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[Moonlight] Partner-FF:Touched by Moonlight

Dieses Thema im Forum "FanFiction zu Serien und Filmen" wurde erstellt von Pheebs87, 5 Juli 2015.

  1. Mcleod Daughter

    Mcleod Daughter Well-Known Member

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    Für einen Moment war das berühmte Gemälde vor ihnen vergessen. Sandrine konnte nur an seine Finger denken, die sanft über ihre Haut strichen. Wieder einmal schaffte der Vampir es sie mit der kleinsten Berührung völlig aus dem Konzept zu bringen und noch immer wusste sie nicht, was genau es war was sie so faszinierte. Noch nie hatte sie Ähnliches bei einem Mann gespürt. Sicherlich hatte sie schon Beziehungen gehabt und auch geliebt, doch mit Josef erlebte sie alles noch intensiver. Vorher hatte sie nie an ´Liebe auf den ersten Blick´ geglaubt und auch jetzt zweifelte sie daran, doch wenn sie zurückdachte, erinnerte sie sich, dass zwischen ihnen von Anfang an eine bestimmte Energie vorhanden war. Von der ganzen Zeit danach ganz zu schweigen, zogen die beiden sich von Anfang an auf bestimmte Art und Weise an. In den wenigen Monaten vor ihrer Trennung hatte es immer wieder Versuche gegeben, sich voneinander fernzuhalten, um letztlich doch irgendwie wieder zueinander zu finden. Sie hatten beide verschiedene Seiten an dem anderen gesehen und waren sich auch durchaus bewusst, dass es nicht einfach werden würde. Und doch waren sie bereit, dieses Risiko einzugehen. Denn die Alternative war keine. Die beiden passten einfach perfekt zusammen.

    Und auch jetzt wurde ihr dies wieder bewusst. Ihr Körper schmiegte sich wie selbstverständlich an seinen, als er seine Arme um sie schlang. Und ein weiteres Mal an diesem Tag stellte sie fest, welch eine gute Wahl sie mit dem Kauf dieses Kleides getroffen hatten. Allein die Tatsache, dass es Josef so gut gefiel, machte es auch für Sandrine interessant.
    Sie legte sanft ihre Hand auf seine, die noch immer auf ihrer Hüfte lag, doch ehe sie etwas auf seinen Kommentar erwidern konnten merkte sie, wie seine Hand das Kleid nur ein kleines Stück weiter nach oben schob während sich seine Lippen wieder sanft auf ihren Hals legten.
    Sie stieß einen leisen Seufzer aus, während sie nun ihre andere Hand auf die seine an ihrem Oberschenkel legte, „ Dann sollten wir uns das vielleicht für dieses ´später´ aufheben. “, murmelte sie, bevor sie schließlich beide wieder zu sich kamen und voneinander abließen, während sie sich beide mit einem Grinsen bedachten.

    Es war für die junge Frau kaum zu fassen, was sie allein am heutigen Tag alles erlebt hatte. Josef hatte sie tatsächlich so viel kleine Sachen gemerkt, die sie ihm irgendwann mal erzählt hatte. So gelangen sie heute schließlich auf eine andere Ebene und sie hatte das Gefühl, mehrere kleine Stücke von ihm kennengelernt zu haben. Wobei sie genau wusste, wie schwer es ihm fiel, ihr einen Einblick in seine Vergangenheit zu gewähren, war sie sich sicher, dass auch ihre Offenheit dazu beitrug. Sicherlich gab es noch viel mehr, dass die junge Französin hätte wissen wollen, doch sie wusste auch, dass dafür noch genug Zeit war.
    Doch als er ihr schließlich erzählte, dass er die impressionistische Kunst allem anderen vorzog, sah sie eine Chance auch ihm eine Freude zu machen, weshalb sie nicht lange fackelte. Nicht traurig darüber, dass sie hierfür den Aufzug benötigten, der schon immer eine besondere Wirkung auf sie hatte, zog sie ihn hinein. Und auch Josef schien dieser kleinen Fahrt nicht abgeneigt, was ihr seine Reaktion deutlich verriet. Wieder blendete sie alles andere um sie herum aus und kam erst wieder zu sich, als sie durch den Fahrstuhl daran erinnert wurde, dass sie angekommen waren. Langsam ließ sie ihre Hände aus seinem Haar gleiten, bevor sie sie für einen kurzen Moment auf seiner Brust ruhen ließ. Sein Blick jagte ihr einen Schauer über den Rücken.
    „ Um ehrlich zu sein: Nein, ich bin mir nicht sicher. “, flüsterte sie leise, ebenso grinsend, „ Aber du sollst nicht der Einzige sein, der Überraschungen macht. “
    Und damit verließen sie beide -wenn auch eher widerwillig- den Aufzug, um in den kleinen Raum voll impressionistischer Werke zu gehen.

    Und tatsächlich schien ihre Überraschung geglückt zu sein, denn Josefs Reaktion zeigte ihr, dass er nichts von dieser kleinen Sammlung gewusst hatte. Langsam ließen sich beide auf der Bank nieder, während Sandrine noch immer fasziniert von dem Monet war, dem sie gegenüber saßen. Sie konnte nicht sagen, was genau es war, was sie an diesem Bild berührte. Wahrscheinlich war es tatsächlich die Erinnerung an ihr zu Hause. Aber es war auch diese Liebe zum Detail, die sie in jeder kleinen Ecke entdeckte.
    Erst Josefs Worte rissen sie aus ihren Gedanken und ein Lächeln legte sich auf ihr Gesicht, „ Es wird dir gefallen. “, versicherte sie ihm leise, während sie sich vorstellte, wie sie auf einer Bank saßen, mit dem Blick auf diesen wunderschönen Garten. Ja, von diesem Gefühl würde sie eindeutig nie genug bekommen.

    Sie schwelgte noch in ihren Gedanken, als Josef sie fragte, wie es ihr ging. Und während sie ihm versuchte klar zu machen, wie gut es ihr ging, fragte sie sich was in ihm vorging. Sie war alles andere als ein Profi in diesen Vampir Dingen, aber war sie sich doch ziemlich sicher, dass Josef dieser Tag gefordert haben musste. Und doch erinnerte sie sich schmerzlich an ihre Unterhaltung am Abend zuvor. Er hatte ihr gesagt, dass es nicht ihre Aufgabe war, sich um ihn zu kümmern und zu sorgen. Aber war es nicht genau das, was er mit ihr machte? Und war es nicht das, was eine Beziehung oder was auch immer die beiden dazu nun sagten, ausmachte?
    Sie beobachtete ihn genau, nachdem sie es war, die ihm die gleiche Frage stellte und sah, wie er für einen kurzen Moment innehielt und tief einatmete. Ihr war klar, dass er genau wusste, was sie damit meinte, war sich jedoch nicht sicher, ob er darauf einging, wenn sie es nicht direkt ansprach.

    Seine ersten Worte ließen sie innerlich lächeln - das war typisch Josef. Doch war es nicht das, was sie hören wollte und der Vampir wusste genau, worum es ihr wirklich ging. Sie schaute ihn skeptisch an und hoffte dieses Mal eine ehrliche Antwort auf ihre Frage zu bekommen. Doch das, was er sagte, ließ sie seufzen.
    „ Kannst du mir sagen, wieso du dich um mich sorgen und kümmern darfst, ich aber andersrum nicht? Wieso ist es bei dir Fürsorge und bei mir Verpflichtung? “, fragte sie ihn schließlich, nachdem sie ihn einen Moment lang angesehen hatte.

    Wieder griff sie nach seiner Hand, während sie ihn noch immer ansah, „ Hör zu… Ich weiß, dass unsere letzte Unterhaltung darüber nicht sonderlich positiv geendet hat. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich weiß, worauf ich mich einlasse und ich mich zu gar nichts verpflichtet fühle. Mir ist bewusst, dass du mich nicht bitten würdest. “
    Ihr war klar, dass Josef diese Situation unangenehm war und doch fragte sie sich, ob noch mehr dahinter steckte. An was zweifelte er?
    „ Wenn ich es nicht auch genießen würde, dir so nah zu sein und diese Intimität mit dir zu teilen, glaubst du ehrlich ich würde es dir anbieten? “
     
  2. Pheebs87

    Pheebs87 Well-Known Member

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    „Später klingt gut“ grinste er als Sandrine vorschlug, ihre Intimität auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben und so ließ er schließlich ihr Kleid wieder über ihre Oberschenkel gleiten und gab sie aus seinen Berührungen frei.
    Nie hatte der Vampir gedacht, dass er sich jemals so einer Frau öffnen würde. Noch vor einem Jahr hatte er sich mit allen Mitteln gewehrt nur ein wenig seiner Mauer für sie aufzubrechen und nun lag genau diese innerliche Mauer immer mehr in Schutt und Asche. Doch Es störte ihn nicht mehr. Die Alternative zu dieser intensiven Verbindung, die die beiden miteinander hatten, war eine mit der er nicht leben wollte, nein, nicht leben konnte und deshalb war er mehr und mehr bereit für sie alle seine Prinzipien über den Haufen zu werfen.

    Hatten sie sich gerade vorgenommen bis 'später' die Finger voneinander zu lassen, waren es nur wenige Momente in denen es ihnen wirklich gelang, denn schon als sie den Fahrstuhl betraten, der sie in die obere Etage des Museums bringen sollte, lagen ihre Lippen erneut aufeinander und Josef dachte überhaupt nicht darüber nach die Finger von der jungen Frau zu lassen.
    „Dann bleib doch hier.“ schlug der Vampir grinsend vor und versuchte die junge Frau wieder zu sich in den Aufzug zu ziehen, als sie ihm erklärte, dass sie sich nicht wirklich sicher war diesen nun schon wieder zu verlassen. Doch Sandrine ließ sich nicht überreden und der Vampir gab schließlich nach und folgte ihr. War er doch gespannt auf die Überraschung, die sie ihm vorhersagte.

    Josef erwiderte ihr Lächeln und nickte zustimmend. „Ich kann es mir nicht anders vorstellen.“ Immer noch war er aufgeregt, wenn er daran dachte wirklich morgen in Sandrines Heimat zu sein, eventuell ihren Eltern gegenüber zu stehen. Doch diese Gefühle wollte er vor der jungen Frau nicht zugeben. Er freute sich auf die Gelegenheit das zu sehen, was so nah an ihrem Herz lag und so würde er dem morgigen Tag auch entgegenblicken und die Sorge die Schatten darauf warfen, so weit wie möglich zu ignorieren versuchen.

    Sie versicherte ihm, dass es ihr gut ging und er glaubte ihr und es brach ihm fast das Herz, als er in ihre Augen blickte, als sie ihn fragte wie es ihm ging. Auch er versuchte ihr zu versichern, dass es ihm gut ging, doch ihr Blick erklärte ihm eindeutig, dass sie mit dieser Antwort nicht zufrieden war und nun war es er, der sich darüber ärgerte, wie gut sie ihn lesen konnte.
    Also versuchte er ihr irgendwie zu erklären, was sich in seinem Kopf befand, was Sandrine zum seufzen brachte und Josef wusste, dass in dieser Angelegenheit noch nicht das letzte Wort gesprochen war.

    Die Frage die sie ihm stellte war berechtigt, doch konnte er dafür keine Antwort finden. Für ihn war es selbstverständlich sich um sie zu sorgen und doch war er doch wirklich nicht der Typ, um den man sich Sorgen machen musste. Vielleicht war auch hier seine Erziehung, seine Herkunft und lange Lebenszeit ein Grund für seine Ansichten zu diesem Thema. „Es ist meine Aufgabe mich um dich zu sorgen.“ erklärte er aufrichtig und blickte ihr dabei liebevoll in die Augen. „Ich habe so lange für mich selbst gesorgt, ich kenne es nicht anders und vielleicht bin ich es auch nicht gewohnt.“

    Sie unterbrach ihn erneut und erklärte ihm, dass sie sich nicht verpflichtet fühlte, dass sie sich ihm nicht anbieten würde, wenn sie es nicht selbst genoss, doch ganz konnte er es ihr nicht glauben und so entschloss er sich dafür ihr seine Gedanken offen auszubrieten. „Ich hoffe du weißt, dass ich dir dies all nicht absprechen möchte. Aber du hast so viele schlechte Erfahrungen gemacht. So viel Leid in Verbindung mit meiner Art erlebt.“ bei diesen Worten, brach Josef den Blickkontakt zu Sandrine und schaute erneut auf das Gemälde, dass ihnen gegenüber hing. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es für dich ein ebenso atemberaubendes Gefühl sein kann wie für mich und ich möchte nicht, dass du dich zu irgendetwas gezwungen fühlst. Ich kann meinen Hunger auch anders stillen, das ändert nichts an uns.“

    Immer noch blickte er nicht in ihre Augen, doch er griff nach ihrer Hand und ließ seine Finger sanft über ihre Narben an ihrem Handgelenk streichen. „Ich fühle mich dir näher als zu jedem anderen je zuvor, wenn ich von dir trinke. Ich kann kaum an etwas anderes denken, als an dein Blut und doch könnte ich mir nicht verzeihen, wenn du denkst dass irgendetwas, was wir gemeinsam haben, nur auf meine Blutlust zurückführen lässt. Ich will für dich nicht das Monster sein, sonder der Mann, Sandrine.“
     
  3. Mcleod Daughter

    Mcleod Daughter Well-Known Member

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    Konnte sie seine Berührungen noch intensiver spüren, als zuvor? Sie hatte nicht daran geglaubt, aber als sie nun seine Haut auf ihrer spürte, war sie sich nicht mehr sicher. Er raubte ihr vollkommen den Verstand und vielleicht war es gerade aus diesem Grund ganz gut, dass er sie schließlich freigab. Und auch, wenn ein großer Teil in ihr protestierte, zwang sie sich diesen zumindest für einen Moment zu verdrängen. Und auch wenn ihr das in diesem Augenblick besonders schwer fiel, versuchte sie sich auf ihr nächstes Vorhaben zu konzentrieren. Schließlich war nun sie es, die ihn heute endlich überraschen konnte.

    Doch schon kurze Zeit später im Aufzug warf sie ihre guten Vorsätze über Bord und konnte lediglich an seine sanften Hände auf ihrer Haut denken. Sie genoss seine fordernden und gleichzeitig sanften Berührungen, wobei die Tatsache, dass er so nah war und sie gegen die kühle Wand drückte all dies nur noch intensivierte.
    Ein Grinsen legte sich auf ihr Gesicht, als er schließlich versuchte sie zu überreden einfach in der Fahrstuhlkabine zu bleiben, „ Du hast keine Ahnung, wie kurz ich davor bin, das zu tun. “, murmelte sie leise, besann sich aber dann eines besseren und zog ihn aus dem Aufzug hin zu der kleinen, aber beeindruckenden Sammlung voll Werke, die ihm hoffentlich gefallen würden.

    Selbst von sich überrascht, was ein einziges Gemälde von einem Garten in ihrer auslösen konnte, betrachtete sie den Monet genau. So gut konnte sie sich vorstellen, das mit Josef in der Realität zu erleben. Sie fragte sich, wie der morgige Tag aussehen würde. Würde Josef mit zu ihren Eltern kommen? Wie würden sie reagieren? Noch immer spürte sie eine gewisse Nervosität, doch inzwischen war da auch noch die beruhigende Gewissheit, dass alles irgendwie gut werden würde. Vielleicht waren es die vielen Glückshormone, die ihr Körper heute in völligem Überschuss produziert hatte, aber was den morgigen Tag anging, hatte sie tatsächlich eine gesunde Vorfreude und Zuversicht entwickelt. Dass Josef dabei irgendwelche Sorgen bezüglich ihrer Eltern haben konnte, kam ihr nicht in den Sinn.

