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[Charmed] - Blutdurst

Dieses Thema im Forum "FanFiction zu Serien und Filmen" wurde erstellt von Phoenix, 9 Juni 2006.

  1. Phoenix

    Phoenix Well-Known Member

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    AW: [Charmed] - Blutdurst

    Das tut mir so furchtbar Leid, dass du jetzt schon wieder so lange warten musst :( Aber umso mehr freu ich mich über deine Treue ^^ - Danke!

    Ich hab schon einiges geschrieben, bin damit aber keinesfalls zufrieden und genau daran harkt es auch. Aaaber ich verspreche, dass ich mich die Woche noch ransetze, weil ich danach eher weniger Zeit finde werde (Klausuren-Tsunami >.<) und außerdem will ich das schon die ganze Zeit machen :p
     
  2. Flöckchen

    Flöckchen Member

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    AW: [Charmed] - Blutdurst

    Ich freu mich auch wieder auf den neuen Teil *kaum-mehr-abwarten-kann* :D :D
     
  3. Phoenix

    Phoenix Well-Known Member

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    AW: [Charmed] - Blutdurst

    Das freut mich Saja! Auch dir ein recht herzliches Dankeschön :)!

    Hier nun endlich die Fortsetzung! Ein McBlutdurst extra long (zumindest bilde ich mir ein, dass es etwas länger als üblich geworden ist) - wenn ich das jetzt mal so ausdrücken darf. Als Entschädigung, sozusagen ;) Ich hoffe der neue Teil mundet :]


    CJ musste beim Anblick von Chase schmunzeln. "Kippe?", fragte er entgegenkommend und hielt seinem neugefundenen, extrem müde wirkenden Freund einen Glimmstängel hin, der allerdings durch ein dankendes Winken abgelehnt wurde. "Nein, danke.", murmelte der schlechtgelaunte Dunkelhaarige und gähnte dann in solchem Unfang, dass CJ den Kopf etwas schief legte. "Mann, echt schöne Mandeln.", grinste er und konnte es nicht vermeiden, seinem Leidensgenossen ein aufziehendes Lächeln zu schenken. Chase war für den Spaß allerdings nicht zu haben: "Meine Mandeln sind raus, seitdem ich zwölf Jahre alt bin.", antwortete er trocken und verschränkte die Arme während er, wie die ganze Nacht zuvor, gelangweilt in den immergleichen Wald hineinstarrte. Das einzige, das sich geändert hatte, war die Beleuchtung, denn langsam kehrte die Sonne aus ihrem stundenlangen Schlaf zurück.
    CJ schüttelte den Kopf, als Chases Augen bei seiner Tätigkeit deutlich zu fielen: "Hey, hey, nicht einschlafen dort drüben! Du warst doch derjenige, der unbedingt Nachtwache halten wollte, oder? Komm schon! Wo ist dein Elan hin? Dein Tatendrang? Es ist der Tag unsrer Flucht, Mann!" "Weißt du was, CJ?" "Was, Kumpel?" "Halt einfach die Schnauze."
    "Ganz meiner Meinung.", mischte sich plötzlich eine dritte Stimme ein, die Chase mit einem solchen Impuls ins kalte Wasser stieß und aufweckte, dass er schneller reagieren konnte als ihm selbst bewusst war. Erst als er mit CJ, den er umgestoßen hatte, am Boden aufschlug, befand er sich auch geistig im Hier und Jetzt. Inmitten eines erneuten Angriffs ihrer Jäger.
    _____​

