• Willkommen auf Traumfeuer.com!
    Registriere Dich kostenlos und mach mit bei Fanart, Fanfiction, RPGs, Rollenspielen und Diskussionen zu Serien/Filmen/Kino

Grey's Anatomy - Let's start again

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
AW: Grey's Anatomy - Let's start again

Derek

Er erlebte im Moment ein Wechselbad der Gefühle, aber da er nun sah, dass auch sie sich langsam beruhigte, wusste er, dass ihr ähnlich gehen musste. Sie wich ihm aus, mal wieder. Das kannte er schon, das machte ihm nichts aus.
Er trat noch einen Schritt näher auf sie zu, legte seine Hand unter ihr Kinn und brachte sie sanft dazu, ihn anzusehen, " Nochmal: Ich werde nicht zu Baily petzen gehen. Das habe ich nicht nötig. Und es geht mir nicht nur darum, dass du "deinen Fehler" zugibst, sondern zu wissen, warum du es überhaupt gemacht hast. Denn ... versteh mich nicht falsch. Im Grunde ist nichts Falsches daran, Menschlichkeit und Mitgefühl mit in diesen Beruf zu bringen. ", meinte er nun ruhig und hoffte, dass es sie ein wenig besänftigen würde. Ihm war klar, dass auch er falsch gehandelt hatte und das mussten sie nun klären.

Er ließ seine Hand sinken, als sie ihn wieder ansah und hörte ihr zu. Er sah, wie nah es ihr ging und in diesem Moment begriff er erst richtig, dass er hier vermutlich der Idiot gewesen war. Wenn sie wirklich aus der Sache rausgewollt hätte, hätte sie mit offenen Karten gespielt.
Und ehe er etwas sagen geschweigedenn nachdenken konnte, was er tat, trat er wieder einen Schritt auf sie zu und umschloss ihr Gesicht mit seinen Händen, " Tut mir leid. Vielleicht bin ich doch nicht der intelligente, gut aussehende und verständnisvolle Kerl, für den ich mich immer gehalten habe. ", sagte er leicht grinsend ehe er sie küsste. Es war ein Versuch der Entschuldigung und Versöhnung. Sollte das wirklich zwischen ihnen stehen?

(Hach schmalz :D)
 
Werbung:
AW: Grey's Anatomy - Let's start again

Meredith

Meredith blickte unfreiwillig auf und nickte stumm. Sie wusste, dass es ein Versuch war, sie etwas zu besänftigen, doch Bailey würde es sowieso erfahren. Aber das hätte sie sich wohl vorher überlegen sollen. Doch im Moment bereitete ihr seine Frage vielmehr Sorgen. Er war mittlerweile einen weiteren Schritt auf sie zugegangen und sie konnte ihren Blick nicht mehr abwenden. Sie hasste diese Lügerei und ihm in die Augen zu blicken und zu sagen, dass sie es ihm nicht sagen konnte, weil es ihn schlichtweg nichts anging, machte die Sache nicht gerade einfacher.
"Derek.. ich.. ", begann sie und machte einen kleinen Schritt zurück. Wo sollte sie denn bloss anfangen? Wie sollte sie ihm klarmachen, dass sie nicht darüber reden durfte, auch wenn sie es noch so sehr wollte? Und wie sollte sie ihm das alles sagen, ohne ihn zu verletzen oder wieder einen Streit anzufangen? Meredith atmete tief durch und blickte ihn an, "weisst du.. ich kann nicht, ich kann es dir nicht erklären"

Als er seine warmen Hände um ihr Gesicht legte, kullerten ihr die ersten Tränen über die Wange, die sie sofort wegwischte. Die Wärme seiner Hände durchströmte ihren ganzen Körper und sie konnte nicht anders als sich an ihn zu lehnen. Schmunzelnd hob sie ihren Kopf und blickte ihn wieder an, es war seine Art sich bei ihr zu entschuldigen. Sie war erleichtert, seine Lippen auf ihren zu spüren und erwiderte seinen Kuss.