    Erst als er das Thema schließlich auf ihr Wohlbefinden lenkte, wandte sie schließlich den Blick vom Gemälde ab. Er sorgte sich um sie und inzwischen war sie daran gewohnt. Ganz im Gegensatz zu ihm, der wohl weniger daran gewöhnt war, dass sich jemand aufrichtig um ihn sorgte. Sicherlich hatte er seine Freshies, aber Sandrine war sich ziemlich sicher, dass sie in erster Linie auf ihren eigenen Rausch aus waren. Und tatsächlich war der Durst nach Blut ja auch nur eine Seite, um die die junge Frau sich sorgte. Sie glaubte ihm, als er sagte, dass er glücklich war, mit ihr an seiner Seite. Denn ihr ging es mit ihm genauso. Und doch war da noch etwas anderes. So wie er sich Sorgen um ihre Gesundheit machte, war es ähnlich mit ihrer Sorge um seinen Hunger. Und wenn sie ehrlich war, verstand sie nicht, weshalb er zwanghaft versuchte diese Seite nicht anzusprechen. Doch anscheinend reichte ihr Blick tatsächlich aus, um mehr aus ihm herauszukriegen und was sie hörte, brachte sie dazu den Kopf zu schütteln. Sie verstand einfach nicht, weshalb er in diesem Punkt einen Unterschied machte.

    „ Auch auf die Gefahr hin hier eine Grundsatzdiskussion auszulösen, aber das ist völliger Unsinn. Ich weiß das alles sehr zu schätzen und ja, bis zu einem gewissen Punkt genieße ich es sogar, aber inzwischen solltest du wissen, dass ich ganz gut für mich selbst sorgen kann. “, sagte sie und sah ihn an, wobei ihr im gleichen Moment die Szenen aus der Lagerhalle ins Gedächtnis kamen. Gut, vielleicht nicht das beste Beispiel, aber im Grunde musste Josef doch klar sein, was sie ihm sagen wollte.
    Nun war sie es, die bei seinen nächsten Worten liebevoll lächelte und kurz seine Hand drückte, „ Dann ist es vielleicht höchste Zeit, dass du dich daran gewöhnst. Denn solange du dich um mich sorgst, wird es andersherum genauso sein. “

    Sie versuchte ihm deutlich zu machen, dass sie sich nicht verpflichtet fühlte und dass er sich darum nun wirklich keine Gedanken machen musste. Wie konnte sie ihm verständlich machen, dass die Momente, in denen er von ihr getrunken alles andere als schrecklich für sie waren? Sicherlich war es anfänglich ungewohnt gewesen, aber konnte sie diese spezielle Intimität zwischen ihnen immer mehr genießen. Es war ein besonderer Rausch, von dem sie sich nicht vorstellen konnte, ihn bei jemand anderem zu verspüren.

    Sie sah ihn an und als sie seine nächsten Worte hörte, schnürte es ihr beinahe ihre Kehle zu. Es zerbrach ihr nahezu das Herz ihn so zu sehen und seine Sorge zu hören. Dass er seinen Blick schließlich von ihr abwandte, untermalte seine Worte nur noch mehr. Sie wollte, dass er sie ansah, wollte ihn zwingen sie anzusehen, doch hielten seine Worte sie erst davon ab. Niemals hätte sie geglaubt, dass er solche Gedanken hatte. Glaubte er wirklich, dass sie ihn auch nur eine Sekunde mit Moreau verglichen hatte? Langsam griff er nach ihrer Hand und beinahe Gedankenverloren strich er sanft über die kleinen Narben an ihren Handgelenken.

    Plötzlich spürte sie den Kloß in ihrem Hals, als sie seine nächsten Worte hörte. Neben ihr saß ein Mann, der Angst hatte, dass ihn die Frau, die er liebte, für ein Monster hielt. Vielleicht hatte sie anfangs angezweifelt, was er bloß in ihr sah, was sie zu etwas Besonderem für ihn machte. Und vielleicht dachte sie das inzwischen noch immer von Zeit zu Zeit. Aber inzwischen war sie sich auch ebenso sicher, dass er sie liebte und das zwischen ihnen mehr als nur reines Verlangen war.
    „ Glaubst du wirklich, dass ich will, dass du deinen Durst irgendwo anders stillst? “, fragte sie leise und sah ihn von der Seite an, da sein Blick noch immer auf das Gemälde gerichtet war.

    Schließlich entzog sie ihm ihre Hand und zwang ihn, sie anzusehen, indem sie sein Gesicht in ihre Richtung drehte während ihre Hand auf seiner Wange liegen blieb.
    „ Hör mir zu… “, begann sie leise und sah ihm in die Augen, „ Ich liebe dich. Und ich weiß, dass du mich liebst. Niemals könnte ich dich für ein Monster halten. Wärst du nicht gewesen, wäre ich wahrscheinlich noch immer die ängstliche Frau, die irgendwie funktioniert, aber nicht richtig lebt. Ich hatte in den letzten Jahren so viel Angst wegen dem was mir passiert ist. Und ich habe es dir schon mal gesagt: Du hast meine Welt völlig auf den Kopf gestellt. Aber wehe du glaubst auch nur einen Augenblick, dass du irgendwas anderes für mich bist als der Mann, den ich liebe. “

    Sanft strich sie mit ihrem Daumen erst über seine Wange ehe sie leicht über seine Lippen strich.
    „ Mir ist klar, dass meine jüngste Erinnerung nicht einfach so aus meinem Gedächtnis verschwinden wird. Aber das ist kein Grund für mich, dir nicht mein Blut anzubieten. Ich weiß, dass wir mehr als das haben. Das hast du mir heute mehr als ein Mal bewiesen. Du hast gesagt, dass du dich mir näher fühlst, als zu jedem anderen. Und mir geht es genauso. Also erlaube mir, mich um dich zu kümmern und es ebenso zu genießen wie du. “
     
  4. Pheebs87

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    Als er merkte, wie sehr sie es genoss auch ihm eine kleine Überraschung zu machen, ließ er sich ohne weitere Worte aus dem Aufzug ziehen. Er hatte zwar keine Ahnung, was Sandrine plötzlich an den oberen Stockwerken des Museums so interessant fand und der Reiz die junge Frau zurück in den Fahrstuhl zu ziehen und dort weiter zu machen wo sie gerade aufgehört hatten, war groß, doch er war bereit sich auf das einzulassen, was Sandrine mit ihm vor hatte.
    Tatsächlich überrascht schaute er sich schließlich in der Ausstellung aus, von der er nicht gerechnet hatte sie in diesen Gemäuern zu finden. Es schien als wollte es sich der Louvre nicht nehmen lassen auch Gemälde einer so besonderen Epoche in seinen Räumen auszustellen. Der Vampir schenkte der jungen Frau ein Lächeln, bevor er sich die Sammlung einen Moment genauer betrachtet, um es sich schließlich mit ihr gemeinsam auf der Bank, in der Mitte des Raumes, gemütlich zu machen.

    Sandrine erzählte davon, dass sie der Monet an ihre Heimat erinnerte und Josefs Gedanken schweiften in den Garten des Künstlers und wie gut er sich vorstellen könnte, dort gemeinsam mit der jungen Frau auf einer Bank zu sitzen. Umringt von dem Duft der Blumen und Vogelgezwitscher. Es war faszinierend wie ein einziges Bild in ihm solche starken Phantasien hervor rufen konnte und wahrscheinlich war es genau dies, was ihn so besonders zum Impressionismus hinzog. Keine andere Epoche schaffte es ihn mit in die Gemälde hinein zu nehmen.
    Doch schließlich wanderten seine Gedanken auch zu dem morgigen Tag. Er stellte sich vor, wie er Sandrine in eine dieser wunderschönen Landschaften begleitete, doch die durchaus positive Stimmung wurde überschattet von den Gedanken an ihre Familie. Nicht, dass er sich nicht über alles für sie freute, dass sie nach so langer Zeit wieder nach Hause kommen konnte, ihre Eltern in die Arme schließen würde. Er wünschte sich nichts sehnlicher als ihr genau dies zu ermöglichen und doch waren da Zweifel und Ängste, die er nicht abschütteln konnte.

    Die einzigen Menschen mit denen Josef seit langem zu tun hatte waren seine Geschäftspartner und Freshies. Er wusste mit ihnen umzugehen, brauchte keine Bedenken zu haben, dass er auffallen würde. Josef vertraute Sandrine und er wusste, dass sie seine Identität niemals preisgeben würde, doch wie sollte er sich diesen Menschen gegenüber verhalten? Sie würden ihn genau beobachten, ihm wohl möglich Fragen stellen auf die er keine Antworten hatte. Immer mehr kam er zu dem Entschluss, Sandrine solle ihre Eltern zuerst alleine entgegentreten. Doch wollte er in diesem Moment nicht darüber sprechen.

    Das nächste Gesprächsthema allerdings, schwang auch in eine Richtung um, der Josef gerne aus dem Weg gegangen wäre. Nachdem er sich von ihrem Wohlergehen überzeugt hatte gelang es ihm nicht auch Sandrine davon zu überzeugen, dass er nicht mehr als ihre Nähe benötigte und so versuchte er sich schließlich zu rechtfertigen, was ihm nicht gerade leicht fiel. Ihre Worte ließen ihn allerdings leicht schmunzeln. „Ich weiß, dass du für dich selbst sorgen kannst.“ versicherte er ihr und ignorierte den Vorfall vor einigen Wochen, an dem sie beide um Sandrines Leben gefürchtet hatten. Sie war eine starke Frau und das war etwas, dass er ihr niemals absprechen wollte, denn genau dies machte sie interessant. Sie wusste was sie wollte und brauchte keinen anderen, der für sie irgendetwas tat und doch fühlte er sich aus irgend einem Grund verantwortlich für sie. Wahrscheinlich war dies genau das Problem. Beide sorgten sich so sehr um des anderen Wohlergehen, dass sie ihr eigenes dabei zuweilen auf der Strecke ließen. Es schien als müssten sie noch lernen damit umzugehen.
    „Ich werde es versuchen,“ erklärte er ihr schließlich mit einem sanften Lächeln. „Es kann allerdings sein, dass du mich noch ab und an daran erinnern musst.“

    Doch das Thema seiner Blutlust konnten die beiden so schnell nicht aus der Welt schaffen. Josef schaffte es nicht mehr Sandrine in die Augen zu schauen, als er ihr versuchte zu erklären, wieso er nicht von ihrem Blut trinken wollte. Als sie ihn unterbrach und fragte, ob er meinte, sie wolle dass er genau dieses Verlangen wo anders stillte, ballte er reflexartig seine Hand zu einer Faust.
    „Genau darin besteht doch das Problem.“ versuchte er seine Gedanken zu ordnen „Du bist bereit dich mir völlig hin zu geben und doch weiß ich, dass du dies nie wolltest. Sandrine, du bist kein Freshie, du suchst nicht den Rausch einem Vampir nahe zu sein und doch bringe ich dich immer wieder in diese Situation. Ich könnte dich verletzen oder noch schlimmeres und das obwohl du nie danach gebeten hast.“ Josef erinnerte sich an einige Gespräche mit Chloe, gerade in der Zeit, als er versucht hatte von Sandrine Abstand zu halten. Auch sein Freshie hatte ihn versucht davon zu überzeugen, dass es so wahrscheinlich am besten war. Sie war es auch, die ihm erklärte, dass Sandrine nie etwas von alle dem mit den Freshies hielt und sie nie hätte vorstellen können einem Vampir freiwillig ihr Blut zu geben. Josef konnte oder wollte noch nicht glauben, dass sich dies wirklich geändert hatte.

    Seine Finger strichen zärtlich über die fast verblassten Narben an ihrem Handgelenk und als wäre es gestern gewesen erinnerte er sich an ihre erste Begegnung und damit das erste Mal, dass Josef von Sandrines Blut kostete. Einen Moment, den er wohl nie vergessen würde. Sie war etwas besonderes und niemals hatte er sich jemandem so intensiv nahe gefühlt. Doch fiel es ihm schwer zu glauben, dass dies auch für Sandrine der Fall sein konnte.
    Erst als sie ihre Hand aus seinem Griff befreite und an seine Wange legte, gab er nach und schaute ihr erneut in die Augen, was ihm schwerer fiel als er glaubte. Gerade hatte er ausgesprochen, was seit einiger Zeit, zumindest in seinen Augen, zwischen ihnen stand. Er war nicht nur ein Mann, er war auch ein Tier und diese Seite würde er vor der jungen Frau nicht immer verbergen können, so sehr er es auch wollte.

    Er zwang sich ihren Worten zuzuhören, ohne zu unterbrechen, auch wenn ihm das eine oder andere Mal ein guter Widerspruch in den Sinn gekommen war. Doch ihre sanften Berührungen, gepaart mit ihrem starken Blick und der Überzeugung in ihrer Stimme ließen ihn schweigen. Nur für einen kurzen Augenblick schloss er die Augen, als ihre Finger seine Lippen berührten, bevor er ihren Blick wieder erwiderte. Sie war überzeugt von dem was sie sagte und dies ließ auch ihn seine Zweifel für einen Moment vergessen. Mittlerweile war er sich sicher, dass sie dies alles nicht sagen würde, wenn sie anders dachte. Sie war immer ehrlich zu ihm und wieso sollte sie nun genau bei dieser Sache lügen? Der Gedanke, dass sie es ebenfalls genießen könnte, wenn er von ihr trank, ließ plötzlich das wilde Verlangen erneut in ihm aufleben und vorsichtig, aber bestimmt, legte er schließlich einen Finger auf ihre Lippen, um ihr anzudeuten, dass sie genug gesagt hatte.

    „Küss mich,“ waren die einzigen Worte, die er ihr entgegnete, bevor er darauf wartete, dass die junge Frau ihre Lippen auf seine legte, worum er sie nicht zweimal bitten musste. Die beiden verschmolzen in einen leidenschaftlichen Kuss, während sich Josefs Hände erneut in ihren Haaren vergruben. Langsam löste er sich von ihr und griff nach ihrer Hand, welche er sanft in seine Richtung zog und einen Kuss darauf hauchte, bevor er sie schließlich umdrehte und auch ihr Handgelenk mit einem Kuss liebkoste. Also erlaube mir, mich um dich zu kümmern und es ebenso zu genießen wie du. hallte es in seinem Kopf nach, während er seine Zähne vorsichtig in ihre weiche Haut bohrte und die ersten Tropfen ihres köstlichen Blutes seine Lippen berührten.

    Leise stöhnte er auf, als er merkte, wie sehr er sich nach genau diesem Moment gesehnt hatte für einen Moment vergaß er alles um sich herum und erlaubte dem Tier in sich seinen Hunger zu stillen. Doch trotz alledem darauf bedacht, die junge Frau nicht zu verletzen. Seine andere Hand legte sich auf ihre Hüfte und zog sie etwas enger zu sich heran, während die süße warme Flüssigkeit seinen Rachen herunter lief und sein tiefes Verlangen nach ihr fürs erste befriedigte.
    Der Vampir merkte, wie mit jedem Tropfen neue Kraft in seinen Körper zurück kam und schaffte es schließlich von der jungen Frau abzulassen. Er küsste die letzten Tropfen auf ihrem Handgelenk weg, und schaute ihr schließlich tief und mit brennender Leidenschaft in die Augen. Er musste nun aufhören, bevor er sie an Ort und Stelle gänzlich nahm. Er hatte noch nicht genug von ihr, doch reichte es für den Moment und vor allem um ihr zu zeigen, dass er verstand, was sie ihm versucht hatte zu erklären. „Ich würde mir den Rest gerne für später aufheben.“ erklärte er ihr schließlich mit einem leichten Grinsen auf den Lippen, während er das kleine Wörtchen 'später' besonders betonte.
     