    Die rote Morgensonne stand noch kaum am Horizont, da hörte Piper plötzlich eine entfernte Stimme rufen. Der Laut klang panisch, aber trotzdem dauerte es einige Zeit, bis Piper von dem Unterbrecher der nächtlichen Stille tatsächlich geweckt wurde. Sie blinzelte und zog ihren Schlafsack trotz eines nun all zu bekannten Schmerzes im gesamten linken Arm noch näher an ihren Kopf, als es sie unerwartet stark fröstelte. "Phoebe!", nahm die Stimme dann endlich wahre Form an und Piper fand aufgrund Prues besorgten Tonfall schließlich einen Anlass zum Wachwerden. Also reckte sie den Hals, blinzelte noch ein paar Mal bevor der schlaftrunkene Blick wirklich scharf wurde und blickte letztlich neugierig, gleichzeitig verwirrt, zu ihren beiden Schwestern. Sie erblickte aber nur Prues Rücken, der ihr die Sicht auf ihre kleine Schwester gänzlich versperrte. Nichtsdestotrotz nahm auch Piper wahr, dass Phoebe zappelte. Sie schien sich in ihrem Schlafsack zu wälzen, das allerdings im Schlaf, denn nur so konnte sich Piper Prues ständiges, verzweifeltes Rufen erklären. "Was ist los?", fragte sie mit heiserer Stimme und setzte sich mit verzehrter Miene auf. "Phoebe!", rief ihre große Schwester aber nur und rüttelte an dem bewusstlosen Körper - der ihr daraufhin in die Arme sprang. Schockiert von dieser Reaktion wich Prue zwar ein paar Zentimeter zurück, umarmte ihre kleinste Schwester aber trotzdem: "Endlich bist du wach.", seufzte sie erleichtert und drückte sie dann zurück, um sie betrachten zu können. Der Anblick war herzzerreißend, denn Phoebe, den Tränen schon lange im Schlaf erlegen, rang sichtlich um jeden einzelnen Atemzug und sah mehr als nur müde aus. "Prue ...", murmelte sie erschöpft und lehnte sich dann an ihre Brust, vollkommen kraftlos wie ihre Schwester an dem großen Gewicht erkannte, das bei ihr nach Halt suchte.
    "Phoebe?", fragte Piper verunsichert, da diese ihre Augen schloss, und warf zugleich einen fragenden Blick zu Prue - sie kannte immer alle Antworten. Und tatsächlich brauchte die Schwarzhaarige nicht lange, um einer richtigen Vermutung nachzukommen: rasch entfernte sie den mitgenommenen Verband um Phoebes Beinverletzung - und biss sich sofort die Lippe blutig, als sie eine deutliche Entzündung ausmachte. "Ich habe Angst, Prue ...", hauchte Phoebe plötzlich an ihr Ohr, "So f-furchtbare A-Angst ...". Ein rascher Blick zur Seite enthüllte, dass es auch Piper die Sprache verschlagen hatte. Sie saß einfach nur dort und senkte beim Blickkontakt mit ihrer großen Schwester schnell den Blick. Zu sehr konnte sie Phoebes Empfinden nachvollziehen, und genau aus diesem Grund konnte Piper ihr jetzt auch nicht helfen - Prue wusste das - also konzentrierte sie sich wieder auf Phoebe, auch wenn sie absolut keine Ahnung hatte, was sie sagen sollte. "Es ... es tut mir so leid, Phoebe.", setzte sie dann an, obwohl ihr ganz klar war, dass es ihrer Schwester nicht weiterhelfen würde, "Das ist meine Schuld ... Ich hätte- Ich hätte die Wunde noch mal behandeln müssen ... ich wusste, dass sie sich ansonsten entzünden würde." - Prue seufzte schwer und sie drückte ihre kleine Schwester mit aller Macht an sich - "Es tut mir Leid ..."
    Pipers Herz wurde bei diesen Worten so schwer wie ihr verletzter Arm. Trotz all der Stärke, die sie bewiesen hatte, spürte sie nun erneut, wie die Tränen sich einen Weg ins Freie suchten - nicht wegen sich selbst, aber wegen des Leids, das ihre Schwestern erleiden mussten, weil Prue eine der anderen Schwester vorgezogen hatte. "Ich danke dir, Prue ..., für Alles ...", erwiderte Phoebe leicht kopfschüttelnd und schien im Fieber. Prue, deren Miene sich zu einem leidvollen Gesicht verzogen hatte, setzte zum Sprechen an, doch ein Hilfeschrei unterbrach sie plötzlich: Chase, der durch den ganzen Wald brüllen zu wollen schien, dass "Sie wieder da seien!".
    Piper und Phoebe reagierten sofort, indem sie sich instinktiv an ihren jeweiligen Schutz, zum einen die warme Decke und zum anderen Prue, klammerten. "Los, wir müssen raus!", rief Prue im Gegensatz dazu geistesgegenwärtig und zog Phoebe auf die Beine, nur um dann einen Arm um sie zu legen, dass sie nicht ohne Stütze laufen musste. Niemals würde sie zulassen, dass Phoebe auf dieses mitgenommenen Bein, das sie zu verantworten hatte, treten- und sich somit selbst Schmerzen zufügen musste. "Piper!", rief sie und streckte die zweite, freie Hand nach der Gerufenen aus, die zögerte.
    Das eine Sekunde zu lang: Prue schwankte plötzlich, weil sich offensichtlich jemand von Außen an ihrem Zelt zu schaffen machte. "Na kommt schon raus, ihr Kakerlaken!", vernahm Prue nur eine all zu bekannte Stimme während sie mehr schlecht als Recht, mit Phoebe im Gepäck, aus dem tragbaren Unterschlupf stolperte. Sie drehte sich fix herum, nur um mit ansehen zu müssen, wie der faulmundige Adam das Zelt an seinen Ecken fasste und somit Piper im Innern einschloss. "Nein, du nicht, du bleibst schön da, wo du bist.", kommentierte er nur, da die zweitjüngste Halliwell zuvor noch versucht hatte, sich zu ihren Schwestern zu kämpfen. Er grinste Prue höhnisch an, bevor er seinen neuen, zappelnden Sack über die Schulter warf und bei einem schmerzlichen Aufschrei seiner Beute nur noch breiter grinste. "Sieh mal, wen ich dir hier bringe, Christian!", schrie er über das gesamte Lager hinweg und erst jetzt realisierte Prue, was sich alles gleichzeitig abspielte: Christian, an dessen Rippen sich eine hässliche und blutige Wunde abzeichnete, schien im Gegensatz zu Piper wieder voll bei Kräften zu sein, denn auch er trug - scheinbar aufwandlos - ein vollkommen zweckentfremdetes Zelt auf seinem Rücken und schlug gleichzeitig Pat und CJ mit dem einen freien Ellebogen nieder. Die beiden Männer fielen bewegungslos neben Chase zu Boden. Dieser wiederum, erhob sich trotz offensichtlicher Verletzung nachdem der Übeltäter ihn passiert hatte, sprang ihm mit einem Kampfgebrüll erster Klasse ins Genick und versuchte die gefangene Person, die Debby sein musste, zu befreien. Shannon und Dana wurden unterdessen von einer Blondine, mit blutigem Haar und rabiaten Gesichtsausdruck, mit einer Waffe bedroht. Prue realisierte nur unterbewusst, dass es die angekündigte Dritte sein musste, denn der unheimlicher Lärm, der all diese Szenen untermalte war einfach zu betäubend: das siegreiche Lachen, der schrecklichsten Menschen, die sie jemals gesehen hatte, und das gleichzeitige, qualvolle Rufen der Menschen, die ihr allesamt ans Herz gewachsen waren.
    "Lass sie los!", schrie Prue kampfbereit, doch anstelle einer Antwort Adams, mischte sich die Blondine der Gruppe ein: "Keine Bewegung!", schrie sie und richtete die Waffe plötzlich auf die älteste Halliwell, da sie wusste, dass ihre beiden Geiseln nicht die Flucht ergreifen würden. Ein leises Klicken verlieh der Drohung Nachdruck, sodass Prue tatsächlich stehen blieb - ebenso Shannon und Dana. Phoebe blickte in diesem Moment auf und sah ihre alte Schulfreundin an, die noch immer Pfeil und Bogen um ihre Schulter gespannt hatte und dennoch vor Angst still stand. Es war ein Blick voller Verzweiflung, ein Blick, der Dana dazu zwang, zu handeln.
    Es war ein Wink des Schicksals, dass sich Piper ausgerechnet jetzt befreien konnte: Sie trat Adam mit aller Kraft, die sie hatte, in den von ihrem gemeinsamen, nächtlichen Sturz mitgenommenen Rücken und brachte ihn tatsächlich zum Schwanken. Wie durch ein Wunder verlor Adam dabei auch zwei der vier, eigentlich fest gehalteneren Zeltecken und Piper fiel aus ihrem Gefängnis. Dana nutzte diesen einen Moment, in dem ihre Geiselnehmerin abgelenkt war, schamlos aus und stieß auch ihr in den Rücken, sodass alle drei Bösewichte gleichzeitig am Boden aufschlugen, denn auch Chase stieß Christian endlich nieder und befreite somit Debby.
    "Jetzt!!", brüllte CJ als erster und war auch der einzige, der es hinter mehrere Bäume geschafft hatte, bevor sich auch nur einer der drei Mörder wieder aufgerichtet hatte. Piper und Debby hingegen waren selbst auf dem schlammigen Waldboden geprallt und hatten aufgrund ihrer Wunden und Orientierungslosigkeit Mühe, sich deutlich schneller als die drei Fieslinge zu erheben. Prue bemerkte das, hatte mit der halbbewusstlosen Schwester im Arm allerdings keinerlei Chance auch nur irgendetwas an diesem Zustand zu verändern. "Verdammt!", rief sie frustriert, als sie kehrt machte, um die Flucht zu ergreifen und erneut eine der anderen Schwester vorzuziehen. Sie hoffte lediglich, dass die anderen nicht so egoistisch wie CJ waren und sich darum kümmern würden - wenn auch nur solange, bis sie ihre kleine Schwester in Sicherheit gebracht hatte und zurückkehrte, um die andere zu retten. Plötzlich stellte sich ihr Shannon in den Weg und Prue stoppte abrupt. "Geh!", rief sie heiser, "Ich kümmere mich um sie!", und noch bevor Prue irgendetwas sagen konnte, übernahm Shannon Phoebes Arm und führte sie davon. Danke., dachte Prue, war in Gedanken aber schon einen Schritt weiter. Schnell drehte sie sich herum und bemerkte, dass Christian, Adam und die Frau in deren Bunde, allesamt wieder auf den Beinen standen.
    "Ihr verdammten-", setzte Christian an, konnte seinen Hass allerdings nicht in adäquate Worte fassen und beendet seinen Satz deshalb nur mit einer zornigen Grimasse, mit der er versuchte, sie alle auf der Stelle zu töten. Schnell entschlossen, wen er sich als erstes unter den Nagel krallen wollte, zog er sein eingestecktes Messer und warf es Richtung Debby, Piper und Chase. Letzterer versuchte beiden Frauen auf die Beine zu helfen, "Kommt schon!", rief er dabei nervös, als würde er bereits ahnen, dass er Rache zu befürchten hatte. Und tatsächlich zielte die scharfe Klinge des Wurfgeschosses auf Chases Rücken und hätte ihn auch mit Sicherheit getroffen, wäre da nicht Pat gewesen, der ihn mit sich selbst zur Seite ihrer beiden Freundinnen warf. "Urgh.", stöhnte der Dunkelhaarige daraufhin, "Meine Knochen machen dieses ständige Hingeschmeiße nicht mehr lange mit.", beklagte er sich und warf einen Blick Richtung Pat, der im Gegensatz zu ihm seine Wehwehchen nicht beachtete und sich erneut aufzurichten begann.
    "Halt endlich still, du verdammter Bastard!"
    Pats Ohren dröhnten, als er diese Drohung entgegen geworfen bekam. Zunächst war er irritiert, dann sah er plötzlich den auf ihn gerichteten Pistolenlauf und schluckte. "Du gehst mir schon eine ganze Weile auf die Nerven.", sagte sie - Pat warf einen flüchtigen Blick auf ihr blutverfärbtes Haar, das er mitzuverschulden hatte - und entsicherte die Waffe mit einem erneuten Klicken. "Ja, Mann. Du bist uns einmal zu viel in die Quere gekommen.", ergänzte Adam, der plötzlich neben der Wasserstoffblondine auftauchte. Und auch der stets muffig dreinblickende Christian schloss sich bald der Runde an. "Moment mal.", sagte dieser aber plötzlich und entnervte somit seine weibliche Mitstreiterin. "Was?!", knurrte sie und war kurz davor, ihm die Waffe an die Schläfe zu drücken. "Da fehlen zwei!", schrie Christian ebenso zornig zurück, da das unerwartete eingetroffen war, und urplötzlich schrieen auch ihre zukünftigen Opfer los.
    Ja, es war Prue, die versucht hatte, Dana davon abzuhalten, doch es war bereits zu spät: Der Bogen war gespannt und die Blonde Frau aufmerksam geworden. Sie blickte Dana mit einer beispiellosen Leere in die Augen ... nur um dann die Waffe auf sie zu richten und blitzschnell abzudrücken. Ein Schuss lies die wenigen sitzen gebliebenen Vögel in den umgebenden Bäumen davon flattern, nicht zuletzt, weil Chase und Piper aufschrieen, als Dana den gespannten Bogen fallen lies und sich kurz darauf selbst nicht mehr aufrecht halten konnte.
    Prue nahm nur noch eine unheimliche Stille wahr. Eine Stille, in der nur noch ihre Gedanken eine Stimme hatten. Lauft., rief es in ihrem Kopf plötzlich, Lauft!, und die Älteste Halliwell warf einen befehlenden Blick zu ihrem langjährigen Freund, dem sie diese Nachricht mitteilen wollte. Chase bemerkte sie nicht, doch er hatte ohnehin dieselben Gedanken: Er nutzte die Gelegenheit der abgelenkten Angreifer, schnappte Debby und Piper an jeweils einem Arm und rannte mit ihnen in den Wald. Beide wehrten sich, doch er wusste, dass sie keine Wahl mehr hatten. Die blonde unter den Wahnsinnigen bemerkte den Fluchtversuch bald, schoss nach ihnen, traf allerdings nur einen Baum, dessen Rinde sich verabschiedete. Adam wollte ihnen folgen, doch sie winkte ab: "Nimm sie.", sagte sie trocken und deutete auf die am Boden liegende Dana.
    Prue und Pat begriffen, dass auch sie alleine nichts mehr ausrichten konnten. Trotzdem wollte es gerade Pat nicht wahrhaben. Sie alle waren ihm ans Herz gewachsen - auch Dana - und nun sollte er sie zurücklassen? "Nein!", rief er frustriert, doch Prues Blick überzeugte ihn plötzlich. Auch sie war nicht glücklich, ihre Freundin zurückzulassen. Auch sie wollte viel lieber hier bleiben, um diesen Verrückten zu zeigen, wo der Hammer hängt. Auch sie wollte endlich Rache nehmen. Doch es hatte keinen Zweck mehr. Schweren Herzens drehten sich also beide um und rannten in entgegengesetzte Richtungen in den Wald hinein. Ihr Plan gelang; Die Blonde schwankte, nach wem sie zielen sollte, und schoss am Ende nach keinem von beiden. "Na toll. Sie sind schon wieder entkommen.", schnaubte Adam über diese Tatsache und rieb sich nun das erste Mal über den schmerzenden Rücken, "Wir hatten noch nie solche Gegner." "Unterstehe dich!", raunte ihn Christian sofort an, "Sie sind Opfer! Keine Gegner!" "Haltet die Schnauze.", mischte sich die Blonde mit ihren typischen, trockenen Kommentaren ein weiteres Mal ein und nötigte Christian und Adam dann, die zurückgebliebene Frau aufzuheben. "Wir haben was wir wollten. Nun lehnen wir uns zurück und genießen die Show." "Ja, Boss.", antworteten Adam und Christian, wenn auch etwas widerwillig, im Chor, bevor sie sich auf den Rückweg machten.


