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5. Kapitel


Die alte Frau holte das Medaillon aus seinem Versteck, legte es Laura in den Schoß, tippte sie kurz an und verschwand so schnell, wie sie gekommen war. Laura richtete sich langsam und verwirrt auf. Wieso lag sie am Waldrand? Was war passiert? Sie schüttelte kurz ihren pochenden Kopf und erblickte das Medaillon in ihrem Schoß. Sie wusste zwar nicht, wie es dorthin gekommen war, aber sie schob es schnell in ihre Rocktasche. Dann sah sie in Richtung Dorf. Wieder weiteten sich ihre Augen vor Entsetzen und Tränen traten ihr hinein. „Mutter!“ rief sie und lief auf die verkohlten Überreste ihres Hauses zu. „Mutter, wo bist du?“ rief sie immer wieder und suchte sie überall. Unterwegs stieß sie auf viele Dorfbewohner. Jeder von ihnen war tot und sie musste aufpassen um nicht in Blut oder abgetrennte Gliedmaßen zu steigen. Sie kam sich vor wie in einem der Schauermärchen, die die alten Frauen immer erzählten. Sie fand ihre Mutter schließlich hinter der Scheune. Sie hatte eine klaffende Wunde quer über den Oberkörper. Weinend nahm sie sie in ihre Arme. Ihr Körper war schon sehr kalt. Laura liefen nur noch Tränen übers Gesicht. Lange Zeit saß sie still da, wiegte nur ihren Oberkörper vor und zurück. Schließlich dämmerte es schon. Laura sah auf, ihre Augen waren von den vielen Tränen gerötet. So hart ihre Mutter auch mit ihr umgesprungen war, sie hatte sie trotzdem geliebt. Sie hob ihre Mutter auf. Sie hatten nie viel zu Essen gehabt und darum war sie auch nicht besonders schwer. Langsam trug sie sie zum Waldrand und legte sie dort sanft ab. Dann lief sie zurück ins Dorf und holte eine Schaufel, die sie irgendwo fand.


Lange hatte sie gegraben und inzwischen war Laura schweißüberströmt. Aber das Grab für ihre Mutter war fertig. Sanft legte sie sie hinein und begann, wieder unter Tränen, die feuchte Erde darauf zu schaufeln. Endlich war sie mit ihrer furchtbaren Arbeit fertig und sie lehnte sich erschöpft unter einen Baum. Sie wusste, dass sie nicht hier bleiben konnte, aber sie war einfach zu müde, um ins nächste Dorf zu gehen.


Nur wenige Stunden später traten mehrere dunkle Gestalten zwischen den Bäumen hervor. Einige davon hoben Laura auf und verschwanden mit ihr wieder im Wald, während andere ins Dorf gingen, wahrscheinlich um nach weiteren Überlebenden zu suchen.


Mitten in der Nacht wachte Laura auf. Sie war nicht mehr unter dem Baum. Sie lag in einem richtigen Bett. Schlaftrunken sah sie sich um, bis sie Marks Gesicht entdeckte. Sie lächelte leicht. Mark kam zu ihr und strich ihr über die Wange. „Es ist alles in Ordnung! Schlaf wieder ein!“ flüsterte er ihr zu und deckte sie sanft wieder zu, da sie die Decke weggeworfen hatte. Laura wusste nicht wieso, aber sie fühlte sich geborgen.


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