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  5. Mcleod Daughter

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    Sie konnte nicht verhindern, dass das Gemälde die Sehnsucht nach ihrem Zuhause größer machte und sie mit voller Vorfreude an den morgigen Tag dachte. Auch sie hatte keine Ahnung wie ihre Eltern auf sie und vor allem auf Josef reagieren würden. Es war inzwischen so viel Zeit vergangen und auch wenn sie sicher war, dass irgendwie alles gut gehen würde, fragte sie sich schon wie sie reagieren würden. Sie hatten keine Ahnung, dass ihre verloren geglaubte Tochter morgen vor ihrer Tür stehen würde. Doch mit Josef an ihrer Seite wusste sie, dass sie auch das irgendwie überstehen würde. Er hatte sich so viel Mühe mit der ganzen Planung dieser Reise gegeben. Sie ahnte von seinen ganzen Zweifeln um das Treffen morgen nichts, aber auch sie fragte sich wie genau der Vampir auf sie reagieren würde. Sie ahnte wie viel Kraft ihn schon dieser Tag gekostet hatte und wusste nicht wie lange Zeit er am Stück mit Menschen verbracht hatte. Er konnte sich sicher sein, dass sie sein Geheimnis bewahrte, wie sie es bisher immer getan hatte. Und doch kamen auch bei ihr einige Gedanken und Fragen über den morgigen Tag in ihr auf.

    Allerdings hatte sie keine Zeit weiter darüber nachzudenken, denn Josef hatte bereits das Thema gewechselt. Wie immer war ihm daran gelegen, dass es ihr gut ging. Eine Eigenschaft, die Sandrine zu meisten Teilen sehr schätzte. Sie wusste genau wie schwer es ihm fiel diese Sorge loszulassen und ihr war durchaus bewusst, dass er dabei schon einiges zurückhielt. Ihr war klar, dass sie sich selbst vor bestimmten Situationen nicht so schützen konnte wie sie es gern wollte. Das beste Beispiel dafür war wohl Moreau und dennoch wollte sie deshalb nicht wieder zu einer ängstlichen, schutzlosen Frau werden. Im Gegenteil. So schlimm diese Situation gewesen war, hatte sie sie stärker gemacht. Doch bis auch diese Erkenntnis bei Josef angekommen war, musste wohl erst noch etwas Zeit vergehen.
    „ Ich weiß das zu schätzen. Wirklich. “, sagte sie und lächelte ihn liebevoll an, „ Und keine Angst, ich werde dich schon daran erinnern. “

    Erst als es um ihn selbst ging und Sandrine spürte, wie er sich gegen das eigentliche Thema wehrte, spürte sie die Anspannung, die sich sofort in ihr breit machte. Von Anfang an war das immer wieder ein Thema gewesen und anscheinend schienen sie auch hier noch immer einigen an Klärungsbedarf zu haben. Schlug er gerade wirklich vor, seinen Durst woanders zu stillen? Hatte er ihr am gestrigen Abend nicht zugehört? Genau das war doch ein zentraler Punkt ihres Streits gewesen. Natürlich war ihr klar, dass er nicht von ihr allein leben konnte und dennoch … Sie spürte auch seine Anspannung und doch konnte sie nicht verhindern, wie die Worte aus ihrem Mund kamen. Sie waren immer ehrlich zueinander gewesen und das sollte nun nicht anders sein. Er konnte doch nicht ernsthaft glauben, dass sie wollte, dass er seinen Durst woanders stillte.

    „ Nein, du hast Recht. Ich bin nicht dein Freshie. Ich bin die Frau, die dich liebt und die du liebst. “, sagte sie, sehr darauf bedacht ihre Stimme nicht zu erheben. Erstaunlicherweise gelang ihr das besser als erwartet. Denn sie wollte nicht mit ihm streiten, im Gegenteil. Aber er hatte ein komplett falsches Bild von ihr und sich selbst.
    „ Dann haben wir wohl beide ein Problem. Denn du hast wohl auch nicht nach einer Frau gesucht, einem Menschen, in den du dich verliebst. Etwas, das du nie wolltest, Josef. Und genau das ist doch der Punkt. Das bringt einen doch dazu, Dinge anders zu sehen, anders zu fühlen. “

    Sie hatte keine Ahnung, ob das was sie sagte Sinn ergab. Wahrscheinlich war es sogar widersprüchlich, aber das war Sandrine egal. Sie wollte ihm einfach deutlich machen, dass es nichts gab, zu dem Josef sie überredet hatte. Sicherlich hatte sie sich verändert. Die ganze Zeit, die letzten Monate hatten sie verändert. Sie erinnerte sich noch gut an die vielen Gespräche mit Chloe, in denen sie ihrer Freundin mit Unverständnis gegenüber getreten war. Wie konnte sie nur ein Freshie sein?! Ein Freshie für jene Blutsauger, die ihr Leben zerstört hatten. Doch mit Josef hatte sich schlagartig alles geändert. Es war nicht die Tatsache, dass sie nun bereit war ein Freshie für irgendjemanden zu sein. Doch wenn er von ihr trank war es etwas anderes. Nicht der Rausch stand im Vordergrund. Sondern ihre Verbundenheit zueinander. Sie wusste nicht ob und vor allem wie sie dem Vampir deutlich machen sollte, wie sie fühlte. Sie konnte einfach nur versuchen ihm klar zu machen, dass er sie keinesfalls zu irgendetwas zwang und auch sie diese Situationen genoss.

    Sie spürte wie ihre Haut sofort reagierte und sich die Härchen auf ihrem Arm aufstellten, als er sanft über ihr Handgelenk strich. Sie erinnerte sich an vielen Situationen, in denen sie diese Intimität geteilt hatten und mit keiner dieser Erinnerungen verband sie irgendetwas Schlechtes. Und genau das war es, was sie nun versuchte ihm deutlich zu machen. Ihr war klar, dass auch der Vampir in ihm ein großer Teil seiner selbst war. Aber gerade das war doch ein Punkt gewesen, über den sie immer wieder diskutiert hatten. Auch wenn die junge Frau vielleicht zu hundert Prozent wusste, worauf sie sich einließ, hatte sie gedacht, dass sie beide es versuchen würden.
    Ihre Hand auf seiner Wange, ihre Finger, die sanft über seine Lippen strichen. Sie hatte das Gefühl ihn irgendwie erreicht zu haben und hoffte, dass ihr Gefühl sie nicht trog. Gerade nach einem solch wunderschönen Tag hatte sie nicht vor mit ihm zu streiten oder zu diskutieren.

    Der Blick, mit dem er sie bedachte konnte sie im ersten Moment nicht richtig deuten. Sie wollte schon wieder zu einem erneuten Monolog ansetzen, als schließlich er es war, der sie bestimmt zum Schweigen brachte. Sie atmete geräuschvoll aus und befürchtete schon sich ein den Widerstand seinerseits gefasst machen zu müssen. Doch stattdessen waren es nur zwei Worte, die sie die restlichen Minuten zumindest für den Moment vergessen ließen.
    Ein sanftes Lächeln trat auf ihre Lippen, bevor sie ihre Hände auf seine Wangen legte und ihn erst vorsichtig und schließlich fordernder küsste. Ein weiteres Mal dankbar dafür, dass sie das Museum für sich allein hatten, genossen die zwei den Augenblick der Zweisamkeit.

    Erst als Josef sich schließlich langsam von ihr löste, schaffte sie es in die Realität zurückzukehren. Sie beobachtete ihn lächelnd, wie er nach ihrer Hand griff und ihr Handgelenk mit sanften Küssen liebkoste.
    Sie schloss die Augen und spürte, wie sich seine Zähne in ihre Haut bohrten ehe er schließlich von ihr trank. Die junge Frau spürte das bereits bekannte Gefühl. Sie konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen, hörte das Blut in ihren Ohren rauschen und gleichzeitig spürte sie das starke Verlangen ihm noch näher zu sein. Widerstandslos ließ sie sich näher zu ihm ziehen, während sie ihre freie Hand auf seinen Oberschenkel legte. Unwillkürlich schossen ihr zahlreiche Augenblicke der Zweisamkeit durch den Kopf, so viele Augenblicke, die ihm eigentlich hätten genug Antwort sein müssen und zeigen sollen, dass auch sie diese Momente genoss.

    Auch sie spürte die brennende Leidenschaft, als er sich ihre Blicke schließlich trafen, nachdem er ihr den letzten Tropfen ihres Blutes vom Handgelenk geküsst hatte. Sie brauchte einen Augenblick, bis sie wieder zu sich gefunden hatte. Noch immer überrascht wie intensiv diese Momente waren, schaffte sie es schließlich wieder zu sich zu kommen.
    Seine Worte ließen auch sie grinsen. Es zeigte ihr, dass auch sein Verlangen nach ihr größer wurde. Sie war sich nicht sicher wie lange sie es noch schaffte, den Impuls zu unterdrücken sich an seinem Hemd zu schaffen zu machen, wenn sie sich noch ein weiteres Mal dieser Leidenschaft hingaben.
    „ Also dieses ´später´ von dem wir ständig sprechen… “, begann sie schließlich, während sie sanft seinen Oberschenkel hinauf strich, „ Wann meinst du genau wird das sein? “
     
  6. Pheebs87

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    Die Gedanken an den morgigen Tag und die Ungewissheit, die sich damit verband, jagte ihm ein wenig Unbehagen ein. Er wusste nicht, wann er das letzte Mal die Eltern einer Dame kennen gelernt hatte. Vor allem hatte er schon lange kein Interesse mehr daran gehabt. Auch momentan war es ihm eigentlich nicht wirklich wichtig Sandrines Familie kennen zu lernen. Es ging dabei um sie, er wollte ihr ihren sehnlichsten Wunsch erfüllen, dass dies wohl oder übel hieß, dass auch er in Kontakt zu diesen Menschen kam, hatte er nicht bedacht. Die Tatsache, dass er sich in die junge Frau verliebt hatte und sich ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen konnte, änderte nichts an dem was er war und wie er zu Menschen stand. Sie langweilten ihn meistens. Er war nicht der Typ für Smalltalk und alles was dazu gehörte und schon gar nicht, wenn er sich als Partner der verloren geglaubten Tochter vorstellen musste.
    Josef besann sich darauf, dieses Thema erst dann anzusprechen, wenn es an der Zeit war. Er war sich sicher, dass die beiden eine Lösung finden würden, mit der sie beide einverstanden waren. Zumindest hoffte er dies, vielleicht in der Euphorie, die der gemeinsame Tag mit Sandrine in ihm ausgelöst hatte. Es gab nichts, was sie nicht gemeinsam meistern würden.

    Sandrine versicherte ihm ein weiteres Mal, dass es ihr gut ging und auch ihre Worte, dass sie selbst für sich sorgen konnte, hörte er nicht zum ersten Mal. Eigentlich wusste er genau, dass sie sich nur ungern von ihm zu sehr umsorgen ließ und ihm war bewusst, dass er lernen musste loszulassen, wenn er wollte, dass es zwischen ihnen beiden auf Dauer gut ging. Doch waren seine Beweggründe durchaus gut begründet. Könnte er sich doch nicht verzeihen, dass der jungen Frau etwas fehlte, was er ihr vielleicht geben konnte. Doch er wusste, dass er darauf vertrauen musste, dass sie ihm sagte, wenn sie etwas störte oder sie sich etwas wünschte und im gleichen Moment tat sie das auch.
    Ein Lächeln legte sich auf seine Lippen, als sie ihm erklärte, dass sie ihn gerne daran erinnerte, sich auch ab und an von ihr umsorgen zu lassen und für einen Moment war er zufrieden mit den Kompromissen, die die beiden anscheinend bereit waren einzugehen.

    Und doch legte sich ein Schatten über die Unterhaltung, als das Thema schließlich auf Josefs Blutlust zu sprechen kam und der Vampir Sandrine versuchte zu erklären, dass er sie nicht zu etwas zwingen wollte, wozu sie nicht bereit war. Auch er erinnerte sich daran, wie sie reagiert hatte, als er ihr davon berichtete am Morgen von seinen Freshies getrunken zu haben. Sie war eifersüchtig und wütend gewesen und er hatte verstanden, dass er offen mit ihr sprechen musste. Doch glaubte er, dass sie immer noch nicht verstand, dass es etwas anderes war, wenn er von ihr oder jemandem anders trank. Natürlich war das teilen von Blut immer eine intime Angelegenheit, doch das was er verspürte, wenn er von Sandrine trank, hatte er so nur sehr selten bei anderen Frauen erlebt. Für ihn widersprach es sich nicht, seinen Hunger wo anders zu stillen und trotzdem Sandrine mit allem was dazu gehörte zu lieben. Doch sie schien dies anders zu sehen und zurück in LA würden sie sich damit nochmal auseinandersetzen müssen. War es nicht so, dass er nicht von ihr trinken wollte, doch würde ihm dies auf die Dauer nicht ausreichen.

    Er erklärte ihr, dass er wusste, dass sie nie sein Freshie sein wollte und ihre Antwort traf bei ihm einen wunden Punkt. Sie hatte recht. Auch er wollte sich nicht in einen Menschen verlieben und doch hatte er es getan und bereute es keine Sekunde. Er hatte sich noch nie wirklich gefragt, wie Sandrine zu der Sache stand, doch wenn sie nur ein wenig so fühlte wie er, dann war es auch ihr größter Wunsch ihm das zu geben was er sich wünschte. Wenn Josef es aus diesem Blickwinkel betrachtete, wurde ihm bewusst, dass es nicht nur ihn glücklich machte, alles für Sandrine zu sein, was sie sich wünschte. Es machte sie auch glücklich alles für ihn zu sein, war er brauchte. Dass sie schließlich nochmals erwähnte, wie auch sie diese intimen Momente mit ihm genoss, rief erneut all die Momente in sein Gedächtnis in denen er sich völlig der Leidenschaft und dem Verlangen hingegeben hatte. In diesen Momenten hatte er nie das Gefühl gehabt, Sandrine würde sich irgendwie daran stören, ganz im Gegenteil.

    Josef verfluchte seine dunklen Gedanken und auch wenn sie dem geschuldet waren, Sandrine alles zu geben, was sie glücklich machte, so merkte der Vampir langsam, dass diese Beziehung nicht so funktionieren würde, dass er es zulassen musste, dass auch sie ihren Teil dazu beitrug und dies wichtig war. Er konnte nicht nur Teil ihres Lebens werden, er musste auch zulassen, dass sie ein Teil seines Lebens wird.
    Als er sie schließlich bat ihn zu küssen, war es ihr sanftes Lächeln, das ihn schließlich um den Verstand brachte. Ihre Lippen legten sich auf seine und in diesem Moment waren die vielen Worte der vergangenen Minuten vergessen. Seine Hand vergrub sich in ihrem Haar, als sie den Kuss intensivierte und schließlich gelang es ihm kaum sich wieder von ihr zu trennen. Doch um ihr zu zeigen, wie wichtig es ihm war, dass sie ein Teil von seinem Leben war, nahm er schließlich ihre Hand und gab sich dem sehnsüchtigen Verlangen nach ihrem Blut hin.