    Oh und ich muss nun doch noch mal loswerden, dass ich mein Versprechen gehalten habe *stolz bin*. Zwar fehlt nicht mehr viel und die "Deadline" wäre abgelaufen aber psssssttt :clown:
    Ich versuche, mich mit dem nächsten Teil ranzuhalten, okay? :)
     
  4. Sandy

    Sandy Well-Known Member

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    AW: [Charmed] - Blutdurst

    oh sorry, hab den neuen Teil erst jetzt bemerkt. Freu mich total, dass es wieder weiter geht :D

    So nun mein fb :lol:
    Dieser Teil ist dir mal wieder super gelungen. Zuerst die ruhigen Szenen am Lagerfeuer und die kleine Atempause für die Leute waren toll. Aber jetzt gibts ja wieder richtig Aktion *g*
    Die Idee, dass zwei der Mörder Piper u. Debby im Zelt einsperrten und sie dann versuchten sie so durch die gegend zu schleppen -> einfach grandios :D
    Der ganze Angriff der drei Irren war mal wieder super. Tja und nun sind sie shcon wieder eine weniger, denn nun ist auch noch Dana tod.

    Bin schon sehr gespannt wie es wohl weitergehen wird. Also, schnell weiterschreiben *gg*
     
  5. Flöckchen

    Flöckchen Member

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    AW: [Charmed] - Blutdurst

    Eigentlich kann ich mich Sandy nur anschließen.
    Toller Teil, der schon wieder auf ne Fortsetzung wartet *zwinker* :D
     
  6. Phoenix

    Phoenix Well-Known Member

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    AW: [Charmed] - Blutdurst

    Danke, ihr Zwei, für euer Feedback! :)
    Freut mich sehr, dass ihr die letzten Teile der FanFiction noch verfolgen wollt - ich hoffe, ihr werden auch weiterhin nicht enttäuscht! Hier (etwas schneller als sonst, oder? ;) ) die Fortsetzung!


    Pat seufzte erleichtert, als er endlich bekannte Gesichter vor sich sah. Seine Beine, die die ganze Zeit über nicht zum Stillstand kommen wollten, weil er Angst hatte, verfolgt zu werden, stoppten nun abrupt. Die letzten Meter, die ihn in eine gewisse Hörreichweite bringen würden, wurden zur Qual, doch als er dann doch endlich mit seinen Leidensgenossen sprechen konnte, ohne seine Worte durch den gesamten Wald brüllen zu müssen, zögerte er keine Sekunde mehr: "Geht es euch gut?!", fragte er und kniete sich zu den beiden Frauen herunter, die beide außer Atem schienen. "Phoebe?", fügte Pat hinzu, als er ihr schmerzverzehrtes Gesicht wahrnahm. "Was ist mit den anderen?", fragte die keuchende Shannon aber dazwischen und packte Pats Arm, als würde sie nach Halt suchen, "Wo sind sie?" "Keine Ahnung, Shannon.", erwiderte Pat und schüttelte den Kopf, "Aber sie sind in Sicherheit." - er ließ seinen Blick einen Atemzug lang schweifen - "Zumindest größtenteils ..."
    Wie auf Kommando blickte nun auch Phoebe erstmals auf und Pat war sich sicher, dass sie sein Murmeln auch noch gehört hatte. Mit großen Augen voller Furcht blickte sie den jungen Mann an: "Was meinst du damit?"
    Pat zögerte, doch ihm war sofort klar, dass jetziges Schweigen eine sinnlose Zeitverschwendung darstellte, da Phoebe ohnehin aufgeregt war und sie auch ein schonendes Beibringen nicht beruhigt hätte. "Sie ... haben Dana.", sagte er also sofort, stotterte dabei allerdings leicht. Pat wagte es nicht, Phoebe noch weiter in die Augen zu sehen und er senkte seinen Blick. Beschämt, weil er sich als Versager fühlte.
    Anders als erwartet, behielt Phoebe ihre Nerven. "A-Aber sie ist nicht tot?", fragte sie nach und Gott sei Dank - wie sie fand - schüttelte Pat den Kopf. "Dann besteht Hoffnung.", sagte die jüngste Halliwell und quälte sich auf die Beine. Ihr wurde schwindelig, doch Shannon war sofort an ihrer Seite und agierte ein weiteres Mal als Stütze. Phoebe bedankte sich, doch Shannon wollte nur eines wissen: "Wie meinst du das?" "Wir müssen sie retten.", schnellte es aus zweier Münder gleichzeitig, sodass es Shannon einen Moment die Sprache verschlug. Phoebe bemerkte, dass ihr Griff locker ließ. Sie lief rückwärts. "Das kann doch nicht euer Ernst sein.", sagte sie in nüchternem Tonfall. Phoebe holte bereits Luft, doch da machte Pat einen Schritt nach vorne: "Wir können sie nicht im Stich lassen." "Aber, wenn wir Hilfe holen-" "Vielleicht finden wir nie wieder zurück, oder es ist bereits zu spät. Shannon!", Pat streckte seine Hand nach ihr aus und warf ihr einen bedeutsamen Blick zu.
    Phoebe konnte Shannons Gehirn förmlich rattern hören, man sah es in ihren Augen, dass ihr innerer, egoistischer Schweinehund einen erbitterten Kampf mit dem selbstlosen Engel führte. "Phoebe.", drehte sie sich nun zu der Brünetten, "Du bist verletzt!", sagte sie bestimmt, aber doch fragend. Ihre Augen wurden groß, als Phoebe ihr postwendend ein "Na und?" entgegen schmiss und in ihren Augen irr lächelte, "Versteh mich nicht falsch, ... Shannon, ich ... bin nicht lebensmüde.", versuchte sich die noch immer erschöpft keuchende Hexe zu erklären, "Bloß könnte ich mir niemals verzeihen, wenn ich jetzt gehe - nur an mich denke - ... und dabei meine Freundin ihrem Schicksal überlasse. Außerdem sind meine Schwestern auch noch da draußen! ... Und wie ich die beiden kenne, werden auch sie nicht einfach ... davon laufen."
    Pat nickte. Erst gestern hätte er Shannon wahrscheinlich guten Gewissens bei der Hand genommen und mit ihr den Wald verlassen. Doch jetzt, da er Phoebes größere Schwester erlebt-, ihren Kampfgeist gesehen- und seine eigene Lektion erhalten hatte, wusste er, wie dringend sie Dana retten- und ihre drei Verfolger kampfunfähig machen mussten. Sie oder wir., dachte der Dunkelblonde und erhob entschlossen seinen Kopf, wollte er seine Gedanken Shannon doch mit einem simplen Blick mitteilen, da Phoebe ohnehin alle passenden Worte gefunden hatte.
    Und es schien ihm tatsächlich zu gelingen. "Na schön ... Bringen wir es hinter uns!", sagte Shannon und wollte die verloren gegangene Zeit scheinbar wieder gut machen: Schnurstracks marschierte die Schönheit in die Richtung, aus der sie ursprünglich gekommen waren und verblüffte damit Phoebe, die überrumpelt hinterher starrte. "Na komm.", ließ sie sich erst von Pat bitten - und ihr verblüffter Blick war auf einmal ihm zugewandt: "Wieso, Pat? Ihr wolltet doch mit dem Streifenwagen abhauen, oder nicht?" "Ja, ich wollte das. Aber Piper ... sie hat mich überzeugt.". Phoebe seufzte schwer. Ihre Schwester war nicht mal halbwegs in ihrer Nähe und doch hatte sie ihr wie so viele Male aus der Patsche geholfen. Denn Phoebe wusste, dass sie nicht fähig gewesen wäre, Shannon und Pat zu überzeugen. "Danke, Piper ...", murmelte die nun gequält lächelnde Hexe gen Himmel bevor sie sich endlich selbst in Bewegung setzte und ihren beiden Gefährten Folge leistete.
    _____​