Sie löste sich von ihm und sah ihn wieder an, "es tut mir leid.. ich hätte nicht so handeln dürfen. Und du hast recht, ich habe meine Kompetenzen überschritten, es steht mir nicht zu ihre Entscheidung anzuzweifeln. Und es tut mir leid, dass ich dir den Eindruck gegeben habe, dass ich das mit uns beenden wollte.. und dass ich Privates irgendwie doch nicht so ganz vom Beruflichen trennen kann"
 
AW: Grey's Anatomy - Let's start again

Derek

" Ich werde dich nicht drängen mir zu verraten, was dich dazu bewogen hat.", begann er leise und strich ihr mit seinem Daumen die Tränen von der Wange. Was hatte sie bloß? Was lag ihr nur an dieser Sache? Daran, dass die Frau des Patienten nochmal darüber nachdachte? Ihm war klar, dass sie ihren Freiraum brauchte, aber irgendwann würde sie ihm davon erzählen müssen, wenn sie sich gegenseitig vertrauten.
" Aber irgendwann ... wirst du es mir hoffentlich anvertrauen. "

Er hielt ihr Gesicht noch immer in seinen Händen und musterte sie genau, während sie sich bei ihm entschuldigte. Schließlich ließ er seine Hände sinken und schüttelte leicht lächelnd den Kopf, " Anscheinend können wir beide Berufliches und Privates nicht so gut voneinander trennen, wie wir dachten. Wir haben die Sache beide falsch interpretiert und uns ... kindisch verhalten. ", gab er zu und kratzte sich am Kopf.
Er nahm ihre in seine Hände und sah ihn an, " Du machst Dir Sorgen um mich, um meine Stelle, aber ... das brauchst du nicht. Ich bin mir durchaus bewusst, dass sich .. Probleme einstellen können, aber ich bin bereits sie einzugehen. ", sagte er dann leise.
Wie schnell sich das Blatt doch wenden konnte. Noch vor ein paar Stunden wären sie sich beide am liebsten an die Kehle gesprungen und jetzt konnte er kaum fassen, wie kindisch er sich benommen hatte.
 
AW: Grey's Anatomy - Let's start again

Meredith

"Danke", murmelte Meredith und versuchte zu Lächeln, was ihr nur halbwegs gelang. Sie war ihm dankbar, dass er ihr ihren Freiraum gab und sie nicht drängte, ihm zu erzählen was los war. Wahrscheinlich war es dumm von ihr, ihm ihre Beweggründe nicht mitzuteilen, aber sie hatte vor fünf Jahren ein Versprechen gegeben, dass sie nun nicht eifach so brechen konnte. Jedenfalls noch nicht, denn wenn das mit ihnen funktionierte, musste sie ihm früher oder später die Wahrheit sagen.
"Ja, das werde ich. Versprochen", entgegnete Meredith nickend und blickte ihm in seine Augen, die sie nun endlich wieder voller Wärme und Güte ansahen.

"Wir waren wohl beide ziemlich misstrauisch.. und kindisch dazu", stimmte die Assistenzärztin ihm zu und seufzte leise, sie brauchte meistens eine Weile, bis sie jemandem wirklich vertrauen konnte. Ihre Angst, verletzt oder vor den Kopf gestossen zu werden war viel zu gross, als dass sie den Menschen um sie herum blind vertrauen konnte.
" Du machst Dir Sorgen um mich, um meine Stelle, aber ... das brauchst du nicht." hörte sie ihn sagen und begann augenblicklich zu schmunzeln. Es war einfach zu sagen, dass sie sich keine Sorgen machen musste, doch das konnte sie nicht per Knopfdruck abstellen. Sie mochte Derek, sie mochte ihn sogar sehr und das letzte was sie wollte, war, dass er ihretwegen Probleme bekam. Andererseits war das kaum zu vermeiden, wenn sie sich weiter treffen wollten.
"Ich bin mir durchaus bewusst, dass sich .. Probleme einstellen können, aber ich bin bereits sie einzugehen. " Das war wohl der Beweis dafür, dass er es wirklich ernst meinte. Also musste sie aufhören, sich Gedanken darüber zu machen, dass er es sich anders überlegen könnte und endlich anfangen, ihm zu vertrauen.
"Lass uns in Zukunft Missverständnisse gleich ausdiskutieren, in Ordnung?", lächelnd zog sie ihn sanft wieder zu sich und küsste ihn.
 