    Wenn er von ihr trank war er nicht nur sein Hunger der gestillt wurde. Mit jedem tropfen der seine Lippen berührte stieg das Verlangen nach ihrem Körper und ihr vollkommen nahe zu sein. Ihre Hand auf seinem Oberschenkel spürte er nur allzu deutlich und auch seine Finger suchten nach ihrer Hüfte. Er musste sich konzentrieren ihr nicht sofort das Kleid vom Körper zu reißen, denn die Leidenschaft die in ihm aufkam gewann langsam die Oberhand.
    Genau aus diesem Grund löste er sich schließlich von ihr. Sein erster Durst war gestillt und er wusste, dass sie noch nicht so viel Blut verloren hatte, als dass es gefährlich werden könnte. Als er ihr erklärte, dass er sich den Rest für die Zeit im Hotel aufheben wollte, durchzog ihn ein heißer Schauer und das Verlangen nach ihr stieg nochmals an. Er konnte sich in diesem Moment nichts besseres vorstellen, als später in vollkommener Nähe mit ihr erneut von ihrem süßen Blut zu trinken.

    Noch immer schaffte er es kaum einen klaren Gedanken zu fassen, als Sandrine schließlich das Wort ergriff. Ihre Worte hallten in seinen Ohren nach und bekamen erst nach einer Weile eine Bedeutung. Zu präsent waren ihre Finger auf seinem Oberschenkel. Schließlich umspielte allerdings doch ein Grinsen seine Lippen, als er eine Antwort zu Stande brachte. „Wenn wir hier alles gesehen haben, was du sehen möchtest, mein Engel.“ sagte er leise und strich mit seinen Fingern sanft über ihren Hals, bis zu ihrem Dekolletee. Für einen Moment schauten sich die beiden vielsagend in die Augen, bevor sie erneut zu einem innigen Kuss verschmolzen. Beiden war klar, dass sie in diesem Museum nichts mehr anschauen wollten und so löste sich Josef schließlich von Sandrine und erhob sich von der Sitzbank. Mit einer Hand zog er Sandrine zu sich und küsste sie erneut, wobei er sie auf seine starken Arme nahm und mit einer gewissen Eile in den Fahrstuhl trug.

    Er hatte nicht vor sie schon loszulassen, also küsste er sie erneut mit einem breiten Grinsen. „Es tut mir leid, dass ich manchmal so ein Idot bin.“ meinte er schließlich leise, als er es schaffte sich für einen Moment von ihren Lippen zu trennen.
     
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  7. Mcleod Daughter

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    Erleichtert darüber, dass sie ihm klarmachen konnte, dass es ihr tatsächlich gut ging und gerade an einem Tag wie heute an nichts fehlte, lächelte sie ihn an. Ihr war klar, dass sie beide noch lernen mussten dem anderen zu vertrauen, wenn es um dieses Thema ging. Josef hatte sich Jahrhunderte lang um sich selbst gekümmert und war es nicht gewohnt, dass sich jemand ehrlich um ihn sorgte. Sandrine andersrum musste sich auch erst an seinen starken Beschützer Instinkt gewöhnen. Sie glaubte ihm schon, wenn er ihr versicherte ihr das alles zuzutrauen und doch war da irgendetwas in ihm, das ihn immer wieder dazu bewog bestimmte Dinge in Frage zu stellen. Doch wahrscheinlich hatte er Recht und es brauchte einfach ein wenig Zeit und vielleicht hin und wieder eine kleine Erinnerung ihrerseits.

    Dass er wenn es um ihn selbst ging dabei aber so stur war, gefiel ihr weniger. Sie befürchtete einen weiteren Streit und auch wenn es das Letzte war, was sie gerade wollte, konnte sie ihre Aussagen dabei nicht für sich behalten. Der Vampir hatte hierbei einfach ein falsches Bild von sich, ihr, von ihnen. Ihr war klar, dass ihr Blut allein nicht ausreichen würde, um seinen Hunger zu stillen. Diese Erkenntnis hatte sie am Abend zuvor mit voller Wucht getroffen, inklusiver aller dunklen Gefühle wie Wut, Enttäuschung und Eifersucht. Aber nun waren sie hier, in Frankreich. Seine Freshies waren nicht hier und lieber würde sie das alles hier auf der Stelle abbrechen und zurückfliegen bevor sie zusah, dass er von irgendwelchen Wildfremden trank. Dabei ging es teilweise sicherlich auch um Eifersucht, aber größtenteils wollte sie, dass er endlich verstand, dass das hier für sie dazu gehörte. Sie gehörten zusammen und ihr war klar, dass dies ein Teil davon war. Ganz abgesehen davon, dass sie ihm ihr Blut niemals so offensiv anbieten würde, wenn sie es nicht auch genießen würde, verstand sie nicht, wieso er das nicht sah.

    Für sie gehörte all das zusammen. In ihrer beider Leben hatte sich etwas Grundlegendes verändert, um das sie beide nicht gebeten hatten und dennoch war es passiert. Und für sie war es normal sich um das Wohl des anderen zu sorgen. Vielleicht musste auch sie dabei -ebenso wie er- einige Kompromisse eingehen, aber es war ihr schlicht unmöglich diese Tatsache dabei komplett auszublenden. Was seinen Hunger anging konnte sie nicht alles für ihn sein. Aber zumindest für die paar Tage, in denen sie hier waren konnten sie beides miteinander verbinden und Sandrine sah nichts, was dagegen sprach. Und genau davon versuchte sie ihn auch schließlich zu überzeugen.

    Erst als er sie schließlich bat ihn zu küssen, atmete sie auf. Erst jetzt spürte sie die offensichtliche Anspannung, die sich über die ganze Zeit des Gesprächs aufgebaut hatte. Sobald ihre Lippen seine berührten vergaß sie alles was in den vergangenen Minuten passiert war und die Anspannung, die sie erst eben gespürt hatte. Sie spürte seine Hand in ihrem Haar, was sie schließlich dazu brachte den Kuss noch zu intensivieren. In diesem Moment konnte sie ihm gar nicht nah genug sein und spürte erneutes Verlangen in ihr aufkommen. Und auch wenn es dem Vampir ähnlich zu gehen schien, war es doch, der sie schließlich von ihr löste.
    Ehe sie irgendetwas von dem was eben geschehen war, realisieren konnte, hatte er bereits nach ihrer Hand gegriffen.

    Das nächste, was sie spürte war ein unbeschreibliches Gefühl, das sie bisher jedes Mal empfunden hatte, wenn er von ihr trank. Es war nicht so, dass sie nur den reinen Rausch genoss. Sie genoss das Gefühl, das es in ihr auslöse. Die Tatsache, dass sie sah wie Josef diesen Moment genoss und ihrer beider Verlangen nacheinander noch größer wurde, setzte dem Ganzen die Krone auf. Am Rande nahm sie war, wie ihre Hand sich auf seinem Oberschenkel verselbständigte und auch er sie dichter an sich zog. Ihnen beiden fiel es schwer, diese Leidenschaft so zu zügeln, dass sie sich nicht auf der Stelle die Kleider vom Leib rissen. Und doch war es Josef, der die Reißleine zog und schließlich von ihr abließ. Als er ihr erklärte, dass er sich den Rest für später aufheben wolle, biss sie sich auf die Unterlippe. Allein der Gedanke daran nun mit ihm alleine im Hotelzimmer zu sein, jagte einen Schauer über ihren Rücken. War es nicht das, worauf sie beide den ganzen Tag gewartet hatten?

    Sie wusste nicht, ob er noch einen Programmpunkt für den heutigen Tag geplant hatte. Auch wenn sie der Meinung war, dass der Tag schon heute Vormittag unvergesslich gewesen war, wusste sie inzwischen, dass Josef gern Überraschungen machte. Allerdings hatte sie, wenn sie ehrlich war, inzwischen keine große Lust mehr auf weitere Pläne, wenn diese nicht die Fahrt ins Hotel beinhalteten.
    Sie grinste als sie merkte, dass Josef ihr nur schwer folgen konnte, während sich ihre Hand noch immer auf seinem Oberschenkel befand. Musste sie in diesem Augenblick kein Vampir sein, um zu wissen, dass spätestens in dieser Situation auch sein Puls beschleunigt wäre, würde sein Herz noch schlagen.

    „ Da gäbe es wahrscheinlich noch einiges, aber das ist mir momentan ziemlich egal. “, erwiderte sie schließlich ebenso leise auf seinen Kommentar. Während seine Finger sanft über ihre Haut strichen, hielt sie für einen kurzen Augenblick die Luft an. Was das anging, standen sie sich tatsächlich in nichts nach und nur ein Blick in seine Augen reichte aus, um zu sehen, dass er die gleichen Absichten hatte und es ihm die restlichen Gemälde ziemlich egal waren. Stattdessen lagen ihre Lippen schon bald wieder auf seinen, während sie dem Impuls widerstand sich an den Knöpfen seines Hemdes zu schaffen zu machen. Nein, sie hatte definitiv nicht vor, sich weitere Gemälde anzusehen. So wunderschön sie auch waren.

    Die junge Frau sah zu ihm hoch, als er schließlich aufstand und ihr eine Hand hinhielt. Lächelnd ergriff sie sie und ließ sich in seine Arme ziehen, wo sie zu einem weiteren leidenschaftlichen Kuss verschmolzen. Seine Bewegungen waren so ruhig und elegant, dass sie erst zu spät merkte, dass er sie schließlich auf seinen Armen zum Fahrstuhl trug. Sein Grinsen ließ auch sie grinsen, auch wenn sie eigentlich protestieren wollte. Gegen dieses Lächeln war sie machtlos. Ein Arm auf seinen Schultern lag, legte sie ihre freie Hand auf seine Wange während sie seinen Kuss erwiderte. Ja, sie würden nun definitiv ins Hotel fahren müssen.

    „ Hey, wenn überhaupt bin ich die Einzige, die dich einen Idioten nennen darf. “, flüsterte sie lächelnd, als sie sich für einen kurzen Augenblick voneinander gelöst hatten. Er ließ es sich nicht nehmen, sie in den Aufzug zu tragen, wo er sie nach ihrem kurzen Protest dann schließlich runterließ.
    „ Hmm, diese Aufzüge… “, murmelte sie leise, nachdem sie den entsprechenden Knopf gedrückt hatte.
    Sie drehte sich zu ihm um ehe sie wieder legte sie eine Hand auf seine Wange und biss sich auf die Unterlippe, „ Ich weiß nicht, was diese Dinger immer mit uns anstellen. “, flüsterte sie grinsend und war dieses Mal sie es, die ihn an die Wand des Fahrstuhles drückte während sie ihn leidenschaftlich und fordernd küsste.

    Wenn es nach ihnen gegangen wäre, hätte diese Fahrt vermutlich endlos dauern können. Doch auch dieses Mal war sie viel zu schnell vorbei und ehe sie es sich versahen, öffneten sich bereits die Türen der Kabine.
    Langsam löste sie sich von ihm, ihre Gesichte nur wenige Zentimeter voneinander entfernt, „ Ich verspreche dir, beim nächsten Mal werden wir den Notfallknopf an einem dieser Dinger drücken. “, sagte sie leise und schenkte ihm ein freches Grinsen ehe sie seine Hand nahm und sie schließlich gemeinsam das Museum verließen und all die wunderschönen Werke der verschiedensten Künstler hinter sich ließen.

    Nachdem sie sich kurz bei dem Sicherheitsbeamten bedankt und verabschiedet hatten, kamen sie erneut zum Wagen, der -wie erwartet- an der gleichen Stelle stand. Für einen kurzen Moment fragte Sandrine sich, was der Fahrer wohl von ihnen dachte, doch nur ein Blick zu dem Mann an ihrer Seite ließ sie all ihre Gedanken vergessen. Wie ein Gentleman öffnete er ihr erneut die Wagentür, damit sie einsteigen konnte, um sich danach zu ihr zu gesellen. Zu ihrer Enttäuschung war es eine kurze Autofahrt. Nicht ungern hätte sie noch ein wenig die Fahrt mitsamt einiger sanften Liebkosungen genossen. Doch als der Wagen schließlich wieder hielt und sie Josefs vielsagendes Grinsen sah, runzelte sie die Stirn. Inzwischen kannte sie dieses Grinsen und sie musste gestehen, dass er es schaffte, sie immer wieder neugierig zu machen. Also entschieden sie sich letztlich doch aus dem Wagen zu steigen.

    Und der Anblick, der sich ihr bot, ließ sie für einen Moment innehalten. Hatte sie vorhin schon gedacht, dass das Hotel nicht mehr zu toppen sei, war sie nun beim Anblick des Pariser Ritz völlig überwältigt. Sie warf einen Blick zu Josef, der sie grinsend beobachtete, was sie nur den Kopf schütteln ließ.
    „ Du bist wirklich verrückt. “, sagte sie leise während sie nach seiner Hand griff, „ Aber das macht dich nur noch liebenswerter. Meistens zumindest. “, grinste sie.
    Josef bedankte sich bei dem Fahrer und wechselte kurz einige Worte mit ihm, von denen Sandrine nichts mitbekam, da sie noch immer nicht fassen konnte, dass er tatsächlich in diesem Hotel etwas gebucht hatte.

    Als sie schließlich die Eingangshalle betraten, war die junge Frau überwältigt von Wirkung, die diese sofort auf sie hatte. Wahnsinnig imposant machten die hohen Decken mit ihren liebevoll dekorierten und beleuchteten Wänden beinahe schon einen ehrfürchtigen Eindruck auf sie. Ähnlich wie zuvor am Abend fühlte sie sich in andere Zeit versetzt oder zumindest wie jemand ganz besonderes. Wann hatte sie sonst schon mal die Gelegenheit ein solches Hotel zu besuchen?
    Josef sprach mit der zuvorkommenden Dame am Empfang und nur am Rande bekam Sandrine etwas von der Suite Impériale mit. Sie hatte keine Ahnung, was genau sie erwartete. Und auch wenn sie gerade ganz andere Dinge im Kopf hatte, als die Innenausstattung ihrer Unterkunft, konnte sie nicht leugnen beeindruckt von alledem zu sein.
     
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  8. Pheebs87

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    Schon wieder drehten sie sich um die gleichen Themen. Es war nicht einfach für Sandrine zu akzeptieren, dass sie nicht die einzige sein würde von der Josef leben konnte und ebenso fiel es ihm schwer zu akzeptieren, dass sie sich um ihn sorgte, genauso wie er sich um sie sorgte. Lange schon hatte er keine solche Beziehung mehr und als er das letzte Mal liebte, war es nicht die Aufgabe der Frau sich um den Mann zu sorgen, geschweige denn sich um ihn zu kümmern. Doch sie würde nicht so schnell aufgeben und damit würde sich auch der Vampir abfinden müssen.

    Josef realisierte immer mehr, wie sich sein Leben nun ändern würde, nachdem er sich für Sandrine entschieden hatte. Es würde nicht einfach so weiter gehen wie bisher. Die Zeit hier in Paris war eine gute Probe, doch sie spiegelte nicht die Realität wieder und Josef war bewusst, dass diese noch schwieriger werden würde. Also mussten sie vor allem jetzt Kompromisse finden, wenn sie wollten, dass dieses gemeinsame Leben funktionieren sollte und so beschloss er es hinzunehmen – zu akzeptieren, dass die junge Frau ein Teil seines Lebens war, dass ihr Blut für ihn der absolut Beste war, was er sich vorstellen konnte und dass sie sich ebenso danach verzehrte, ihn von ihr trinken zu lassen, wie er danach von ihr zu trinken.