    Chase raste, als sei der Teufel selbst hinter ihm her. Doch genau so fühlte sich der junge Mann seit ein paar Sekunden auch. Die Angst, getötet zu werden, so wie Dana, hatte ihn vollends paralysiert. Sein gesamter Körper schrie bei dieser starken körperlichen Betätigung zwar enorm auf, aber nicht laut genug, um seinen übermächtig gewordenen Überlebenstrieb zurück in den gesprengten Käfig drängen zu können.
    Das schaffte erst Piper: "Verdammt, lass mich los!", schrie sie, so laut, dass Chase unverhofft zusammen zuckte und nur noch bedingt mitbekam, dass sich die junge Hexe aus seinem Griff gelöst hatte. Drei lange Schritte rannte er mit Debby noch, dann erst begriff er, was passiert war und blieb stehen. Die Wucht des abrupten Stillstands ließ auch Debby unsanft zu Boden gehen, sodass sich Chase beim Anblick der beiden am Boden liegenden zwangsläufig in die Vergangenheit zurück versetzt fühlte. "Wir müssen weiter!", rief er sogleich angespannt.
    Seine Stimme verstärkte Pipers Übelkeit, die durch den harten Fall auf ihre wunde Schulter zurückgekommen war. Trotz der starken Atemlosigkeit, die ihr Körper dem ungewollten Sprint zu verdanken hatte, und den Gedanken, einfach den Schmerzen entfliehen zu wollen, war es ihr möglich, sich zu fangen und ihr Gesicht zu einer Grimasse zu verziehen. Genervt - gar angewidert - schüttelte sie den Kopf und blickte Chase entschlossen in die Augen.
    "Wir hätten niemals gehen sollen ...", nahm ihr Debby auf einmal die Worte aus dem Mund und senkte sofort beschämt den Blick, als ihre Begleiter sie jäh ansahen. "Hast du nicht gesehen, was sie Dana angetan haben?", fragte sie Chase, der nicht fassen konnte, solche mutigen Worte ausgerechnet vom Angsthasen der Gruppe zu hören, "Prue hätte es auch nicht anders gewollt, Piper!", wandte sich der junge Mann danach dem Häufchen Elend zu, das trotz allem noch den Kopf geschüttelt hatte. Chase bewunderte die Schwester seiner besten Freundin ... würde sich aber auch nicht wundern, wenn sie, nach allem, was sie in den letzten Tage durchgemacht hatte, in der nächsten Minute einfach tot umfallen würde. Dann wäre es dahin mit dem Heldentum und niemanden war geholfen!
    "Sie würde a-aber zurückkommen.", sagte Piper und erschrak selbst, beim Klang ihrer furchtbar zittrigen Stimme. "Piper, ...", sagte Chase daraufhin ruhig und näherte sich ihr, "Sei doch vernünftig." Doch die Hexe schüttelte erneut sofort den Kopf, was ihn ärgerte. "Sturheit ist eine Sache, aber Dummheit ... !" "Aber irgendwie hat sie auch Recht.", brachte sich Debby wieder ein, die nun die Arme vor der Brust verschränkte und trotz ihrer normalen Schüchternheit erschreckend ruhig wirkte, "Wir hätten uns nicht schon wieder von den anderen trennen sollen ...", ihr Blick lag nun auf dem Boden, von dem sie sich eigentlich längst wieder erhoben hatte.
    Piper wusste wieso. Sie seufzte, dann nahm sie alle Kraft zusammen, die sie noch hatte. Sie wusste, dass es nicht viel war, doch es reichte tatsächlich aus, um sich halbwegs aufrecht aufstellen zu können. Der erneute Druck auf ihren mitgenommenen Arm ließ sie trotzdem stark autschen - Piper sah nur aus dem Augenwinkel, dass Chase und Debby beim Anblick ihres Rückens die Gesichter verzogen. "W-wenn ihr gehen wollt ...", sie vollführte einen schwungvollen Wink in die entgegengesetzte Richtung, der ebenso verständlich war, wie die Worte, um die sie sich damit erleichtert hatte. Dann lief sie, den blutverschmierten Arm mit dem linken haltend, davon. Was hieß "lief", es war mehr ein Stottern, ein Krackseln, ein Fleuchen. Sie würde nicht weit kommen.
    Chase stiegen die Tränen in die Augen, als er das realisierte. Wie konnte er so egoistisch sein, angesichts einer Piper, die vielleicht etwas naiv war, aber an die äußersten Grenzen ihrer selbst ging, nur um ihre Freunde und Schwestern zu retten? Er wollte nicht sterben. Doch könnte er mit einer solchen Last leben, seine Freundinnen zweimal in Folge im Stich gelassen zu haben? Und konnte er damit Leben, Piper jetzt allein gehen- und sie somit in den sicheren Tod laufen zu lassen? "Nein.", sagte er laut, um sich ein gewisses Selbstwertgefühl zurück zu geben, "Das kann ich nicht.", und folgte dann seiner Freundin, der er bald beim Gehen half, bevor diese es überhaupt merkte. Ja, Prue würde dasselbe tun., dachte er, als er Piper in die Augen sah, die der ihrer Schwester in diesem Augenblick so ähnlich waren. Sie würde genau dasselbe tun und mir in den Arsch treten, wenn ich zulasse, dass ihrer Schwester etwas passiert., dachte Chase weiter und musste lächeln. Die Brünette, deren Körpergewicht er maßgeblich trug, sah ihn einen Moment verwirrt an, sehr wahrscheinlich irritiert, über den schnellen Meinungswechsel des Mannes. Dennoch war sie wenig undankbar: sie lächelte, erschöpft und sanft zugleich, nickte und setzte ihren ausgewählten Weg mit Chases Hilfe fort.
    Zurück blieb Debby, die ebenfalls von Pipers Aufopferungsgabe-, ihrem Heldenmut, den sie sich für sich selbst immer gewünscht hatte, beeindruckt war. So sehr, dass sie gar nicht mitbekam, dass sich ihre Gefährten langsam aus ihrer Sichtweite entfernten. Nach einiger Zeit war es ihr dann aber doch möglich, sich endlich aus ihrer Starre zu lösen. "H-Hey-" - rief sie und rannte los - "Wartet auf mich!"
    _____​

    Prues Beine kamen derweil in einem anderen Teil des Waldes zum Stillstand, weil sie sich nun sicher war, nicht verfolgt zu werden. Kurz lehnte sie sich nach vorne, stützte die Arme auf die Knie, umein- oder zweimal tief durchatmen zu können. Dann vernahm sie ein Knacken - Holz, das unter schweren Füßen zerbrach! -, das sie reflexartig die Luft anhalten- und in die richtige Richtung aufblicken ließ.
    Was sie sah, verschlug ihr zunächst die Sprache. Dann weckte es einen unwahrscheinlichen Zorn in ihrem Innern, eine wilde Bestie, die sie nicht bändigen konnte - nicht bändigen wollte. Prue angehaltener Atem setzte wieder ein, deutlich schneller als zuvor, als sie mit entschlossenen Schritten in die Richtung des Geräuschen trabte. Alles, was nicht niet- und nagelfest war, ging unter ihren Füßen zu Bruch. Und so merkte auch bald CJ, dass er nicht mehr alleine war ...


