etwas sagen, da wieder unglaubliche Gefühle der Freude und Liebe auf ihn zu kamen und ihn diesmal schon fast überforderten. Jaylen konnte sie einfach nicht zuordnen. Sie schienen von Gwen zu kommen, doch da er ihre Wut und Trauer schon neutralisieren musste sprach eindeutig dagegen.
    Daraufhin wurde er, als er dann gerad zum Sprechen ansetzen wollte, von Matt unterbrochen, der die Treppe herunter kam und Jaylen mit dem freudigen Ausruf seines Namens begrüßte.

    "Hey Matt. Deiner Begrüßung zufolge hast du vergessen, dass ich ab heute wieder da bin."

    Stichelte der junge Mann kurz mit einem Grinsen. Matts Gefühle waren unglaublich wirr. Er fühlte einerseits Trauer - was Jaylen nun schließen ließ, dass die beiden auf eine Beerdigung gehen wollten, wofür auch ihre Outfits sprachen -, andererseits hatte er Schuldgefühle - was der junge Mann auf die Affäre mit Christina bezog - und unglaublich starke Gefühle für Gwen. Er machte sich Sorgen. Jaylen war schon fast total am Ende seines Lateins, was diese unglaublich wirre Gefühlwelt im Flur anging, doch beherrschte er sich und bemühte sich darum Gwens Gefühle ruhig zu halten, zumindest solange bis sie sie auf der Beerdigung ausleben 'durfte'.

    "Mir geht es bestens, danke. Der Urlaub und meine Familie haben mir richtig gut getan und ich bin wieder fit um zur Arbeit zu schreiten. Aber ich merke ja, dass ihr wohl eher in Trauerstimmung seid, obwohl in euren Stimmung eindeutig zu hören ist, dass ihr euch über mein Auftreten freut. Wer ist denn gestorben, wenn ich so direkt fragen darf?"

    Jaylen hakte nach. Matt sollte den Wink mit dem Zaunpfahl definitiv verstanden haben, immerhin wusste er bestens über Jaylens Fähigkeit bescheid und sollte wissen, dass Jaylen Gefühle anderer lesen konnte und augenblicklich auch identifizieren und benennen konnte. Mit einem kurzen aber intensiven Blick zu Matt wandte er sich wieder zu Gwen, die eindeutig - zumindest für Jaylen eindeutig - mehr Trauer empfand als Matt. Er hoffte, dass sein Frage nicht zu salop formuliert war, immerhin hatte er nicht vor Salz in offene Wunden zu streuten.

    Immer und immer wieder verspürte er starke Impulse von überwältigenden Glücksgefühlen, was es Jaylen unheimlich schwer machte seine Fähigkeit weiter auf Gwen zu fokusieren - letztendlich gelang es ihm aber. Kurz warf er Matt einen verwirrten Blick zu nach dem Motto 'Habt ihr eine überglückliche Geisel, oder was soll das sein?'. Natürlich war Jaylen klar, dass Matt erst auf Nachfrage und Erklärung seinerseits den Blick verstehen würde, aber vielleicht würde Matt ja auch die Erleuchtung haben.
     
  14. Elenia

    Elenia ...sunshine...

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    Gwen

    ::Gerade, als Gwen in die Küche gehen wollte, um den Blumenstrauß in eine Vase zu stellen, kam Matt die Treppe nach unten und ins Wohnzimmer, wo er Jaylen fast schon etwas überschwänglich begrüßte und ihm kurz die Hand schüttelte.
    Dabei bemerkte Gwen etwas überrascht, dass ihr Mann einen schwarzen Anzug trug. Also wollte er sie doch zur Beerdigung begleiten, was sie eigentlich fast nicht mehr erwartet hatte. Nicht bei der Atmosphäre, die in den letzten Tagen hier geherrscht hatte.

    Und was sie fast noch mehr überraschte, war die Tatsache, dass Matt nach der Begrüßung zu ihr trat und einen Arm um sie legte, wobei Gwen es nicht wirklich vermeiden konnte, ihn etwas überrascht anzusehen. Das war fast mehr Körperkontakt, als sie in den letzten Tagen insgesamt gehabt hatten - eine Tatsache, die ihr ohnehin nicht gefiel.
    Andererseits war es jetzt auch seltsam, als wollte Matt nach außen hin eine perfekte Beziehung demonstrieren, die sie im Moment nun einmal nicht hatten.
    Aber Gwen hatte keine Lust, deswegen jetzt irgendetwas zu provozieren, in dem sie sich aus Matt's Berührung löste - und wenn es auch nur war, um die Blumen in eine Vase zu stellen. Stattdessen blieb sie einfach stehen und ließ wenigstens das kleine Glücksgefühl zu, das in ihr aufgekommen war, als sie begriffen hatte, dass Matt sie tatsächlich begleiten würde. Vielleicht würde es die ganze Sache wenigstens etwas leichter machen, wenn er für sie da war und sie notfalls in den Arm nehmen würde.
    Die Zweifel an ihrer Beziehung konnte es natürlich trotzdem nicht beseitigen.