    Der Gedanke daran, dass sie es ebenfalls genoss, wenn er von ihr trank, ließ ihn schließlich alles ablegen, was ihn den ganzen Tag daran gehindert hatte und plötzlich war das Verlangen unerträglich groß. Schon ihre süßen Lippen schmeckten wunderbar und er konnte es keinen weiteren Moment mehr ohne ihr Blut aushalten.
    Trotzdem langsam und bedacht darauf es auch für sie einen unvergesslichen Moment zu machen, legte er schließlich seinen Mund an ihren Arm und ließ die unwiderstehliche Flüssigkeit über seine Lippen fließen. Das Rauschen des Bluts und das erregte Schlagen ihres Herzens ließ ihn alles andere vergessen. Nur das große Verlangen nach Sandrine und ihrem Körper wurde mit jedem Schluck größer. Ihre Hand auf seinem Oberschenkel brannte wie Feuer und er wusste, dass er nun die Reißleine ziehen musste, wenn er nicht sofort über Sandrine herfallen wollte.

    Es war ihnen beiden klar, dass sie nun nichts anderes mehr wollten als dieses intime Verlangen nun gänzlich auszukosten und so waren ihre Worte kaum mehr als der Versuch sich für einen Moment aus der knisternden Erotik zu entziehen.
    Josef grinste leicht, als die junge Frau meinte, dass sie noch einige Kunstwerke hier interessieren würden, ihr aber gerade nicht wirklich daran gelegen war diese auch zu sehen. Es war genau die Antwort die er sich erhofft, aber auch erwartete hatte und so zog er sie schließlich in seine Arme und trug sie zum Aufzug. Ihre Lippen verschmolzen erneut und für einen Moment vergaß er, dass er Sandrine noch immer auf den Armen hielt.

    Seine Entschuldigung war aufrichtig und das einzige was in diesem Moment noch zwischen ihnen stand. Ihre Worte ließen ihn schmunzeln und sanft strich er über ihre Wange. „Nenne mich bitte so oft einen Idioten, bis ich es verstanden habe.“ bat er sie schließlich und blickte in ihre wunderschönen braunen Augen, von denen er niemals genug bekommen würde.
    Erst als sie sich beschwerte, dass er sie immer noch auf Händen trug, lachte er leise auf und ließ sie langsam wieder auf die Beine kommen. Erst jetzt bemerkten die beiden, dass sie noch nicht einmal den Fahrstuhl Knopf gedrückt hatte. Mit einem Grinsen löste sich der Vampir kurz von der jungen Frau und erledigte diese kleine Aufgabe. Sandrine überraschte ihn damit, dass sie ihn sanft gegen die Wand des Aufzuges drückte, als er sich wieder zu ihr umdrehte und willenlos, ließ er sich von ihr küssen. „Ich werde nie wieder in einem Lift unterwegs sein können ohne an das hier zu denken.“ antwortete er ihr ebenso leise und seine Hände strichen sanft über ihren Rücken bis zu ihrem Po und ließ sie dort elegant, aber fordernd liegen.
    Das bekannte und fast schon gefürchtete Geräusch des Fahrstuhls ließ Josef seufzend von der jungen Frau ab. Ihre Worte brachten das Grinsen zurück in sein Gesicht. „Wieso haben wir bis jetzt noch nicht daran gedacht?“
    Sandrine war es, die ihn schließlich aus dem Museum führte. Wäre es nach ihm gegangen, hätte er die junge Frau wahrscheinlich in der nächst besten Ecke vernascht, doch wie immer war sie es, die den kühlen Kopf bewahrte und es schließlich sogar schaffte noch ein paar Worte mit dem Sicherheitsbeamten zu wechseln. Josef, noch immer leicht im Rausch überließ der jungen Frau das sprechen und gewann erst am Wagen wieder die komplette Kontrolle über sich selbst, was ihm ermöglichte den Gentleman erneut heraus zu kramen.

    Josef hatte ihr schon auf dem Flug erzählt, dass er das Ritz für die beiden gebucht hatte. Doch ihre Augen zu sehen, als sie das atemberaubende Hotel schließlich vor sich sah. Er konnte den ganzen Tag in diese glänzenden Augen schauen.
    Ihm fehlten noch immer jegliche Worte, doch Sandrine erklärte ihm erneut, dass er verrückt war. Ihre weiteren Ausführungen ließen ihn erneut Schmunzeln. „Darf ich dich daran erinnern, gegebenenfalls?“ fragte er sie leise und küsste sie sanft, bevor er sich bei dem Fahrer bedankte, ihm eine gute Nacht wünschte und mit ihm nochmals die Pläne für den morgigen Tag absprach.

    Es dauerte nicht lange, bis er wieder nach der Hand der jungen Frau griff und sie elegant in das glamouröse Hotel führte.
    Schon als sie die Eingangshalle betraten, errfüllte ihn der Flair des eleganten Hotels und auch der Vampir fühlte sich in eine Zeit versetzt, die er schon lange hinter sich gelassen hatte. Es war ein wunderbares Gefühl, dieses Erlebnis mit Sandrine zu teilen und so legte er sanft den Arm um sie, als sie gemeinsam an die Rezeption traten, wo sie freundlich empfangen wurden. Josef klärte alles wichtige, was glücklicherweise nicht sehr lange dauerte und verließ schließlich mit Sandrine in seinem Arm und seinem Schlüssel in der Hand die Rezeption auf dem Weg in ihr so lange ersehntes Hotelzimmer.

    Mit einem Grinsen auf den Lippen blieb er vor den imposanten Treppenabsatz stehen und drehte sich mit einem hochgezogenen Augenbrauen zu der jungen Frau um. „Treppen oder Aufzug?“
    Beiden war bewusst, dass der Aufzug erneut das Verlangen verstärken würde, was die beiden schon in diesem Moment so verstärkt spürten, das Hotel war immer noch gefüllt von Menschen und Josef traute sich selbst nicht über den Weg. Also schlug er schließlich die Treppen vor. Es war ein wunderbares Treppenhaus und elegant führte er Sandrine diese hinauf, bis sie schließlich von oben nochmals über die imposante Eingangshalle des Hotels blickten.
    Nochmals stellte er sich hinter die junge Frau und legte die Arme um Sandrines Hüfte. „Na, Prinzessin? Bis du bereit dafür den Tag zu Ende gehen zu lassen?“

    Nachdem sie die Eindrücke noch eine Weile auf sich wirken ließen führte Josef Sandrine schließlich zu ihrem Zimmer. Josef hatte sich für die Imperial Suite entschieden und hoffte damit den Geschmack der jungen Frau getroffen zu haben, auch wenn er nicht damit rechnete, dass sie an diesem Abend noch sehr große Augen für die Einrichtung haben würde. Sanft strich er ihr die Haare aus dem Gesicht und küsste sie sanft, bevor er den Schlüssel in das Schloss steckte, die Tür aufschloss und nach ihr das Zimmer betrat.
     
  9. Mcleod Daughter

    Mcleod Daughter Well-Known Member

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    Sie wusste seine Entschuldigung zu schätzen, aber war sie der Meinung, dass diese inzwischen schon mehr als genug zwischen ihnen ausgesprochen wurden. Sie waren nicht immer einer Meinung und das würden sie auch zukünftig nicht sein. Es würde viele Kompromisse brauchen, damit das klappen konnte, aber schienen sie doch beide bereit diese einzugehen.
    Grinsend kniff sie ihre Augen zusammen, als er seine Bitte aussprach, „ Hmm, das sollte sich einrichten lassen. “, sagte sie leise und verlor sich einen Augenblick in seinen Augen. Ja, vermutlich würde es noch einige Situationen geben, in denen sie ihn einen Idioten nennen würde. Aber gerade war sie froh, dass es diese Situationen geben würde. Immerhin bedeutete es, dass sie dieses Wagnis eingingen und nicht aufgaben.

    So sehr sie genoss, von seinen starken Armen getragen zu werden, setzte er sie schließlich ab. Erst da bemerkten sie, dass keiner von ihnen den Knopf gedrückt hatte. Kurz kam Sandrine der Gedanke, dass es vielleicht ein Zeichen dafür war, einfach hier zu bleiben. Allerdings verwarf sie diesen schnell wieder. So sehr sie beide diese Aufzüge anzogen, war sie sich doch relativ sicher, dass es auch den Vampir eher in das Hotel zog. Das allerdings hindert sie nicht daran, diese kurze Fahrt nochmal zu genießen. Das war wohl auch der Grund, weshalb dieses Mal sie diejenige war die die Initiative ergriff. Nur schwer konnte sie sich wieder von ihm lösen. Ihre Arme lagen auf seinen Schultern und als sie seine Hände spürte, die ihren Rücken sanft herunter strichen, grinste sie ihn an, „ Genau das wollte ich erreichen. “

    Sie fuhr ihm mit einer Hand durch sein Haar, als das bekannte Geräusch des Fahrstuhls erklang. Seufzend ließ sie ihre Hände sinken, während sie ihre Augen noch immer nicht von ihm lösen konnte, „ Oh, ich glaube gedacht haben wir mehr als ein Mal daran… “, sagte sie leise und grinste, „ Aber … das heben wir uns für ein anderes Mal auf. “
    Sie war es, die nach seiner Hand griff und ihn aus dem Museum führte. So oft sie auch mit dem Gedanken gespielt hatte ihn einfach in irgendeine Ecke zu ziehen, gelang es ihr zu diesem Zeitpunkt überraschend gut sich darauf zu konzentrieren das Museum zu verlassen. Sie wollte die Nacht mit Josef genießen und diesem unvergesslichen Tag das passende Ende bescheren. So verlockend dabei der Fahrstuhl war, stand ihr doch der Sinn nach etwas anderem. Und nach einem kurzen Plausch mit dem Sicherheitsbeamten machten sie es sich schließlich im Wagen bequem, der bereits auf sie wartete.

    Sie hatte gewusst, wohin es ging. Erinnerte sie sich an seine Erzählungen von heute Morgen. Und doch war es etwas komplett anderes tatsächlich vor diesem Hotel zu stehen, das gerade in der Dunkelheit mit der passenden Beleuchtung allein schon außen atemberaubend aussah. Noch immer konnte sie kaum glauben, dass Josef das hier ermöglicht hatte. Weshalb sie ihm wohl auch ein weiteres Mal sagen musste, wie verrückt er war. Aber genau das war auch eines der vielen Seiten an ihm, die sie so sehr liebte. Also blieb ihr bei seinem Kommentar nichts anderes übrig als zu lächeln, „ Das darfst du jederzeit. “, flüsterte sie ehe sie seinen Kuss erwiderte.

    Der Eingangsbereich des Hotels raubte ihr beinahe den Atem. Nur am Rande bekam sie das Gespräch zwischen der Dame und Josef mit. Vielmehr war sie damit beschäftigt, sich das Innere des Gebäudes genau anzuschauen. Sie fragte sich, was sie wohl von den Zimmern halten würde, wenn sie alleine von der Eingangshalle schon so begeistert war. Es war als hätten sie wieder eine kleine Zeitreise gemacht und mit dem Mann an ihrer Seite konnte die junge Frau das alles noch mehr genießen.
    Von Josef ließ sie sich schließlich samt Schlüssel durch die Halle führen ehe sie am Absatz der Treppe stehen blieben. Sandrine ahnte bereits, um welche Frage es ihr ging und schon nach einem kurzen Blick war ihnen beiden klar, dass die Treppe wohl die sicherere Wahl war. Hatten sie doch inzwischen festgestellt, dass Aufzugkabinen ihr Verlangen nacheinander beinahe unerträglich machten. Und auch wenn sie mutiger und abenteuerlustiger geworden war, wollte sie nicht riskieren hier so sehr aufzufallen.

    Gemeinsam schritten sie die Treppen hoch. Auch wenn die junge Frau mit dieser Wahl einverstanden gewesen war, war sie doch dankbar, dass es keine weiteren Treppen gab. In diesem Kleid und diesen Schuhen konnte sie sich kaum vorstellen weitere Stufen zu erklimmen. Vielleicht gerade aus diesem Grund lenkte sie sich damit ab, sich die wunderschöne Treppe und die Wände anzuschauen, die sie gleich an einige Werke aus dem Louvre erinnerten.
    Der Blick, der sich ihnen von oben bot, war ebenso atemberaubend. Sandrine fragte sich, wie schon damals solche außergewöhnlichen Bauten möglich waren. Es war einfach ein Traum.
    Josefs Stimme riss sie aus ihren Gedanken und seufzte lächelnd während sie ihre Hände auf seine Arme legte, die sich um ihre Hüften gelegt hatten. Für einen Augenblick blieb sie so stehen, sog die Atmosphäre und den Ausblick in sich auf ehe sie sich zu ihm drehte.
    „ Gehen wir. “, sagte sie schließlich und küsste ihn sanft, bevor sie sich schließlich auf ihren Weg zu ihrem Zimmer machten.

    Ihr beschleunigter Puls, die Nervosität, die sich langsam in ihr ausbreitete, entging ihr nicht und das bedeutete, dass sie auch Josef nicht entging. Während der Vampir sie durch den Gang begleitete, schloss sie für einen Moment die Augen, um sich für wenige Momente auf ihre Atmung zu konzentrieren. Zum einen war es das Verlangen, das den ganzen Tag über zwischen ihnen geherrscht hatte. Und zum anderen war dieser Tag und diese Nacht auch etwas Besonderes für sie. Sie hatten heute immerhin das erste Mal einen gesamten Tag miteinander verbracht, der überwiegend normal verlaufen war. Gut, so normal es eben sein konnte, den Louvre bei Nacht für sich zu haben oder beim Eifelturm nicht anstehen zu müssen.
    Doch nun hatten sie endlich etwas Zeit für sich und auch wenn Sandrine es bezweifelte in dieser Zeit einen Gedanken daran verschwenden zu können, gab ihr das vielleicht die Gelegenheit diesen Tag abschließen und auf sich wirken lassen zu können.

    Erst als Josef stehen blieb, tat sie das Gleiche. Das Lächeln, mit dem er sie bedachte brachte auch sie zum Lächeln ehe ihre Lippen auf seinen lagen und sie für einen Moment vergaß was sie gerade vorhatten. Doch war es schließlich der Vampir sich von ihr löste, bevor er schließlich die Tür aufschloss und sie zuvorkommender weise zuerst eintreten ließ.

    Sie machte einige langsame Schritte in den Raum und wusste nicht, wohin sie zuerst schauen sollte. Auch dieses Zimmer war schon wie der Eingangsbereich mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Die hohen Decken mit den Stuck besetzten Wänden, die in dem Licht noch imposanter auf sie wirkten, ließen sie sich langsam um ihre eigene Achse drehen. Wollte sie doch alles in sich aufnehmen. Zwei Sitzecken und ein antiker Schreibtisch vor dem großen Fenster ließen den Raum gemütlich und einladend zum Ankommen wirken. Langsam schritt sie zum Fenster. Inzwischen war es dunkel geworden und der Ausblick über die Seine mit den vielen kleinen Lichtern und der hell erleuchtete Eifelturm ließen sie lächeln.

    Für einen Augenblick vergaß sie Josefs Anwesenheit. Viel zu fasziniert war sie von dem, was es hier zu sehen gab. Nie im Leben hätte sie sich träumen lassen, jemals in einem dieser Zimmer einzuchecken, geschweige denn eines dieser Hotels nur zu betreten. Sie ging durch die Räume und war in jedem einzelnen überwältigt von der Liebe zum Detail, die hier eine große Rolle spielte. Alles sah so edel aus, dass sie beinahe Angst hatte, irgendetwas anzufassen. Es war nicht schwer, sich bei dieser Einrichtung in eine andere Zeit versetzt zu fühlen. Josef hatte gewollt, dass sie sich wie eine Prinzessin fühlt und bei diesen Räumlichkeiten hatte sie damit keinerlei Probleme.