    Wie ihr seht, habe ich mich dazu entschieden nochmal einen "ruhigen" Teil einzubringen. Was aber nicht heißt, dass es kein Grand Finale gibt! :) Fortsetzung folgt.

    Oh und was Dana angeht ... möchte ich auf Phoebes Worte verweisen ;)
     
  7. Sandy

    Sandy Well-Known Member

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    AW: [Charmed] - Blutdurst

    Wow, das ging diesmal wirklich fix :D Entäuscht?!?! Niemals *gg*

    Der neue Teil von der genialsten Story hier im Forum (zumindest von denen die ich bis jetzt gelesen habe^^) ist dir mal wieder super gelungen. Bin schon total neugierig auf die Fortsetzung, aber es stimmt mich auch richtig traurig, dass du immer von einem Ende redest!!!! Von mir aus könnte die Story ewig weitergehen *gg*
     
  8. Phoenix

    Phoenix Well-Known Member

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    AW: [Charmed] - Blutdurst

    Letztes Mal fix, dafür hat's dieses Mal wieder länger gedauert xD sry, aber mein Abi ist mir dann doch wichtiger (in 3 Wochen hab' ich's dann aber auch geschafft :) ).

    Wow, das ehrt mich richtig - danke Sandy! Aber auch die besten Stories müssen mal enden ;) Danach würde ich dir empfehlen, dich durch "Licht & Schatten" zu kämpfen, insofern du genügend Zeit etc. dazu hast :) Die FF ist nämlich deutlich länger und wird (endlich!) fortgesetzt, wenn ich hier mit Blutdurst durch bin.

    Jetzt aber erstmal der neue Teil! Viel Spaß!


    Unsanft knallte er mit dem bloßen Rücken auf die raue Rinde der Kiefer, sodass er für einen Augenblick - beeindruckt von Prues unerwarteter Stärke - innehielt und die Frau einfach ansah. "Du willst also abhauen!", schrie sie ihn an und CJ war klar, dass es sich hierbei bloß um eine rhetorische Frage handelte. "Prue-", setzte er an, doch die Schwarzhaarige unterbrach ihn, indem sie den am Kragen gepackten einen halben Meter zurückzog nur um ihn dann erneut an den Baum zu schleudern. "Entschuldige mal - das tut weh!", rief nun CJ und stieß die Hexe mit aller Kraft zurück, sodass er wieder frei war. "Ja? So sehr, wie die Wunden meiner Schwestern, oder die von Pat, deinem besten Freund?! Oder die von Dana, die angeschossen worden ist, weil sie nicht wie ein feiger Hund davongelaufen ist?!" "Was soll das denn heißen?!" Prue musste plötzlich, auch von ihr unerwartet, grinsen. "Weißt du, eigentlich dachte ich, du wärst ein ganz anständiger Kerl ..." - ihr Blick wurde wieder ernst, bevor sie sich herumdrehte - "Wie man sich täuschen kann.". Wieso eigentlich Zeit mit ihm verschwenden?, schoss es ihr plötzlich durch den Kopf und sie machte den ersten Schritt.
    "Sieh' das Ganze doch einmal realistisch.", murrte ihr CJ aber zu, sodass sich Prue dazu gezwungen sah, doch noch einmal stehen zu bleiben. "Was?!", fragte sie ungläubig und zog eine Miene, die CJ einen eiskalten Schauer über den Rücken jagte. "Wir brauchen Hilfe. Wir können diese Typen nicht alleine aufhalten ...", sagte der Dunkelhäutige nun ruhig. Er senkte den Blick und wartete. Darauf, dass Prue etwas von sich gab, doch das tat sie nicht. Eine schier endlose Weile verharrte CJ - dann brach es aus ihm heraus: "Ich will nicht sterben!", schrie er die Hexe an, in der Hoffnung, sie würde endlich verstehen. Ihm war egal, was die Leute von ihm dachten, bloß als weltgrößtes Arschloch - für das Prue ihn offensichtlich hielt - wollte er auch nicht gehandelt werden.
    "Glaubst du denn, das will auch nur einer von uns?!", war aber die knüppelharte Antwort Prues und CJ realisierte plötzlich, dass er bei Prue nichts mehr gut machen konnte. Bilder der Vergangenheit schossen plötzlich vor seinem inneren Auge vorbei und er begann zu verstehen, wie egozentrisch er sich verhalten hatte. Immer ging es nur um ihn, selbst seinen besten Freund war er im Begriff zu verraten.
    Prue packte ihn plötzlich wieder am Kragen seines Hemdes - noch grober als zuvor - und schliff ihn schneller mit sich als sein Gehirn das alles verarbeiten konnte. "H-Hey - was wird das?!", fragte der junge Mann, der nur stolpernd folgen konnte. "Du kommst mit, egal ob du nun willst, oder nicht. Und wenn du schon nicht an mich und meine Schwestern und Dana denken willst, dann doch wenigstens an deine Freunde."
    _____​

    Christian durchfuhr ein schmerzhafter Blitz, als er Dana von seinen Schultern auf den Boden verfrachtete. Für einen kurzen Moment blieb er einfach nur stehen und atmete tief ein - dann bemerkte er, dass Adam ihn erwartungsvoll ansah. "Was glotzt du denn so blöd?! Los, mach' sie fest, du verdammter Idiot!", meinte der Angeschlagene genervt und lief dann langsam Richtung Hinterraum. Adams Augen folgten ihm erst und schnellten dann zu seiner blonden Gefährtin, die an der Wand lehnte und mit der Pistole spielte. Er sah wie sich ihre Augen, die ebenfalls Christians Gang verfolgt hatten, verengten - und dann plötzlich ihn anstarrten. "Bist du taub? Mach' schon!", schrie sie und machte sich dann auf, Christian zu folgen. "Wieso immer ich?", murmelte Adam frustriert, seufzte und tat erst dann, was ihm bereits zum zweiten Mal aufgetragen worden war.
    Im Hinterraum hielt Christian bereits das in der Hand, was er so dringend benötigte. Er lächelte und wunderte sich einen Moment darüber, wieso Rot als Farbe der Aggression galt, wenn sie für ihn doch momentan nichts weiter als Beruhigung mit sich brachte. "Prost.", sprach er mit sich selbst, während er den Deckel des Einmachglases abschraubte und danach einen kräftigen Schluck der belebenden, wie er fand, Flüssigkeit nahm; mehr schaffte er nicht, bevor ihm das Glas aus der Hand gerissen wurde. "Hey!", rief er sofort aus und fletschte seine Zähne. Das Blut auf diesen schuf ein Bild seines inneren Wesens; Christian sah aus, wie ein blutlüsterner Vampir.
    "Was fällt dir ein!", rief jedoch der Dracula unter der Vampirfamilie und packte Christian an seinem Kragen und hob ihn ohne Mühe mit einer einzigen Hand an, um ihn einige Meter zurückzuschleudern, weg von dem kostbaren Gut. "Man, komm schon, ich bin am Ende ...", versuchte Christian sich zu erklären und hob abwehrend die Hände, als die blonde Furie bereits wieder ihr Gesicht verzog und sich einen Schritt näherte. "Glaubst du, das interessiert mich?! Du bist nicht wichtig, Christian. Entweder du reißt dich zusammen, oder du hast Pech gehabt!" und mit diesen finalen Worten, packte sie ihren Mitstreiter erneut am Kragen, um ihn dieses Mal aus dem Zimmer zu stoßen. Christian verzog dabei das Gesicht und Adam, der sich plötzlich wieder im selben Raum befand, vermutete, dass sich Christian nach einem solchen Machtwort auch unter normalem Gesundheitszustand nicht mehr gewehrt hätte ...
    _____​