AW: Grey's Anatomy - Let's start again

Derek

"Ja, das werde ich. Versprochen." hörte er sie sagen und nickte dann. Damit würde er sich erstmal zufrieden geben. Sie würden ja noch genug Zeit haben, um sich einander anzunähern.
" Ja, das waren wir. Aber manchmal muss man das auch sein. Sonst weiß man die anderen, wirklich wichtigen Dinge doch gar nicht richtig zu schätzen. ", meinte er lächelnd. Natürlich war dieser Tag alles andere als angenehm gewesen. Allein schon die Tatsache, dass die Sache mit Meredith vorbei sein würde, hatte ihm den Verstand geraubt. Aber es hatte ihm andererseits auch gezeigt, wie viel sie ihm schon nach so kurzer Zeit bedeutete. Und er hatte den Eindruck, dass es andersherum ähnlich war. Also konnte die ganze Sache nicht nur Schlechtes haben.

Er grinste bei ihrem Vorschlag, " Wäre auf jeden Fall ein Zeichen dafür, dass wir erwachsen sind und mit Konflikten umgehen können. ", nickte er ehe er ihren Kuss erwiderte und seine Arme um ihre Mitte schlang.
Erst nach einer Weile löste er sich von ihr und sah sie lächelnd an, " Vielleicht sollten wir ... wieder an die Arbeit. So gern ich das hier auch weiterführen würde ... ", murmelte er lächelnd ehe er sie nochmal kurz küsste. Wenn er die Wahl hatte zwischen Arbeit und dem hier war seine Wahl nicht schwer zu treffen. Allerdings hatte er auch Patienten, die auf ihn warteten und der Umkleideraum war nicht gerade der Ort, an dem wenig los war.
 
AW: Grey's Anatomy - Let's start again

Meredith

"Du bist wirklich ein Optimist, hm.. und ein Morgenmensch dazu", stellte sie schmunzelnd fest. Na ja, besser gesagt, war er das pure Gegenteil von ihr. Sie gehörte nicht gerade zu den richtig schlimmen Pessimisten, nur hatte sie schon zu viel erlebt, um in allem das Beste zu sehen. Misstrauen und Vorsicht gehörten da schon eher zu ihrer Tagesordnung. Natürlich genoss sie das Leben und liebte es unbeschwert Lachen zu können, nur hatte sie das Leben nicht immer von der Sonnenseite kennengelernt und war mit der Zeit immer vorsichtiger geworden, vor allem in der Liebe. Sie wollte nicht so enden wie ihre Eltern.. sollte sie je Kinder haben, wollte sie ihnen so eine Kindheit ersparen.

"Ein Versuch wäre es immerhin Wert", meinte Meredith grinsend. Es war schon seltsam, auch wenn man dachte, man sei erwachsen genug um mit Konflikten umzugehen und sie sachlich zu lösen, so schlummerte in jedem noch das Kind, das gleich beleidigt war und auf stur stellte.

"Ja, du hast recht.. ", stimmte sie ihm seufzend zu, wie gerne wäre sie jetzt einfach nach Hause gefahren, doch sie musste sich bei Mrs White entschuldigen und ausserdem war das Risiko ziemlich hoch, das nächstens jemand hereintrampeln und sie beide erwischen könnte.
"Und wie wollen wir rausgehen? Draussen wartet bestimmt schon das halbe Krankenhauspersonal.. die erwarten bestimmt, das wir uns die Köpfe einschlagen", fragte Meredith. In wenigen Augenblicken würde er wieder ihr Boss sein und sie die Anfängerin, die ihm in den Rücken gefallen war.
 
AW: Grey's Anatomy - Let's start again

Derek

Er zog eine Augenbraue hoch, " Ach bin ich das? Ist mir noch gar nicht aufgefallen. ", grinste er frech und sah sie an, " Vielleicht habe ich deshalb das Gefühl, dass wir uns so gut ergänzen. "
Ihm war klar, dass sie in allem auf Nummer sicher ging. Sie hatte bestimmt schon mehrere Enttäuschungen erlebt und das konnte er gut nachvollziehen. Doch irgendwann würde sie anfangen, ihm zu vertrauen.