    Als sie schließlich ein leises Räuspern aus dem anderen Raum hörte, kehrte sie lächelnd zurück und entdeckte Josef, der grinsend am Fenster stand. Allein dieser Anblick reichte aus, um ihr in Erinnerung zu rufen, weshalb sie vorhin so schnell beschlossen hatten das Museum zu verlassen.
    „ Es kommt nicht oft vor, aber ich bin sprachlos. “, sagte sie leise, als sie dicht vor ihm stand, „ Es ist wunderschön hier. “
    Langsam griff sie nach seinem Kragen ehe sie ihn sanft ein Stück zu sich zog, „ Der perfekte Abschluss für diesen unvergesslichen Tag. “, murmelte sie leise und legte schließlich ihre Lippen auf seine.
     
  10. Pheebs87

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    Die letzte Stunden waren für sie beide ein auf und ab der Gefühle gewesen. Er hatte ihr persönliche Dinge anvertraut, die sonst nur wenige von ihm wussten. Sie hatte sich auf etwas eingelassen, von dem sie nicht wusste was es wirklich war und beide waren mehrere Male über ihren Schatten gesprungen. Leidenschaft war immer ein großer Begleiter der beiden gewesen und auch nun am Ende dieses aufregenden Abends war es das einzige, dass Josef zu fühlen schien. Auch Sandrine ging es ähnlich, war doch sie es die ihn bestimmt und fordernd gegen die Wand des Fahrstuhls drückte. Josef ließ dies grinsend über sich ergehen. Selbst wenn er wollte, konnte er den Berührungen der jungen Frau in diesem Moment nicht widerstehen. Seine Hände erkundeten sanft ihren Körper, während er ihren Kuss sehnsüchtig erwiderte. Er bräuchte kein Bett oder Hotelzimmer um nun das zu vollenden, auf was sie den ganzen Tag hin fieberten, doch sollte auch der Abschluss dieses Tages etwas besonderes sein und auch wenn der Fahrstuhl ein gewisses Abenteuer bot und ihn eindeutig auch reizte, war es für diesen Abend eindeutig nicht das richtige.

    So nickte er leicht grinsend, als Sandrine vorschlug, dass sie sich den Notfallknopf an dem Aufzug für ein anderes Mal aufheben würden. Der Gedanke daran jagte ihm einen Schauer über den Rücken, der ihn nur sehr schwer die Beherrschung behalten ließ. „Du hast keine Ahnung wie wahnsinnig du mich machst.“ hauchte er ihr heißer ins Ohr und blickte für einen kurzen aber intensiven Moment in ihre dunklen Augen. Er konnte sich in ihnen verlieren und sie gaben ihm das Gefühl angekommen zu sein. Egal wo er war, egal was sie gerade erlebten, nur ein Blick in die wunderschönen Augen dieser Frau, sagten ihm, dass er an dem Ort war, an dem er sein sollte. Sie würden sich noch oft in die Haare kriegen, würden noch oft an den Punkt kommen, an dem sie sich neu füreinander entscheiden mussten und doch fürchtete er diese Momente nicht, denn alleine der Blick in ihre Augen, gab ihm die Sicherheit, dass das hier absolut richtig war.

    Schließlich verließen sie den Fahrstuhl und das Gebäude und Josef gelang ein kurzes Dankeschön an den Wachmann gerichtet. In seinen Gedanken war er noch zu sehr mit der jungen Frau beschäftigt und wenn er ehrlich war, wollte er keine anderen Menschen mehr sehen, als Sandrine. Doch für einige Momente musste er sich wohl noch zusammen reißen. So führte er sie schließlich elegant zu ihrem Wagen, half ihr hinein und zog sie schließlich in seinen Arm, als der Fahrer sich auf den Weg zu ihrer Unterkunft machte. Josef war froh, dass er dem Fahrer keine weiteren Pläne mitteilen musste. Er wusste wo er sie hinzubringen hatte und so konnte er sich für diese wenigen Minuten nur auf die Frau in seinen Armen konzentrieren und langsam wieder ganz zu sich kommen. Es war nicht mehr viel Zeit, bis sie sich schließlich ganz von der Außenwelt abschotten konnten und es für diese Nacht nur noch sie beide gab. So lange musste er wenigstens noch einen einigermaßen klaren Kopf bewahren, wobei ihm die gemütliche Autofahrt sicherlich helfen würde.

    Als die beiden schließlich vor dem Hotel standen, konnte er Sandrines Reaktion vollkommen genießen. Ihre leuchtenden Augen, als sie das imposante Gebäude betrachtete ließen auch seine Augen strahlen. Erst durch ihren Blick, sah er die Schönheit des Hotels in voller Pracht. Es war hell erleuchtet und lud mit seiner eleganten Art zu einem unvergesslichen Aufenthalt ein. Sandrine kommentierte seine Verrücktheit und dass sie dies eigentlich ganz anziehend fand. Ihre Erlaubnis, dass er sie daran erinnern durfte, ließ ihn triumphierend lächeln, bevor er sie küsste und für einen letzten Moment die kühle Nachtluft genoss, die ihm um einiges angenehmer war, als über Tags, selbst wenn es den ganzen Tag bewölkt war.

    Dem Vampir fiel natürlich die imposante Eingangshalle auf, doch war er zu oft in solchen Hotels unterwegs, als dass es noch etwas so besonderes für ihn war, als Sandrine es zu erleben schien. Er ließ ihre Hand nicht los, während sie langsam zur Rezeption schritten und er sich dort kurz mir der Rezeptionistin um alle wichtigen Angelegenheiten kümmerte. Erst als Josef sich wieder zu seiner Begleitung umdrehte, sah er in ihrem Gesicht die Überwältigung, die auch diese Örtlichkeiten auf die junge Frau hatten. Ein Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus und er drehte sie einmal um ihre eigene Achse, bevor er ihr verliebt in die Augen blickte und sie schließlich bis zu den Treppen führte. Beide entschieden sich schnell dafür in diesem Moment die Treppen zu nehmen. Der Respekt davor, wie sie sich in dem Fahrstuhl verhalten würden, ließ sie beide davor zurück schrecken, denn auch wenn er schon einige Male zuvor bewiesen hatte, dass ihn die Augen der Öffentlichkeit nicht störten, wollte er es nicht riskieren schließlich doch noch komplett die Kontrolle zu verlieren.

    Ihr Zimmer befand sich im ersten Stockwerk und auch wenn Sandrine es nicht sagte, war sich der Vampir sicher, dass ihr das Stufensteigen schwer fiel. So sehr sie ihm in dem Outfit gefiel, ärgerte er sich fast etwas über sich selbst. Nur um ihm zu gefallen verbrachte sie den Abend in Klamotten, die ihr sichtlich Unannehmlichkeiten bereiteten. Er selbst konnte sich nicht vorstellen in solchen Schuhen auch nur wenige Meter zu laufen. Josef spielte mit dem Gedanken die junge Frau erneut auf die Arme zu nehmen, doch ihre erste Reaktion ließ ihn davon zurück schrecken, vor allem, da sie nun nicht mehr alleine waren.
    So stelle er sich für einen Moment zu ihr, um das imposante Hotel nochmals auf sich wirklich zu lassen. Seine Arme legten sich wie von selbst um ihren wundervollen Körper und als ihre Hände sich auf seine Arme legten schloss er für einen Moment die Augen. Für ihn war es weniger die Atmosphäre des Hotels oder der eleganten Eingangshalle, es war der kleine, so selbstverständliche Augenblick, die kaum spürbar intime Berührung, die ihm erneut Versicherte am richtigen Ort zu sein.

    Erst als Sandrine sich zu ihm drehte, öffnete er die Augen erneut und blickte in die ihren. Auf ihre Aufforderung zu gehen, nickte er lächelnd, bevor er sich nochmals von ihr küssen ließ und schließlich nach ihrer Hand griff, um sie endlich zu ihrem Zimmer zu führen.
    Sie liefen einen eleganten menschenleeren Flur entlang und Josef hörte nichts anderes als ihre Schritte und Sandrines sanften Herzschlag. Ein Grinsen legte sich auf seine Lippen, als er das leichte ansteigen ihres Pulses bemerkte, was seine freudige Erwartung auf die kommenden Momente ebenfalls ansteigen ließ. Als sie schließlich die Zimmertür erreichten, hatte er kaum merkliche Probleme sich exakt auf das Schlüsselloch zu konzentrieren, waren seine Gedanken doch schon bei dem, was sich schließlich im Zimmer abspielen würde. Es dauerte allerdings nur wenige Momente bis die Tür der Imerial Suite öffnete und Sandrine an ihm vorbei in das Vorzimmer trat.

    Während die junge Frau das Zimmer betrachtete, blieb der Vampir in der Eingangstür stehen und folgte ihren Schritten mit seinen Blicken. Für ihn gab es in diesem Moment nichts schöneres, als Sandrine zu beobachten, wie sie mit geweiteten Augen durch die Räumlichkeiten lief. Seine letzte Überraschung für diesen Tag schien ebenfalls gelungen zu sein. Während Sadrine einen weiteren Raum in Augenschein nahm stellte er sich an das Fenster, das einen wunderbaren Ausblick auf das nächtliche Paris bot. Für einen Moment besann er sich auf sich selbst, ließ den Tag und all die Gefühle erneut auf sich wirken und drehte sich schließlich erneut zu der jungen Frau um, die die Tour durch die Zimmer immer noch nicht beendet hatte.

    Er konnte schließlich nicht mehr an sich halten, so räusperte er sich, um Sandrine auf sich aufmerksam zu machen. Hatte sie ihn etwa ganz vergessen? Etwas kratzte das an seinem Ego. Vielleicht wäre ein weniger imposantes Zimmer eine bessere Wahl gewesen.
    Als sie sich zu ihm drehte, grinste er breit, denn seine Gedanken wurden schnell von denen abgelöst, die ihn den Tag über so oft begleitet hatten. Ihre Worte hallten in seinen Ohren, doch fand er nicht wirklich eine passende Antwort. Ihre Hand an seinem Hemd ließ ihn schließlich komplett die Fassung verlieren und er erwiderte ihren Kuss erst sanft doch schnell fordernd.

    Seine Hände glitten leicht über ihren Körper und blieben schließlich auf ihren Oberschenkeln liegen. „So sehr ich das Kleid an dir liebe,“ erklärte er ihr leise, „hat es für heute seine Aufgabe erfüllt. Findest du nicht auch?“
    Langsam schob er das Stück Stoff an ihrem Oberschenkel nach oben, während seine Lippen über ihren Hals wanderten. Ihr Puls an seinen Lippen ließ ihn sanft aufstöhnen, bevor er erneut Sandrines Lippen suchte und die beiden zu einem weiteren leidenschaftlichen Kuss verschmolzen.
     
  11. Mcleod Daughter

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    Ein Blick in seine Augen und sie vergaß alles um sich herum. Sie sah ihn an und fühlte sich sicher, fühlte, dass sie angekommen war. Hinter ihnen lagen Monate von Streit, Diskussionen, Ungewissheit, Angst. Aber wenn sie ihm jetzt in die Augen blickte, war das alles vergessen. Denn in solchen Augenblicken zählten nur sie beide. Und natürlich wusste auch sie, dass sicherlich noch einige Diskussionen, Streits und Kompromisse vor ihnen lagen, aber das rückte dabei weit in den Hintergrund. Denn wichtig für sie war nur die Tatsache, dass sie jetzt zusammen waren, zueinander standen und bereit waren dieses Abenteuer anzugehen.
    „ Ich dachte du wärst derjenige, der diesen Effekt auf mich hat. “, flüsterte sie und lächelte, „ Aber vielleicht beruht das ja auch auf Gegenseitigkeit. “

    Schließlich war sie diejenige, die die Initiative ergriff und Josef langsam aus dem Fahrstuhl zog. Denn ihnen beiden war klar, dass wenn sie sich hier noch länger aufhalten würden, sie definitiv den Notfallknopf benutzen würden. Innerlich war damit beschäftigt ihre Gedanken zu sortieren und sich zumindest für einen Moment darauf zu konzentrieren, dem Wachmann zu danken und zum Wagen zu kommen. Josef schien es ähnlich zu gehen und für einen kurzen Augenblick trat ein kleines Grinsen auf ihr Gesicht. War es für sie doch schön zu sehen, dass auch der Vampir hin und wieder durchschaubarer für sie war oder es zuließ.
    Im Wagen ließ sie sich von Josef in seine Arme ziehen und schmiegte sich an ihn. Anscheinend wusste der Fahrer wo es hin ging und sie beide konnten den Moment nutzen um zumindest für die Autofahrt einen einigermaßen klaren Kopf zu bekommen. Josefs Arm um ihre Schultern und ihre Hand, die seine ergriffen hatte. Ein weiterer Moment voll selbstverständlicher Berührungen zwischen ihnen, die es für sie gerade deshalb zu etwas Besonderem machten.

    Für ihren Geschmack endete die Autofahrt ein kleines bisschen zu schnell. So sehr sie sich auf die Zweisamkeit mit ihm freute, genoss sie gerade auch den Moment. Dass sie davon allerdings noch viele haben würden, ließ sie schließlich voller Vorfreude aus dem Wagen steigen und das Hotel bewundern. Dieser Mann war verrückt, anders konnte sie es nicht sagen. Er wollte ihr die Welt zu Füßen legen und wenn sie nichts dagegen sagte, würde er das sicherlich tun. Dieser Tag war schon bis zu diesem Augenblick unvergesslich für sie gewesen, doch er schaffte es tatsächlich noch ein kleines bisschen weiter zu gehen. Für einen kurzen, innigen Moment genossen sie die kühle nächtliche Brise, die sie vor dem Hotel umhüllte ehe Josef sie schließlich ins Innere zog.

    Während sie das Innere des Hotels betrachtete, wünschte sie sich ein weiteres Mal an diesem Abend in die Vergangenheit. Nur zu gerne hätte sie das Flair des Hotels damals mitbekommen. Sie konnte sich gut vorstellen, wie hier vornehme Bälle und sicherlich die einen oder anderen rauschenden Partys stattgefunden hatten. Im Anschluss daran konnte man es sich in den luxuriösen Suiten gut gehen lassen.
    Erst als Josef sie drehte, kam sie richtig in die Gegenwart zurück. Sie erwiderte seinen Blick mit einem Lächeln, „ Atemberaubend. “, sagte sie leise ehe sie ihm schließlich zu Treppe folgte, bei der sie beide recht schnell entschieden diese statt des Fahrtstuhls zu wählen.

    So sehr ihr heutiges Outfit gefiel, bemerkte sie doch jetzt wie ungünstig es zum Steigen der Treppen war. Doch das würde sie nicht daran hindern, weiter diese Treppen zu steigen. Es ging schließlich nicht darum einen Marathon zu laufen. Sie lächelte Josef dankbar zu, der sie leicht stützte. Sie wünschte in diesem Augenblick eleganter auf diesen Schuhen gehen zu können, doch so sehr sie sich bemühte stellte sie selbst fest, dass sich das seltene Tragen solcher nun rächte.
    Doch sofort als sie oben angekommen waren, stellte die junge Frau fest, dass es sich gelohnt hatte. War der Ausblick von hier oben noch atemberaubender als von dort unten. Wie selbstverständlich legte Sandrine ihre Hände auf Josefs Arme, die sie umschlangen. Diese kleine Berührung die für sie beide inzwischen schon so normal war, brachte ihr wieder ein Lächeln ins Gesicht. Das zusammen mit der Atmosphäre dieses Hotels machte diesen Augenblick perfekt und ließ sie für einen kurzen Augenblick innehalten.