    "Da vorne ist es ...", flüsterte Phoebe ehrfürchtig. Ein kalter Schauer jagte über ihren Rücken, als sie sich daran erinnerte, was das letzte Mal passiert war als sie sich eher zufällig hierher verirrt hatten. "Ja ...", sagte Pat in selbigen Tonfall, das aber auch nur, um die todbringende Stille wenigstens für einen kurzen Moment zum Schweigen zu bringen. Aufmerksam ließ er seinen Blick durch die Gegend wandern, als würde er eine Landkarte in seinem Gedächtnis aufzeichnen. Dabei bemerkte er erstmals, dass hinter dem Haus der drei Irren allem Anschein nach auch ein Abhang lag, denn trotz seiner Größe war es Pat nicht möglich, ab einer bestimmten Hügelgrenze noch irgendeine Art von Boden zu sehen; es musste ein Kliff sein.
    "Wieso sind wir schon hier?", zischelte Shannon, die jetzt an Pats Hemd zog, um ihn aus seinem merkwürdigen Trance-Zustand zu befreien, "Wir sollten erst die anderen suchen." "Ja, sie hat Recht, Pat. Außer uns weiss nur Piper, wo sie sich verstecken ...", gab nun auch Phoebe zu bedenken, die stark keuchte als sie sich aus ihrer gebückten Haltung wieder aufstellte. Pat grummelte widerspenstig. Er sann allmählich auf seine Rache - immerhin hatten diese Unmenschen seinen besten Freund seit der High School auf dem Gewissen! Langsam hatte er es satt, zurückzustecken, Pat wollte endlich Michaels Tod rächen, denn das war er seinem Kumpel schuldig. "Na gut.", wollte er dann aber doch sagen. Allerdings mischte sich wie so oft zuvor auch jetzt eine unerwartete, dritte Stimme ein, die ihn zu seinem Glück unterbrach: "Wird nicht nötig sein."
    Phoebes Augen wurden groß, da ihre Schwester sie ein weiteres Mal überraschte: "Wie hast du uns gefunden?", erkundigte sie sich und umarmte den einen der beiden Neuankömmlinge dabei stürmisch, trotz aller Verblüffung nicht gerade unglücklich, ihre große Schwester zu sehen. "Ich schätze, ich bin ganz gut im Fährtenlesen geworden.", zuckte Prue interesselos mit den Schultern, denn jetzt war es viel wichtiger, Phoebe an ihr Herz zu drücken, "Bin ich froh, dass du ... nicht weiter verletzt wurdest." "Jaahh ..." - Phoebe grinste etwas - "So leicht wirst du mich jetzt nicht mehr los.", und sie klopfte sich mit der flachen Hand auf die Brust, sodass sich ihre Stimme für einen Moment seltsam verzerrt anhörte. Eigentlich war ihr nicht danach, doch die älteste Halliwell-Schwester musste lächeln. Phoebe verstand es, die unwitzigsten Situation aufzulockern und für ein wenig Heiterkeit zu sorgen. Und das trotz eines faulen Beines, das mittlerweile nur noch nach unnutzer Last aussah. Das Blut hatte sich zwar zu einer dunkelroten Kruste verwandelt, die allgemeine bläuliche Verfärbung Phoebes Haut im Bereich der Wunde ließ aber nichts Gutes vermuten. "Wir schaffen das schon. Irgendwie.", murmelte Phoebe, der der prüfende Blick Prues natürlich nicht entgangen war, ihrer Schwester plötzlich ins Ohr, "Wir sind schließlich die Mächtigen Drei ...!". Prue lächelte ein weiteres Mal und nickte flüchtig. Sie drückte ihre kleine Schwester ein letztes Mal an sich, dann blickte sie sich um und registrierte die fehlenden Personen. Nun gut., dachte sich die Schwarzhaarige, Immerhin sind sie zusammen.
    Ein paar Sekunden vergingen, bis plötzlich ein entferntes Knirschen ihre Ohren wie die eines Luchses in sekundenschnelle aufstellten. Mehrere Köpfe wirbelten in ein- und dieselbe, richtige Richtung; das Waldinnere. Trotz der allgemeinen Anspannung, die deutlich wahrzunehmen war, war Prue froh, dass niemand in Panik zu verfallen schien. Das war auch gar nicht nötig, denn das Geräusch mussten Chase und Piper gausgelöst haben, als sie gemeinsam einen morschen Ast, der schlicht und ergreifend zur falschen Zeit am falschen Ort verweilt hatte, zertraten. "Oh mein Gott-", keuchte Phoebe, die den Atem angehalten hatte und nun die drei Neuankömmlinge anstarrte, als würden sie direkt vom Mars kommen. So viel Glück auf einmal konnte sie nicht so schnell verarbeiten, aber als sie es tat, war sie äußerst froh, sich endlich selbst ein Bild über das Wohlbefinden ihrer Freunde machen zu können: Sie schienen tatsächlich unverletzt - zumindest von der letzten Attacke - aber dennoch fiel ihr auf, dass nicht nur ihre Schwester langsamer geworden war, sondern auch ihre beiden Begleiter, die von ihren Freunden begrüßt wurden, während Piper sich langsam ihrer Familie näherte. Prue war sofort an ihrer Seite und strich ihrer großen kleinen Schwester sanft über die dreckige Wange, Phoebe klopfte ihr nur ton- und kraftlos auf die unverletzte Schulter. "Wir sind die Mächtigen Drei ...", flüsterte nun auch Piper als könnte sie Gedanken lesen und Prue nickte erneut ... ihre Schwestern hatten Recht: Sie mussten sich stellen, um all dem endlich ein Ende zu bereiten.
    _____​

    "Also stürmen wir einfach rein?"
    "Bist du verrückt?! Wie kommst du denn auf so eine bescheuerte Idee!"
    "Na ihr seid doch diejenigen, die unbedingt eine weitere Abreibung brauchen. Da ich aber noch nichts von irgendeinem Plan gehört habe, habe ich mir einfach mal die Freiheit genommen, mir den Rest zu denken."
    Ein allgemeines Stöhnen ging durch die Runde, wodurch Prue nur noch mehr ihre Miene verzog. Höchstwahrscheinlich hätte sie CJ gepackt und in das nächstgelegene Gebüsch katapultiert - wenn sie sich nicht hätte eingestehen müssen, dass CJ Recht hatte; sie hatten keinen Plan. Pat schien das ebenso wenig zu gefallen wie ihr selbst, denn er war im Begriff seinem Kumpel erneut Kontra zu geben - als plötzlich Piper vor die gesamte Truppe trat und seltsamerweise sofort alle Aufmerksamkeit auf sich vereinte: "Phoebe, Pat und ich gehen vor und schnappen uns erst einmal ein paar Waffen. Das schränkt sie ein und wir haben etwas zur Verteidigung."
    "Wie stellst du dir das vor?", Shannon riss empört ihre Hand vor ihren Mund und auch Prue war keinesfalls einverstanden: "Ihr könnt nicht einfach so dort hinein spazieren. Und wieso ausgerechnet ihr- ihr seid verletzt!" "Vielleicht. Aber wir sind auch die einzigen, die wissen, wie es dort drin aussieht. Und nein, wir werden nicht reinspazieren, sondern sie natürlich vorher ablenken-", sagte Phoebe und begann plötzlich, ohne Vorwarnung, schelmisch ihre nächstgrößte Schwester anzugrinsen ... "Stimmt' s, Schwesterherz?" ... und warf ihren Arm um Piper, die bloß vielsagend nickte. Phoebe verstand sie in solchen Dingen immer, nicht umsonst hatte Grams sie öfter für ihre kleinen Streiche und Diebesaktionen bestrafen müssen. "Dann hätten wir das geklärt.", verkündete die Jüngste der Gruppe. Sie schien sich ihrer Sache bereits sicher.
    "Ihr könnt uns doch nicht einfach so übergehen!", schrie Prue allerdings empört. Ihre Augen klitzerten dabei - ihren Schwestern war sofort klar, dass es um mehr ging. "Aber das machen wir doch gar nicht.", erwiderte Piper ruhig und drehte sich zu Pat, der überrascht wirkte: "Bist du einverstanden?" "Machst du Witze? Wenn ihr zwei Mädels euch so in den Kampf schmeißt ... was für ein Mann wäre ich, wenn ich jetzt meinen Schwanz einziehen würde?!", Pat schüttelte mehrfach den Kopf, so absurd war diese Frage in seinen Ohren. Die Schwestern lächelten ihn an, doch seiner Freundin traten plötzlich Tränen in die Augen. Schnell näherte sie sich dem Braunhaarigen: "Aber Pat ... !", flüsterte sie alsdann aufgelöst, nahm seine Hand und blickte tief in seine helle Augen, wahrscheinlich in der Hoffnung, ihn umstimmen zu können. "Keine Sorge, Schatz, ich komme zurück.", murmelte der große Mann bloß und versiegelte sein Versprechen mit einem sanften Kuss.
    "Oh man, ich fass es nicht.", grummelte CJ bei dieser Perspektive. Er hatte Debby nie richtig leiden können. Zwar hatte das verklemmte Angsthäschen ausnahmsweise Recht, doch das änderte nichts daran, dass ihm der Anblick des sich küssenden Paares die Galle in den Mund trieb. "Und dann?", fragte er die jungen Schwestern, nicht zuletzt um sich selbst abzulenken, damit er sein leichtes Frühstück nicht doch nicht verlieren musste, "Oder habt ihr noch nicht weiter gedacht?!" Phoebe ächzte genervt. Der Gute wusste einfach nicht, wann es Zeit war, die Klappe zu halten. "Danach werden wir sie überraschen und außer Gefecht setzen. Und dann schnappen wir uns Dana und sind raus aus diesem schrecklichen Wald - reicht dir das CJ?!", und mit diesen scheinbar letzten Worten nahm sie ihre Schwester und Pat an der Hand, völlig ungeachtet dessen, dass sie sich mit Prue und Debby unterhalten hatten. "Lasst uns gehen.", sagte der Hitzkopf dabei nur und Piper warf einen letzten, wehmütigen Blick zurück zu ihrer großen, vernünftigen Schwester.
    Prue dachte dasselbe wie sie; hoffentlich war es nicht der letzte Blickkontakt ...