    Aber im Moment hatten sie Besuch, weshalb sie auch höflich der Unterhaltung zwischen Jaylen und Matt lauschte. Scheinbar war Jaylens Rückkehr heute geplant gewesen, aber Matt hatte es offensichtlich vergessen. Nun, bei den momentanen Ereignissen war dies sogar für sie verständlich...
    Dann allerdings fragte Jaylen nach dem Anlass für ihre Kleidung und wer gestorben war, was Gwens Stimmung erneut wieder ein wenig senkte::

    Eine Freundin der Familie....

    ::erwiderte sie daher auch nur ausweichend und hoffte, dass Jaylen so sensibel war, wie sie ihn in Erinnerung hatte und nicht weiter auf das Thema eingehen würde.
    Sie hatte schon jegliches Gespräch mit Matt über die Situation vermieden und wollte auch jetzt nicht weiter darauf eingehen, da sie genau wusste, dass sie sonst in Tränen ausbrechen würde und das konnte sie jetzt gerade mit Sicherheit nicht gebrauchen::
     
  15. Veruca

    Veruca Active Member

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    Matt

    Matt winkte gegenüber Jaylen entschuldigend ab. "Ich weiß. Tut mir leid. Momentan läuft alles etwas durcheinander!" Klar hatte Matt gewusst, dass Jaylen in den nächsten Tagen wieder zurück nach New York kommen würde, doch wann genau, dass hätte er mit dem besten Willen nicht mehr sagen können. Zumindest nicht ohne bei seinen Terminen nachzusehen oder ohne Christina zu fragen. Die hätte es ihm wahrscheinlich gesagt, doch auch sie hatte momentan eine Menge Schreibkram zu erledigen.
    An dem schiefgelaufenen Einsatz hatten sie alle noch eine Menge zu erledigen.

    Während Jaylen seine Begrüßung erwiderte spürte Matt das leichte Zucken, dass durch Gwens Körper ging, als er den Arm um sie legte. Einen Moment lang wusste Matt nicht, ob sie sich aus der kleinen Umarmung lösen würde, doch sie blieb bei ihm und in diesem Moment war Matt ihr sogar dankbar dafür. Die wenige körperliche Nähe zu Gwen fehlte ihm trotz allem sehr, denn Zärtlichkeiten geschweige den Liebe hatte es die letzten Tage nicht zwischen ihnen gegeben. Ein Zustand der Matt eher fremd war.

    Jaylens direkte Frage lies Matt wieder aufhorchen und er erwiderte den Blick den ihm sein junger Mitarbeiter zuwarf. Klar verstand er dessen Wink, doch bevor er auf die Frage wer gestorben sei antworten konnte, tat dies Gwen für ihn und sogar Matt bemerkte wie schwer es seiner Frau fiel darüber zu reden. Fast unbewusst strich er ihr mit dem Finger über das Schulterblatt, fast als wollte er ihr Trost spenden, doch seine Aufmerksamkeit galt in der ersten Regel Jaylen der ihm erneut einen etwas verwirrten Gesichtsausdruck zuwarf, als wollte er ihn etwas fragen.

    Matt runzelte die Stirn und blickte ihn ebenfalls fragend an. Er wusste natürlich um Jaylens Fähigkeiten, konnte sich aber keinen Reim darauf machen, was Jaylen von ihm wollte oder ihn fragen wollte. Zu diesem Zeitpunkt hatte er natürlich keine Ahnung davon, dass Gwen ihr Kind erwartete.

    "Jaylen, vielleicht sollten wir uns abends...!" Matt warf einen kurzen Blick zu Gwen. Vielleicht, und auch wenn es ihm etwas Ärger einhandelte, konnte er seine Arbeit heute Arbeit sein lassen, schließlich ging es auch irgendwo um seine Ehe. "Oder auch morgen früh im Büro treffen und dann besprechen wir alles weitere?"
    Sein Blick wanderte erneut von Gwen zu Jaylen und dann sprach er etwas aus, was Gwen wahrscheinlich erneut überraschen würde. "Ich möchte Gwen heute ungern alleine lassen, wenn du verstehst!"

    Matt lächelte Gwen kurz zu. Sie hatten seit dem Einsatz bei dem Tamara gestorben war, kein Wort über das Ganze geredet, doch das konnte auf Dauer keine Lösung sein. Irgendwann würden sie sowieso wieder miteinander reden müssen.
     
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