    Erst als sie seine Stimme hörte, drehte sie sich zu ihm um und sie entschlossen schließlich sich auf den Weg zu ihrem Zimmer zu machen. Sie wusste nicht, was genau es war, was sie plötzlich etwas nervöser machte, aber die leichte Beschleunigung ihres Pulses spürte sie deutlich und wusste sogleich, dass auch der Vampir diese wahrnahm. Sie beobachtete ihn dabei, wie er die Tür öffnete, wobei ihr nicht auffiel, dass es dabei Schwierigkeiten hatte. Vielmehr war sie mit ihren eigenen Gedanken beschäftigt, in voller Vorfreude auf die Zweisamkeit, die sie beide nun genießen konnten.

    Nicht wissend, was sie erwartete, trat sie in die Suite und war sofort gefangen genommen von dem wunderschönen Anblick, der sich ihr bot. So sehr sie sich auf die Nacht hier freute, konnte sie nicht anders, als auch das Bad zu erkunden. Konnte sie sich dabei nur zu gut vorstellen, wie der Vampir und sie ein gemeinsames Bad nehmen würden. Ein Lächeln trat auf ihr Gesicht und ein weiteres Mal an diesem Tag war sie überwältigt von der Mühe, die Josef sich damit gegeben hatte.
    Erst als sie sein Räuspern wahrnahm kehrte sie zu ihm zurück. Bei dem Anblick von dem Vampir, der in seinem Smoking vor dem großen Fenster stand, trat ihr ein Grinsen auf ihr Gesicht. Gedanken und Gefühle, die sie schon den ganzen Tag über hatten, kamen auf Anhieb zurück. An seinem Kragen zog sie ihn zu sich und schon bald verschmolzen ihre Lippen zu einem leidenschaftlich fordernden Kuss.

    Sie spürte seine Hände auf ihrem Körper, während eine ihrer Hände durch sein Haar fuhr. Seine Worte ließen sie erneut grinsen.
    „ Definitiv. “, war das Einzige was sie rausbrachte. So sehr sie dieses Kleid inzwischen liebte, er hatte Recht. Für den heutigen Abend hatte es seinen Zweck erfüllt und würde, ähnlich wie sein Smoking, schon bald den Weg auf den Boden finden. Sie sog scharf die Luft ein, als sie spürte, wie seine Hand an ihrem Oberschenkel sanft nach oben glitt und seine Lippen ihren Hals liebkosten. Brachten sie seine Berührungen beinahe um den Verstand. Sein Aufstöhnen ließ ihr Verlangen noch größer werden und schließlich schmiegte sich ihr Körper noch dichter an seinen, während sie seinen Kuss leidenschaftlich erwiderte.

    „ Es gibt da noch ein Zimmer, das wir uns noch nicht angesehen haben. “, murmelte sie, als sie sich kurzzeitig von ihm löste. Für einen kurzen Moment sah sie ihm in die Augen und als sie sein Grinsen sah, griff sie nach seiner Hand und zog ihn, rückwärts laufend, in das Schlafzimmer. Dieses Mal hatte sie keine Blick für die Einrichtung, denn noch immer fesselten sie die Augen des Mannes, der ihr folgte und sein Blick, der sie voller Leidenschaft ansah.
    Langsam zog sie ihn zu sich, „ Lange genug gewartet … “, flüsterte sie und grinste. Ihre Hände, die erst auf seiner Brust lagen, glitten hinauf zu seinen Schultern ehe sie schließlich sein Jackett von ihnen schoben und es letztlich zu Boden fiel.
    Sanft legten sich ihre Lippen auf seine Wange ehe sie zu seinem Hals wanderten, den sie sanft mit Küssen liebkoste. Noch immer was Gefühl seine Haut auf ihrer zu spüren etwas ganz Besonders und Unverwechselbares, was sie niemals zuvor erlebt hatte.

    „ Hattest du nicht etwas von der erfüllten Aufgabe dieses Kleides gesagt? “, hauchte sie ihm leise ins Ohr und grinste, nachdem sich ihre Lippen den Weg zurück gebahnt hatten und erneut mit seinen verschmolzen.
     
  12. Pheebs87

    Pheebs87 Well-Known Member

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    Auch wenn Sandrine diese Art von Reisen nicht gewohnt war, so merkte doch auch Josef, dass sie zumindest von den Hotels angetan war. Josef kannte sehr wohl auch billigere Unterkünfte und wusste, dass auch diese meistens keine Wünsche übrig ließen. Doch er war für ihn selbstverständlich in den edleren Hotels unterzukommen. Nicht unbedingt weil er von dem Ambiente beeindruckt war, nein es lag eher daran, dass er es konnte und wieso auf einen Luxus verzichten, wenn man ihn sich durchaus leisten kann? Wenn er allerdings durch die Augen der jungen Frau die Eingangshalle betrachtete, sah er den Zauber, den er sonst ignorierte. Er lächelte sanft, als sie ihm erklärte wie atemberaubend sie das alles fand und nahm sich vor, dass sie nicht das letzte Mal gemeinsam in einem solchen Palast abgestiegen sind.

    So sehr sich beide nach einander verzehrten, so war ihnen doch daran gelegen jeden Moment dieses Erlebnisses auszukosten. Josef musste den Impuls unterdrücken Sandrine einfach mit sich in die Suite zu ziehen. Die Gedanken an das was danach folgte waren durchaus überzeugend und doch genoss er auch den kleinen Moment am Treppenabsatz, bevor sie sich auf den Weg in ihr Zimmer begeben. Es war kein weiter Weg und doch blieben sie selbst hier das ein oder andere Mal stehen, betrachteten noch ein Bild, oder schauten in einen Flur, der den zauberhaften Flair des Hotels ebenso widerspiegelte wie alles andere.

    Und doch war die Sehnsucht schließlich so groß, dass beide froh darüber waren, endlich an ihrer Suite angelangt zu sein. Als Josef den Schlüssel in das Schloss steckte, spürte er Sandrines Herzschlag, als wäre es sein eigener. Selbst wie ein kleiner Schuljunge vor seinem Ersten Mal fühlte er sich kaum im Stande die Tür zu öffnen. Was war es, dass diese junge Frau mit ihm machte? Wahrscheinlich spielte der vergangene Tag eine große Rolle in ihrer beiden Empfinden. Wenn er sich an ihre anderen Begegnungen erinnerte, dachten sie meist nicht lange darüber nach, bis sie sich ihrer Leidenschaft hingaben und die Sehnsucht nach einander stillten. Es war das erste Mal, dass sie sich damit Zeit ließen, gemeinsame Momente miteinander genossen, Leidenschaft erwachen ließen und diese dann aber auch wieder zu unterdrücken wussten. Der Vampir war froh, darüber, dass er sich nun gleich nicht mehr im Zaum halten musste, denn lange würde er es sicherlich nicht mehr aushalten.

    Als er endlich die Tür öffnete, ließ er Sandrine den Vortritt und besser als er selbst, konnte sie ihr Verlangen wohl noch unter Kontrolle halten. Er musste sich daran erinnern, dass sie junge Frau eine solche Suite wohl noch nicht von innen gesehen hatte und so gab er ihr den Freiraum sich umzusehen, auch wenn er ganz anderes im Sinn hatte.
    Da er sich wohl kaum hätte zurückhalten können, wäre er ihr gefolgt, stellte er sich schließlich ans Fenster und beobachtete sie grinsend. Josef hatte nicht damit gerechnet, dass sie von der Einrichtung so begeistert war. Natürlich war es wundervoll und entführte einen in eine Zeit, die Josef schon lange hinter sich gelassen hatte. Er erkannte den Zauber, wenn er Sandrine beobachtete, doch musste er sich auch eingestehen, dass es nicht mehr so überwältigend für ihn war. Doch auf keinen Fall wollte er die junge Frau, um ihre Erfahrung berauben.

    Als er sie schließlich im Türrahmen des Badezimmers stehen sah, konnte er an kaum mehr etwas anderes denken, als ihre Nähe zu spüren und wohl möglich später mit ihr ein gemeinsames Bad zu nehmen. Erst jetzt war er der Ansicht, dass sie genug gesehen hatte und räusperte sich leicht, um auf sich aufmerksam zu machen.
    Ihre Reaktion ließ ihn grinsen und ihre Lippen auf seinen erfüllten ihn mit dem heißen Verlangen, dass er gerade noch zu unterdrücken versucht hatte. Seine Lippen lagen schon bald an ihrem Hals und ihr wundervoller Duft umhüllte ihn, während seine Finger sanft über ihren nackten Oberschenkel glitten. Ihre Reaktionen auf seine Berührungen, ließen seine Leidenschaft noch mehr aufleben, während sich ihre Lippen wieder aufeinanderlegte und er sie fordernd küsste.

    Als sie ein weiteres Zimmer ansprach, war er für einen kurzen Moment verwirrt, verstand aber schnell worauf sie anspielte. Mit einem Grinsen auf dem Gesicht, ließ er sich von ihr in das Schlafzimmer ziehen. Seine Blick innig mit ihrem verschmolzen legten nun beide keinen großen Wert auf die Einrichtung des Raumes. Ihre Worten ließen sein Grinsen breiter werden, doch mehr als ein zustimmendes Nicken brachte er nicht zustande, bevor die junge Frau ihm sanft das Jacket von den Schulter strich.
    Ihre Lippen auf seinem Hals ließen ihn erneut leise aufstöhnen, bevor seine Hände sanft über ihren Rücken strichen und auf ihrem Po liegen blieben. Mit geschlossenen Augen genoss er ihre sanften Lippen auf seiner Haut und vergaß schnell alles andere um sich herum.

    Erst ihre sanft neckenden Worte ließen ihn die Augen wieder öffnen und er schaffte es sie ebenfalls neckend anzusehen. „Du kannst es wohl kaum erwarten?“ hauchte er, noch bevor ihre Lippen sich auf seine legten. Sie küssten sich innig, während Josef seine Hände über ihren Rücken nach oben wandern ließ, um schließlich den Reißverschluss des kleinen Schwarzen zu öffnen. Sanft strichen seine Fingerspitzen, über Sandrines nun nackten Rücken, bevor er das anziehende Stück Stoff schließlich auf den Boden gleiten ließ und sich schließlich kurz von ihr löste.

    Seine Blick glitt grinsend an ihrem Körper entlang und Josef konnte förmlich spüren wie seine Leidenschaft nach der jungen Frau immer größer wurde. Elegant zog er sie schließlich wieder zu sich, bevor er sie gekonnt in Richtung des Bettes drängte und schließlich über sie gebeugt in den Kissen lag. Sein Blick in ihren Augen strichen seine Finger über jeden Zentimeter frei gewordener Haut. Er spürte ihren starken Atem und erhöhten Herzschlag und erneut legte er seine Lippen auf ihren Hals, um diesen sanft zu liebkosen.
     
  13. Mcleod Daughter

    Mcleod Daughter Well-Known Member

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    So sehr die junge Frau von dem Vampir angezogen wurde, so musste sie sich auch eingestehen, dass sie diese Umgebung hier doch mehr beeindruckte als sie dachte. Ihr war klar, dass Josef das Ganze weit weniger interessierte als sie. War er doch wahrscheinlich ständig in solchen Hotels wenn er unterwegs war. Doch war es für sie etwas Besonderes. Zum einen, weil sie ohne ihn wohl nie in ein solches Gebäude gekommen wäre, da bereits eine Nacht hier wahrscheinlich mehrere Monatsgehälter von Buzzwire beanspruchte. Und zum anderen fühlte sie sich durch das Flair in eine Zeit versetzt, von der Josef ihr einige Einblicke gegeben hatte und sie sich ihm dadurch nähe fühlte.
    Sie war schon immer jemand gewesen, der die kleinen Dinge im Leben zu schätzen gewusst hatte und vielleicht war das einer der Gründe, weshalb sie für einen Augenblick die Atmosphäre des Gebäudes auf sich wirken lassen musste. Und so genoss sie den kleinen Moment, in dem sie beide dicht aneinandergeschmiegt am Geländer standen.

    Mit seinen Händen auf ihren Hüften fiel es ihr schließlich schwer, sich zu konzentrieren. Zu groß war inzwischen die Sehnsucht mit ihm allein zu sein, sodass sie beschlossen ihre Suite zu beziehen. Allein bei dem Gedanken daran lief ihr ein Schauer über den Rücken und die Tatsache, dass der Vampir ihre körperlichen Regungen auch noch genau mitbekam machte dies nicht gerade besser. Nur entfernt nahm sie die Umgebung des Flurs war, auch wenn sie immer wieder mit ihm stehen blieb, um sich auf eine bestimmte Sache zu konzentrieren. Doch solange er ihre Hand hielt, war es ihr schier unmöglich sich auf irgendetwas zu konzentrieren.

    Den ganzen Tag über hatten sie das Verlangen nacheinander immer wieder zügeln müssen. Und so sehr sie diesen Tag mit ihm genossen hatte, so sehr freute sie sich nun auch auf die gemeinsame Nacht mit ihm.
    Erst als Josef die Tür öffnete, wurde sie kurz von ihren Gefühlen abgelenkt. Ihr Blick fiel sofort auf das große Fenster, das Paris im Dunkel mit seinen vielen Lichtern von seiner besten Seite zeigte. Und so zog sie durch die Zimmer, bis sie schließlich im Bad landete, in dem sie sich durchaus ein gemeinsames Bad mit Josef vorstellen konnte. Sobald der Gedanke an den Vampir wieder in ihrem Kopf war, nahm sie sein Räuspern war und kehrte grinsend zu ihm zurück.

    Sie gab sich seinen Berührungen hin und spürte das wachsende Verlangen ihm näher zu sein. War sie gerade kurzzeitig von der Umgebung abgelenkt gewesen, hatte sie nun kein Auge mehr dafür. Seine Lippen an ihrem Hals, seine Hand auf ihrem Oberschenkel. Ihre Haut brannte unter seinen Berührungen und sie konnte an nichts anderes mehr denken, sodass sie seinen Kuss einfach ebenso fordernd erwiderte.

    Erst als sie es schaffte sich kurz von ihm zu lösen, sprach sie das weitere Zimmer an, das sie bisher noch nicht gesehen hatten. Inzwischen war ihr auch nicht mehr daran gelegen, sich irgendetwas in dieser Suite genauer anzuschauen wenn es nicht gerade mit dem Mann vor ihr zu tun hatte. Sie erwiderte sein Grinsen, als er verstand von was sie gerade sprach. Ohne ihn aus den Augen zu lassen, zog sie ihn mit ins Schlafzimmer. Dieser Mann brachte sie dazu alles um sich herum zu vergessen und wenn sie ihn so ansah, fiel es ihr ziemlich schwer, ihm nicht sofort die Kleider vom Leib zu reißen. Aber sie hatten Zeit und irgendwie war dies auch eine besondere Nacht. Heute hatten sie einen wundervollen, unvergesslichen Tag zusammen erlebt und auch wenn ihr Verlangen nacheinander beinahe unerträglich war, schienen sie beide diese Momente genießen und auskosten zu wollen.