    Und? Die Länge entschuldigt für die lange Pause, oder? *g*
    Und jetzt geht der Spaß erst richtig los ... ^^
    Habe schon mit dem nächsten Teil angefangen - spätestens in 3 Wochen geht es weiter!
     
  9. Flöckchen

    Flöckchen Member

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    AW: [Charmed] - Blutdurst

    oh wow. ich liebe diese FF
    Hast wieder einen super tollen spannenden Teil gezaubert.

    Weiter so *g*
     
  10. Sandy

    Sandy Well-Known Member

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    AW: [Charmed] - Blutdurst

    Ich liebe diese Story soooooooooooooooooooooooooooooooo =) Ich kann einfach nicht genug davon kriegen… Vielen, lieben dank nochmal, dass du dich damals doch noch dazu entschlossen hast, diese FF allein fertig zu schreiben. Wäre echt jammerschade gewesen, wenn du es nicht getan hättest. x

    Dieser Teil war wieder richtig schön u. spannend… Freut mich, dass sie alle wieder zusammen gefunden haben u. sich nun richtig wehren/ rächen wollen u. vorallem Dana befreien… Du hast wiedermal einen richtig spannenden Punkt gefunden aufzuhören :-( Deshalb muss ich dich wieder bitten, ganz schnell weiterzuschreiben *g* Denn jetzt wirds richtig spannend, wenn sie in die Hütte eindringen u. Waffen klauen wollen :rofl: .
     
  11. Phoenix

    Phoenix Well-Known Member

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    Dankeschön! Freut mich immer wieder zu hören/lesen, dass euch die Story gefällt :)
    Demnach bin ich auch froh, dass ich mich damals nochmal aufgerafft habe ... ;)

    So, es geht weiter, aber nur mit einem kleinen Vorgeschmack auf das, was noch kommt ...


    "Also.", flüsterte Pat, während sie sich langsam aber sicher endgültig dem heruntergekommenen Haus näherten, das fast den Eindruck machte als stünde es hier bereits seit dem Mittelalter, "Wie stellen wir's an?" "Hm ...", brummte Phoebe mysteriös, "Naja, ich bin die langsamste von uns.", sagte sie kurze Zeit später und machte eine dramatische Pause, in der sie kämpferisch in eines der dreckigen Fenster starrte, als würde der Teufel selbst ihr zuwinken. Pat und Piper spielten derweil mit ihrer gemeinsamen Verwirrung als Ball Tennis. Als Phoebe nach gefühlten Minuten immer noch nichts sagte, blickte ihre Schwester sie mit gerunzelter Stirn an und fragte ohne große Umschweife: "Soll heißen?"
    "Also gut- Ich werde sie ablenken!", flüsterte die jüngste urplötzlich wild entschlossen und klopfte sich zur Unterstützung leicht auf die Schulter, "Ihr geht rein und krallt euch die Waffen." "Aber-". Doch Phoebe war so dickköpfig, dass sie bereits den ersten Stein an das zuvor anvisierte Fenster geworfen hatte. Piper Herz sank in ihren Fuß - ihr wurde schlagartig schlecht, weil Todesangst ihren Körper durchzuckte. "Phoebe ... !", schimpfte sie tonlos, doch ihre kleine Schwester warf als Antwort nur den nächsten Stein. Dieses Mal, bemerkte Piper, hatte auch Pat mit der Angst zu kämpfen, denn sein ganzer Körper zuckte furchtbar zusammen als das brüchige Glas des alten Fensters zerbrach. Ein Urgebrüll war aus dem Innern der Hütte zu vernehmen und keiner der drei Gefährten war überrascht, dass ausgerechnet Christian als erster aus dem hölzernen Objekt rannte. "Ihr kleinen Mistkröten!", fluchte er mit feuerroter Zornesgrimasse und rieb sich über den Hinterkopf. Phoebe kicherte daraufhin, wofür ihr Piper glatt eine Ohrfeige verpasst hätte, wenn sie nicht zur Salzsäule erstarrt wäre. Wieso zum Teufel hatte sie nur diesen irrwitzigen Vorschlag gemacht?
    "Christian!", schrie plötzlich Adam, der nun ebenfalls aus dem Haus kam, "Wir sollten im Haus bleiben, solange Celina weg ist!", rief er und Piper und Pats Ohren spitzten sich. Auch Phoebe hatte den Hinweis nicht verschlafen und schmiss zwei Steine hintereinander die beide ihr Ziel trafen: Christians Kopf und ein Gebüsch genau vor dem Haus. Der Mann, der langsam Kopfschmerzen bekam, grölte auf wie ein gepiesackter Löwe. In seiner Wut konnte er Adam nicht antworten, wie eigentlich geplant. Stattdessen fiel er auf den Trick herein und hielt den raschelnden Busch für seinen Feind. "Chris!", schrie Adam dem hitzköpfigen Kumpel hinterher, als er letztendlich ohne nachzudenken losrannte, um "den Feind" in die Mangel zu nehmen.
    "Jetzt!", zischte Phoebe sofort, die sich nun ganz klein machte, um nicht doch von Christian entdeckt zu werden. Nur um die kleinen, aber wirkungsvollen Geschosse abzufeuern, richtete sie sich noch auf. Pat und Piper schlichen unterdessen in gebückter Haltung in Richtung ihres Zieles und schafften es tatsächlich die Tür zu erreichen ohne dass auch nur einer von beiden Männer den Hauch einer Ahnung hatte.
    "Das war ja ganz leicht!", zischte der nun lächelnde Pat erfreut nachdem er elanvoll und mit einem einzigen Schubs Fliegen- sowie richtige Tür geöffnet hatte und nun in die ersten Schritte in das Haus machte. Und noch bevor Piper ihren Gedanken diesbezüglich zu Bedenken geben konnte, wurde er von einer anderen Person geklaut: "Zu leicht.", sagte die Wasserstoffblondine trocken und lud ihre Pistole, deren Lauf direkt auf Pats Kopf zielte ...

    To be continued ... :p
     
  12. Sandy

    Sandy Well-Known Member

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    Mal wieder ein toller Teil, der total neugierig auf die Fortsetzung macht :D

    Bin schon tierisch gespannt, wer das nächste Opfer wird^^ (So wie es im moment ausschaut, wird es wohl Pat sein *g*)

    Freu mich schon auf den nächsten Abschnitt deiner tollen Story… :rofl:
     
  13. Flöckchen

    Flöckchen Member

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    AW: [Charmed] - Blutdurst

    oh ja ich freu mich auch schon auf den nächsten Teil :jump:
     
  14. Phoenix

    Phoenix Well-Known Member

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    AW: [Charmed] - Blutdurst

    Weiter geht's! Und die nächste Fortsetzung ist auch schon zu 90% fertig.