" Kommt drauf an, wie groß dein schauspielerisches Talent ist ... ", meinte er grinsend, aber wurde dann ernster, " Wir müssen nicht so tun, als hätten wir uns die Köpfe eingeschlagen. Wir haben eben noch von erwachsenem Verhalten gesprochen, also ... können wir das auch gleich umsetzen, finde ich. Was meinst du? ", fragte er lächelnd und zog sie noch einmal kurz zu sich ran und küsste sie.
" Wir gehen gemeinsam zu Mrs. White und fragen sie, für was sie sich entschieden hat. ", meinte er dann. Er wusste, dass Meredith sich entschuldigen wollte, doch wenn es nach ihm ginge, müsste sie das nicht unbedingt tun. Es blieb nicht aus, dass man Gefühle und Erfahrungen in den Beruf mit einbrachte und das war manchmal vielleicht nicht optimal, aber es machte sie auch zu den guten Ärzten, die sie waren. Aber ihm war klar, dass sie es tun und er akzeptieren würde.
Jetzt löste er sich entgültig von ihr, " Also Dr. Grey ... Bereit? ", fragte er lächelnd.
 
AW: Grey's Anatomy - Let's start again

Meredith

Meredith begann ebenfalls zu grinsen und nickte,"Ja,ist mir auch schon aufgefallen"
Es war schon seltsam, vor ein paar Stunden wäre sie ihm am liebsten an die Kehle gesprungen und nun konnte sie kaum fassen wie sehr sie beide sich im anderen getäuscht hatten. Meredith nannte diese Eigenschaft auch oft den Selbstzerstörungsknopf, im Grunde wollte sie sich nur schützen, doch gerade mit dem Misstrauen zerstörte sie sich selber. Sie drängte andere von sich weg und begann an sich selber zu zweifeln. Und obwohl sie erwachsen war und genau wusste, dass sie sich damit das Leben nur schwerer machte, konnte sie nicht aufhören auf den Knopf zu drücken..

"Wusstest du nicht, dass ich mal für einen Oscar nominiert war?", antwortete sie grinsend. Eigentlich konnte man ihr schauspielerisches Talent ihrem Talent in der Küche gleichsetzen, aber das musste sie ihm ja nicht gerade auf die Nase binden.
"In Ordnung, vielleicht kriegen wir's ja diesmal hin", stimmte sie zu und genoss seinen letzten Kuss. Sozusagen der letzte Kuss vor dem grossen Sturm.

"Okay", meinte Meredith nickend und atmete tief durch. Sie hatte sich das selbst eingebrockt und da musste sie nun durch. Aber wenigstens konnte sie ihn an ihrer Seite wissen und wie sie ihn kannte, würde er ihr bestimmt den Rücken freihalten. Sie lächelte verschmitzt, liess seine Hand los und öffnete die Tür. Wie sie erwartet hatte, starrten unzählige Augenpaare auf sie und begannen sogleich zu tuscheln. Wortlos ging sie an ihnen vorbei und betrat gemeinsam mit Derek das Krankenzimmer.
"Was will sie denn hier? Ich dachte, ich hätte mich klar ausgedrückt", fragte Mrs White Derek aufgebracht.
 
AW: Grey's Anatomy - Let's start again

Derek

Er spürte die Blicke auf ihnen und er hörte die Tuscheleien. Sie fragten sich bestimmt, ob er ihr die Hölle heiß gemacht hatte.
Er hatte Mühe sich sein Grinsen zu verkneifen. Es war doch immer wieder erstaunlich, wie interessant andere Geschichten für alle waren.
Im Krankenzimmer angekommen wollte er Mrs. White gerade fragen, ob sie sich entschieden hatte, doch sie kam ihm zuvor.
Er hob die Hände, " Mrs. White beruhigen Sie sich ... Ich habe mit Dr. Grey gesprochen und ... ", begann er und sah kurz zu Meredith ehe er wieder zu Mrs. White sagen, " ... es war vielleicht nicht richtig, Ihre Entscheidung anzuzweifeln, aber ... Mrs. White, das ist eine schwierige Entscheidung. Keiner von uns möchte sie anzweifeln, wir wollen lediglich, dass Sie gut darüber nachdenken. ", versuchte er sie zu beruhigen.
Dass Meredith ihre Entscheidung bezweifelt hatte, war sicherlich nicht gut gewesen, aber die Frau musste einfach genau darüber nachdenken, was sie tat. Es brachte nichts, wenn sie sich später Vorwürfe machte.
 