    Langsam strich sie ihm das Jackett von den Schultern ehe sie sanft seinen Hals mit Küssen bedeckte. Seine Reaktion darauf ließ ihr Verlangen nur noch größer werden und nahm umso deutlicher wahr, wie seine Hände sanft über ihren Rücken strichen.
    Sie wusste nicht mit welcher Antwort sie gerechnet hatte, doch seine Reaktion auf ihren Vorschlag wunderte sie kaum.
    „ Hmm, vielleicht … “, murmelte sie grinsend ehe sich seine Lippen wieder auf ihre gelegt hatten und zu einem leidenschaftlichen Kuss verschmolzen.

    Ihre Hand fuhr in sein Haar, während sie spürte wie er den Reißverschluss ihres Kleides öffnete. Sie spürte wie seine Finger sanft über nackte Haut strichen ehe das Kleid schließlich zu Boden glitt. Erst als er sich kurz von ihr löste, kehrte sie ins hier und jetzt zurück. Sie sah ihn skeptisch an, während er sie grinsend musterte. Wusste sie nicht für den ersten Augenblick nicht, wie sie es finden sollte, spürte auch sie schon bald darauf die immer größer werdende Leidenschaft.
    Und so ließ sie sich mit ihm ziehen und aufs Bett legen. In seinem Blick gefangen spürte sie seine Finger, die sanft über ihre Haut strichen und ein Gefühl hinterließen, das nur seine Berührungen bei ihr auslösen konnten.

    Sie spürte wie sich ihr Herzschlag, ebenso wie ihr Atem beschleunigte und wusste im gleichen Moment, dass auch Josef dies wahrnahm. Inzwischen wusste sie, wie sehr es ihm gefiel, wenn er merkte welchen Effekt er auf sie hatte. Und in diesem Moment machte es ihr selbst nichts aus, im Gegenteil. Seine Lippen an ihrem Hals ließen sie leise aufstöhnen.
    „ Du machst mich wahnsinnig. “, murmelte sie leise ehe sie ihn sanft zu sich zog. Für einen kurzen Moment sah sie ihm intensiv in die Augen ehe sich ihre Lippen fordernd auf seine legten, während sie die Knöpfe seines Hemdes öffnete.

    Für einen kurzen Augenblick löste sie sich von ihm bevor das Hemd schließlich den gleichen Weg zu Boden fand wie die anderen Sachen zuvor.
    Sie fuhr mit ihren Händen in sein Haar und zog ihn sanft zu sich herunter. Grinsend sah sie ihn an und küsste ihn schließlich wieder, während sie ihre Beine um seinen Körper schlang. Sie genoss den Moment ihre Leidenschaft nicht unterdrücken zu müssen, stattdessen endlich die Zweisamkeit genießen zu können.
     
  14. Pheebs87

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    Es war ein wunderbarer Tag gewesen und Josef hätte ihn mit niemandem anders lieber verbracht. Wenn er es sich recht eingestand, dann hätte er diesen Tag so tatsächlich mit niemandem anders verbracht. Es war die junge Frau, die ihn dazu brachte über sein übliches Selbst hinaus zu wachsen. Sie machte ihn zu einer Person, die er schon lange nicht mehr war. Sie machte ihn menschlicher und auch wenn er sich dies noch lange nicht eingestehen würde, war es genau dies, was ihre Beziehung so besonders machte.

    Ihr heißer Kuss jagte einen Schauer über seinen Rücken. Es war kaum zu glauben was diese wenigen Berührungen in ihm auslösen konnten. Er hatte mittlerweile durchaus bemerkt, dass eine jeder seiner Berührungen in Sandrine ebenfalls einiges auslöste und er genoss es auf ihren erhöhten Puls zu hören, ihre erregte Atmung wahrzunehmen, wann immer er sie berührte. Und auch, wenn sie es nicht mitbekam, ging es ihm doch ganz genau so. Das Verlangen, welches sich nun in ihm ausbreitete, war es nun der Mensch, oder das Tier, das in ihm schrie, war kaum mehr auszuhalten.

    Auch wenn er ihren Herzschlag nicht hören könnte, so wusste der Vampir in diesem Moment, dass es Sandrine nicht anders ging als ihm selbst. Ihm war bewusst, dass sie sich an diesem Tag nicht nur einmal die Kleider vom Leib gerissen hätten, wären sie nicht in der Öffentlichkeit gewesen und so antwortete er nur mit einem Grinsen, als die junge Frau vorschlug ihren weiteren Abend im Schlafzimmer zu verbringen.
    Völlig widerstandslos ließ er sich von ihr mit sich ziehen und ließ dabei den Blick keinen Moment von ihren Augen schweifen. Er konnte die Sehnsucht förmlich sehen, die aus ihnen sprach und während sie begann ihn von seinem Jackett zu befreien, küsste er sie erneut mit steigender Leidenschaft.

    Als sich ihre Lippen sanft ihren Weg zu seinem Hals bahnten, seufzte er leise auf, bevor er für einen Moment den Kopf in den Nacken legte. Ihre sanften Lippen hinterließen ein Feuer auf seiner Haut, dass angenehm brannte und nach mehr verlangte.
    Seine Hände erkundeten die weiblichen Kurven der jungen Frau und wenn er es sich recht eingestand, störte ihn jedes Stück Stoff, dass sich in diesem Moment zwischen ihnen befand. So grinste er auf ihren Kommentar was das Kleid anbelangte und schaffte nur schwer einen ebenso neckischen Kommentar. Doch Josef war nicht wirklich nach Plaudern zu Mute, so schnitt er Sandrine ihre weiteren Worte ab, indem er mit ihr in einen weiteren leidenschaftlichen Kuss verschmolz.

    Es dauerte nur wenige Momente, bis das Kleid schließlich seine Dienste für den heutigen Tag erfüllt hatte und seinen Weg auf den Boden fand. So gerne er die junge Frau darin gesehen hatte, so lieber war ihm nun der Anblick, der sich ihm in diesem Moment bot. Lange genug hatte er heute darauf gewartet endlich mit ihr alleine zu sein und so ließ er schließlich von weiterem Zögern ab und zog Sandrine mit sich auf das Bett.
    Ihre Haut unter seinen Fingern war weich wie Samt und ließ die Sehnsucht nach ihrer Nähe nur noch größer werden.

    Trotzdem immer darauf bedacht nicht förmlich die Kontrolle über sich zu verlieren, sog er ihren süßen Duft ein, während ihr erhöhter Puls sein Verlangen nur noch weiter steigerte. Langsam ließ er einen Finger über ihren Hals und Schlüsselbein gleiten und strich schließlich sanft zwischen ihren Brüsten bis zu ihrem Bauchnabel, während er sanft ihren Hals küsste.
    Ihre Worte ließen ihn für einen Moment inne halten und ihr erneut in die Augen schauen. Es war, als blickte sie ihm direkt in die Seele und es war ihm in diesem Moment egal, was sie darin sehen würde. Er hatte sich noch bei keiner anderen Frau so gefühlt, wie bei ihr und er hoffte, dass er ihr dies irgendwie bewusst machen konnte.

    „Nicht so sehr wie du mich.“ seine Stimme war nicht mehr als ein leiser Hauch, der von ihren Küssen davon getragen wurde. Er schloss die Augen und spürte ihre Lippen auf seinen und ihre Finger, die sich an seinem Hemd zu schaffen machten.
    Ein Grinsen breitete sich auf seinen Lippen aus, als sie ihm half, sich aus seinem Hemd zu befreien und dieses nicht weit von ihrem Kleid seinen Ruheplatz fand. Wieder schloss er die Augen, als sie ihre Finger durch sein Haar gleiten ließ und genoss den Moment, als er zum ersten Mal an diesem Abend ihre nackte Haut auf seiner spürte.

    Seine Hand vergrub sich in ihren Haaren und ihr betörender Duft umhüllte ihn, während er ihre Küsse leidenschaftlich erwiderte.
    Endlich schaffte er es sich ein weiteres Mal von ihr zu lösen. Mit einem Lächeln auf den Lippen, welches sich schnell in ein Grinsen verwandelte, stand er einen Moment von Bett auf und öffnete seine Gürtelschnalle. Wenige Momente später stieg er ohne seine Hose wieder zurück zu Sandrine ins Bett und es dauerte nicht lange, bis die beiden erneut in einem leidenschaftlichen Kuss versanken.

    Es fiel dem Vampir immer schwerer klar zu denken und das schnelle rhythmische Klopfen ihres Herzens, ließ ihn immer mehr in eine Trance fallen. Er verzehrte sich nach der jungen Frau, er wollte ihr so nahe sein wie noch niemandem sonst, er wollte sie mit jeder Zelle seines Körpers spüren.
    Während er ihre süßen Lippen auf seinen schmeckte und seine Finger über ihre sanfte Haut wanderten, wurden seine Erinnerungen an jeden einzelnen intimen Moment mit Sandrine geweckt und seine Gier nach ihrem Blut wurde unerträglich. Ohne wirklich darüber nachzudenken, löste er sich für einen Moment von ihren Lippen. Er küsste ihre Wange und wenig später ihren Hals und als er schließlich ihren Puls unter seinen Lippen spürte, schaltete sein Kopf endgültig ab und seine Zähne vergruben sich in ihre zarte Haut. Leise stöhnte er auf, als die ersten Blutstropfen seine Lippen berührte und schließlich gab er sich ganz dem Rausch hin, der ihr süßes Blut in ihm auslöste. Seine Hände drückten sie sanft aber bestimmt in die Kissen, während seine Zunge fordernd über die kleinen Wunden an ihrem Hals fuhr. Er würde niemals genug von ihr bekommen können.
     
  15. Mcleod Daughter

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    Jede Berührung rief eine weitere Erinnerung an ihre gemeinsame Zeit bei ihr hervor und sie konnte förmlich spüren, wie diese danach schrien erweitert zu werden. Den ganzen Tag über hatten sie beide kaum die Finger voneinander lassen können. Nun mit ihm hier zu sein, nach diesen unvergesslichen Stunden, war der krönende Abschluss für diesen Tag.
    Sein leises Seufzen ließ sie grinsen, während ihre Lippen sanft über seinen Hals fuhren. Seine Hände, die ihren Körper erkundeten ließen einen Schauer über ihren Rücken laufen. Sie wollte ihm nah sein, wollte seine Haut auf ihrer spüren. Das schien er ähnlich zu sehen, denn schon bald darauf verschmolzen ihre Lippen erneut zu einem leidenschaftlichen Kuss, während der Vampir sie letztlich doch von dem Stück Stoff befreite.

    Für einen kurzen Augenblick lösten sie sich voneinander und sie spürte Josefs Blicke auf sich. Seinen Blick, den er langsam über ihren Körper schweifen ließ. Auch wenn sie seine Blicke anfangs irritierten, musste sie zugeben, dass ihr gefiel, wenn sie sah welche Wirkung sie auf ihn hatten. Denn schon kurz darauf ließ sie sich widerstandslos mit auf das Bett ziehen.
    Schon jetzt glaubte sie unter seinen Berührungen die Kontrolle zu verlieren und ließen sie Sehnsucht und Leidenschaft nur noch größer werden.

    Seine Finger auf ihrer Haut fühlten sich an wie Feuer und erneut hatte sie das Gefühl unter ihnen zu verbrennen. Nicht mehr darauf bedacht, ihren Puls und Herzschlag unter Kontrolle zu behalten, gab sie sich nun vollends ihren Gefühlen hin und genoss seine sanften Liebkosungen.
    Der Blick, mit dem er sie bedachte raubte ihr beinahe den Atem. Von diesen hatte sie schon einige Momente gehabt, aber in diesem Augenblick, nach diesem Tag, war genau dieser Moment etwas Besonderes. Sie hatten etwas, von dem sie nie zu träumen gewagt hatte und auch wenn es einige Hindernisse zu überwinden gegeben hatte -und sicherlich noch geben würde- wusste sie in diesem Moment, dass sie diese gemeinsam überwinden konnten.

    Ihr huschte ein Lächeln über ihr Gesicht ehe sie ihn schließlich wieder zu sich zog und ihre Lippen leidenschaftlich fordernd auf seine legte. Sie brachte keinen Ton mehr heraus, war nicht in der Lage einen klaren Gedanken zu fassen, außer dem, Josef nah sein zu wollen. Wie von selbst fanden ihre Hände den Weg an sein Hemd, das schnell den Weg auf den Boden fand. Während sie ihre Finger durch sein Haar gleiten ließ, spürte sie seine nackte Haut auf ihrer. Es war ein atemberaubendes Gefühl. Hatte sie doch den ganzen Tag kaum an etwas anderes denken können, gerade in den Momenten, in denen sie kurze Zeit unter sich gewesen waren, sich aber kurz darauf gleich wieder hatten zusammenreißen müssen.

    Nur widerwillig löste sie sich von ihm, doch als sie sein Grinsen sah, konnte sie nicht anders, als dieses zu erwidern. Grinsend beobachtete sie ihn dabei, wie er vom Bett aufstand und sich schließlich seiner Hose entledigte. Nur wenige Augenblicke später kam er zu ihr zurück und drückte sie sanft in die Kissen, während ihre Lippen erneut zu einem leidenschaftlichen Kuss verschmolzen.

    Ihr Herz klopfte so schnell, dass sie glaubte es könne jederzeit herausspringen, so einen Effekt hat dieser Mann auf sie. Sie wollte ihm nah sein, ihn mit jedem ihrer Sinne wahrnehmen.
    Sie spürte den heißen Schauer, der sie durchfuhr, als seine Lippen erneut ihren Hals küssten, ebenso wie ihr Verlangen das sich mit jeder einzelnen Berührung steigerte.
    Als sie seine Zähne an ihrem Hals spürte, strich sie mit ihren Händen sanft seine Arme hoch ehe sie diese auf seinem Rücken liegen blieben. Schon im nächsten Augenblick gab auch sie sich den Gefühlen hin, die sie überkamen. Sie schloss die Augen und legte ihren Kopf leicht zur Seite. Sie hörte das Blut in ihrem Kopf rauschen und in diesem Moment dachte sie automatisch an all die anderen intimen und berauschenden Augenblicke die sie miteinander verbracht hatten. Nicht nur er war es, der sich nach ihr verzehrte. Sie stöhnte leise auf, während sie ihre Hände fest über seinen Rücken zurück an seinen Armen gleiten ließ und sich dem Rausch hingab.

    Erst als er sich langsam von ihrem Hals löste und sie schließlich ansah, öffnete auch sie ihre Augen. Noch völlig in ihrem ganz eigenen Rausch, schenkte sie ihm ein Grinsen, um deutlich zu machen, dass alles in Ordnung war. Sanft, aber fordernd zog sie ihn an sich um erneut zu einem leidenschaftlichen Kuss zu verschmelzen.
    Langsam drehte sie sich mit ihm, sodass sie nun auf ihm lag. Mit einem Grinsen küsste sie sanft seinen Hals ehe sie sich langsam den Weg über seine Schulter und seine Brust weiter runter bahnte und ihre Zunge sanft über seine nackte Haut glitt. Sie konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen, befand sie selbst sich wahrscheinlich noch im Rausch. Und auch wenn sie wusste, dass die zwei mehr als nur das verband, konnte sie in diesem Augenblick kaum an etwas anderes denken als an ihr Verlangen ihm nah zu sein.

    Langsam wanderten ihre Lippen seinen Körper wieder herauf.
    „ Ich will dich. “, flüsterte sie schließlich leise in sein Ohr ehe sie ihm für einen Moment tief in die Augen sah und schließlich zu einem Kuss verschmolzen.
     

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