    Pipers Herz drohte nun aus ihrem Fuß auszubrechen und aufgrund der angespannten Atmosphäre auf dem Boden zu zerfließen. Diese unheimlichen Fieslinge hatten sie tatsächlich reingelegt, gerade Adam vollkommen unterschätzt ... und nun musste sie den Preis des Untergangs für diesen winzigen Denkfehler bezahlen. Verzeiht uns., flehte Piper in Gedanken ihre draußen wartenden Freunde - und auch Dana, deren Körper angekettet in einer Ecke hing - an und schloss die Augen. Denn dem Tod wollte- und konnte sie nicht in die Augen blicken, erst recht nicht dabei zusehen, wie Pat vor ihr starb ...
    Ein schreckliches Schussgeräusch ließ Phoebe, die Anderen, aber auch Piper, die ihn als einzige hatte kommen sehen, aufschrecken. Die Brünette fühlte sich taub, ihr Körper schien abermals zur Statue erstarrt - doch was war das für ein seltsames Klirren? Spielten jetzt auch ihre Sinne verrückt? Von der Neugier gesteuert, öffneten sich ihre rehbraunen Augen, um das Spektakel doch noch anzusehen, allem Geschrei ihrer Seele zum Trotz. Scherben fielen ihr unmittelbar vor die Füße und waren in einer roten Flüssigkeit eingelegt - Piper wurde wieder schlecht, doch sie hatte in diesem Moment keine Zeit darüber nachzudenken; das Geschrei des Schützen konfiszierte ihre geballte Aufmerksamkeit.
    "Prue!", sagte sie zu ihrem eigenen Erstaunen sofort. Ein siegreiches Schmunzeln, das sie nunmehr zu Genüge gesehen hatte, schien ihr entgehen: Ihre große Schwester Prudence Halliwell stand mit einem simplen Holzbrett über der blonden Angreiferin, deren Schuss wohl ein Gefäß auf dem Tisch getroffen hatte, denn die Flüssigkeit - war das etwa Blut?! - tropfte hier hinunter. Ein weiteres Mal fiel Pipers Blick auf die Blondine. Sie würde nach diesem zweiten Hinterhaltsangriff sicher rasen, wenn sie wieder zu Sinnen kam ...
    "Was denn? Du glaubst doch nicht wirklich, dass ich euch den ganzen Spaß überlasse!" - Piper umarmte sie stürmisch und Prues Stimme wurde ruhiger - "Ich habe mir Sorgen gemacht und mich deshalb durch den Hintereingang geschlichen ... Los, lasst uns die Sachen- und Dana nehmen und verschwinden!" Pat, der trotz einer erneuten Lebensbedrohung mit den Nerven nicht ganz so am Ende schien wie seine abermalige Begleiterin, nickte und griff nach einer Machete während Prue versuchte Piper zu beruhigen und von sich zu lösen. Doch da traf ihn plötzlich ein geworfenes Messer in den Arm. Pats Schrei war laut, aber Pipers übertönte alles - Prue glaubte unter dem unerwartet starkem Griff Pipers zu ersticken. "So leicht nicht!", jointe Christian dem Chor lauter Stimmen. Er und Adam waren wieder zuhause und sie hatten Phoebe, die ihre Hände aus dem festen Griff nicht befreien konnte, als Gast gleich mitgebracht ...
    _____​
    "Scheiße!" Was ist da drinnen los?!", rief Chase und benahm sich dabei wie ein aufgeschrecktes Huhn wie der Dunkelhäutige der Gruppe fand. "Sie haben Phoebe gefunden ...", sagte CJ im leisem, bedauerndem Tonfall, "Und das war Pat, der da so geschrieen hat!!", rief Debby dazwischen, die jetzt mit den Tränen kämpfte. Bei ihrem Anblick überkam es Chase sofort: sein Gesicht wurde ernst und er rannte so dermaßen überstürzt davon, dass es außer CJ keiner so recht begreifen konnte. Zwar griff er noch nach seinem neusten Kumpel, aber trotzdem bekam er den agilen Mann nicht mehr zu fassen. "Wo willst du hin, bist du bescheuert!", schrie er hinterher und schlug vor Frustration gegen den nächsten Baum, "Scheiße, Mann!" "Wonach sieht's denn aus?!", antwortete Chase noch ... "Ich helfe meinen Freunden!" ... dann stand er schon vor der Tür des Hauses.
    Plötzlich rannten auch Shannon und Debby nach kurzem Blickkontakt los, sodass sich CJ nun vollkommen dumm vorkam. "Scheiße!", rief er abermals, wodurch seine Stimme nun eine ungewöhnliche Höhe annahm: "Scheiße, scheiße, scheiße!". Letztendlich konnte aber auch er nicht tatenlos zusehen, als Chase gerade beim Öffnen der Tür einen blutenden Pat in die Arme geworfen bekam und auch die drei Schwestern, kontrolliert von diesen verrückten Steinzeitmenschen, aus dem Haus transportiert wurden, "Gott, steh uns bei!", schrie er nur gen Himmel und holte mit seinen langen Beinen schnell die beiden Frauen ein, sodass sie gemeinsam ankommen würden ...
    _____​
    "Lass mich los!", protestierte Phoebe mit klarer und - wie Piper fand - mutiger Stimme. Doch die Antwort war bloß eine raue, denn Adam, der jetzt scheinbar in seiner vollen Blüte aufging, trat der Aufmüpfigen nur kraftvoll in die Wade, genau auf die Wunde, wie Phoebes markerschütternder Schrei vermuten ließ. Plötzlich war sie ganz still, als sie neben Pat auf dem Erdboden hockte und in sich zusammengekauert gegen einen weiteren Schmerzensschrei, eine weitere Genugtuung für ihren Peiniger, kämpfte ...
    "Unhöriger Wicht.", schimpfe die scheinbare Anführerin giftig, deren Gesicht blutig war, und als dann Adam zu einem weiteren Tritt ausholte, machte Piper, die es nicht mehr ertragen konnte, ihre Schwester leiden zu sehen, einen Satz nach vorne: "Bitte hör auf!", flehte sie. Adam stoppte daraufhin tatsächlich, wohlmöglich aber nur, weil Christian unerklärlicherweise losjauchzte: "Seht euch das an!", prustete er und Prue befürchtete, dass er in seiner Verzückung auch Piper peinigen würde, bloß damit noch mehr der ihn glücklich machenden Tränen fallen würden. Lediglich seine Chefin konnte ihn noch aufhalten.
    CJ, Chase, Debby und Shannon hatten mittlerweile aber die Hütte erreicht und nahmen die geballte Aufmerksamkeit des überhandgewonnenen Trios ein, sodass nicht mal sie in der Lage war, ihm schnell die nächste Anweisung zu geben; Prue vermutete, dass der genervte Blick daher rührte, dass ihr die Kontrolle über den temperamentvollen Christian - ja, der Situation - entglitt.
    Nachdem die älteste Halliwell-Schwester diesen Gedanken gedacht hatte, wurde es für den Bruchteil einer Sekunde dunkel um sie herum. Dieser flüchtige Moment, der bloß ihr wie eine halbe Ewigkeit vorkam, war jener, in der Prue eine Entscheidung fällte. Jener Plan, den sie entwickelt hatte, war nicht ihr bester, im Gegenteil: er beinhaltete große Mängel und noch größere Risiken, die sie im Grunde nicht bereit war einzugehen. Doch in Anbetracht der Tatsache, dass sich die anderen vier nun auch so gut wie hatten fangen lassen, blieb leider keine andere Möglichkeit mehr. Zumindest sah es nicht so aus, als hätte auch nur einer von den vieren den Mut dazu, noch einen weiteren Schritt in Richtung Gefahr zu machen. Prue hoffte bloß, dass ihre Schwester ihr verzeihen würden, wenn sie das alles überleben würden. Irgendwann ...
     
  15. Sandy

    Sandy Well-Known Member

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    AW: [Charmed] - Blutdurst

    Wieder mal eine super Fortsetzung. Bin jetzt schon richtig gespannt, wie der Plan wohl aussehen wird *g* Du schreibst immer so schön spannend, dass man es kaum bis zum nächsten Teil erwarten kann :D
     
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