AW: Grey's Anatomy - Let's start again

Meredith

Meredith hatte sich bis jetzt im Hintergrund gehalten, weil sie genau so eine Reaktion befürchtet hatte. Am liebsten hätte sie auf dem Absatz kehrt gemacht und wäre weggelaufen. Sie hatte es vermasselt und das konnte sie nicht mit einer Entschuldigung wieder geradebiegen.
"Es stand mir nicht zu, ihre Entscheidung anzuzweifeln, Mrs White und dafür möchte ich mich bei Ihnen entschuldigen. Und ich weiss, dass ich das mit einer Entschuldigung nicht aus der Welt schaffen kann. Sie sind mit Recht wütend auf mich, nur, wenn ich Sie dazu bewegen konnte, sich alles noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen, dann war das Ganze nicht umsonst", begann Meredith und hoffte, die Frau damit etwas besänftigen zu können. Natürlich wäre es einfacher gewesen, Mrs White alles von ihrer Mutter zu erzählen. Doch dann würde sie Mrs White wohl noch mehr beeinflussen und das stand ihr nicht zu.

"Und trotzdem habe ich meine Meinung nicht geändert", erklärte Mrs White und verschränkte die Arme, "ich will die OP und wenn er dafür nur ein Jahr mehr kriegt"

Meredith nickte stumm und versank in Gedanken. Sie bekam zwar noch mit, wie Derek Mrs White die weiteren Schritte erklärte, doch ihre Gedanken waren an einem völlig anderen Ort. Bei ihrer Mutter. Wie sie ihr vor fünf Jahren mitgeteilt hatte, dass sie an Alzheimer erkrankt war. Meredith war damals von ihrem einjährigen Europatrip zurückgekehrt. Anfangs hatte sie sich noch selber um ihre Mutter gekümmert, doch mit der Zeit war es zu schwierig geworden, alles unter einen Hut zu kriegen und sie hatte ihre Mutter in ein Pflegeheim gegeben. Es hatte ihr damals beinahe das Herz gebrochen, ihre Mutter sozusagen weggeben zu müssen, doch es war nicht mehr anders gegangen. Ihre Mutter hatte immer in das Pflegeheim nach Seattle gewollt und nach Merediths Uniabschluss, hatte sie ihrer Mutter den Wunsch ermöglicht und war gemeinsam mit ihr nach Seattle gezogen. Ihre Mum hatte die Stadt schon immer geliebt und wollte auch hier ihre letzten Jahre verbringen.

Erst als Derek vor ihr stand und ihr mit einem Kopfnicken zeigte, dass sie fertig waren, 'erwachte' sie aus ihrer Trance. Sie räusperte sich kurz und folgte ihm nach draussen. Sie hatte keine Ahnung was er mit Mrs White weiteres besprochen hatte.
 
AW: Grey's Anatomy - Let's start again

Derek

Während Meredith sich entschuldigte, hielt er sich im Hintergrund. Vielleicht würde sie damit ja doch noch etwas bewirken. Sicherlich wäre es nicht einfach mit dem Menschen, den man über alles liebt, zumsammenzuleben, er sich aber an nichts mehr erinnern kann. Er konnte sich nur vage vorstellen, wie schrecklich das sein musste.
Doch als Mrs. White unmissverständlich klar machte, dass sie die OP wollte, nickte er leicht. Er zählte ihr alle Risiken auf, versuchte sie sogar nochmal davon zu übereugen, es sich gut zu überlegen.
" Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass Sie den gleichen Mann wiederbekommen werden. ", sagte er leise, so leid es ihm auch tat, aber er musste ihr einfach klar machen, was das bedeuten würde.

Doch auch am Ende seines Monologes wollte sie die OP noch. Also willigte er ein und sagte ihr, dass eine der Schwestern ihr gleich das Formular brachte und ihr Mann dann für die OP bereit gemacht werden würde.
Dann drehte er sich um, bereit zum Gehen, und entdeckte Meredith. Sie schien tief in Gedankene versunken zu sein und er fragte sich, woran sie dachte.
" Gehen wir. ", murmelte er leise und deutete in Richtung Tür.
 
AW: Grey's Anatomy - Let's start again

Meredith

Meredith war ihm nach draussen gefolgt und sah ihn entschuldigend an, sie konnte es sich nicht leisten nicht hundertprozentig bei der Arbeit zu sein. "Entschuldige.. ", meinte sie leise, "sie will die OP doch, nicht wahr?"

Dereks Blick verriet ihr mehr als tausend Worte. Mrs White hielt an ihrer Meinung fest.
"Ich hoffe nur, sie tut das nicht nur aus Trotz.. oder weil sie wütend auf mich ist und nicht will, dass ich gewinne", sagte Meredith besorgt und seufze. Sie hatte es verbockt.. und vielleicht würde der Mann ihretwegen auf seine letzten 'schönen' Jahre verzichten und dafür zehn weitere Jahre ohne jegliche Erinnerungen erleben müssen.

Bevor Derek ihr antworten konnten, standen bereits einige Krankenschwestern bei ihnen und fragten nach weiteren Anweisungen von Derek. Meredith machte ein paar Schritte rückwärts und wandte sich schliesslich ab. Es schien ihr, als wurde er nur so von Krankenschwestern umzingelt und einige machten sich nicht einmal etwas daraus, dass sie noch daneben stand und hören konnte, wie sie über Meredith redeten. Fast schon automatisch trugen sie ihre Füsse weg.. erst als sie den Flügel, der vor ein paar Jahren geschlossen worden war, erreicht hatte, stoppte sie und setzte sich auf ein Bett, dass mitten im Flur stand. Sie brauchte einen Moment um sich zu sammeln. Der letzte Fall mit Karen war ihr bereits so nahe gegangen und nun wieder, sie musste endlich aufhören sich ihren Patienten so nahe und für alles verantwortlich zu fühlen. Sie begann allmählich zu verstehen, weshalb ihre Mutter ihr damals abgeraten hatte, Chirurgin zu werden, weil sie genau wusste, dass sie für den Job viel zu 'weich' war und alles an sich heran liess. Doch wie schaffte sie es nur von ihren Fällen Abstand zu halten ohne eine dieser Roboterchirurgen zu werden??
 
AW: Grey's Anatomy - Let's start again

Derek

" Ja, das hoffe ich auch. ", gab er leise zu und sah sie an, " Wir haben ihr alle Risiken aufgezählt. Ich habe ihr genau erklärt, was mit ihrem Mann geschehen wird. Wenn sie sagt, dass sie die OP will ... kann ich nichts dagegen tun. Denn immerhin wird sie ihm ein paar Jahre mehr geben. ", meinte sie und seufzte leise.
Er wäre am liebsten weggelaufen, als die Schwestern auf ihn zugeschossen kamen. Er wollte bei Meredith sein, sie fragen, was in ihr vor ging, was der Grund dafür gewesen war, dass sie sich "eingemischt" hatte. Doch im Momet ging der Patient vor. Also gab er den Schwestern die Anweisungen für die OP Vorbereitung und gab ihnen den Auftrag, der Frau des Patienten das notwendige Formular zu reichen.
Er sah Meredith noch den Gang entlang laufen und wollte ihr folgen, als er seinen Pieper hörte. Er stieß einen leisen Fluch aus, machte sich dann allerdings auf den Weg.

Er war zu einer Notoperation gerufen worden, die gut verlaufen war. Die ganze Zeit über hatte er Meredith nicht aus dem Kopf kriegen können und sich gefragt, was genau in ihr vorging. Was hatte sie bloß dazu bewogen? Stellte sie fest, dass der Job doch nicht das Richtige für sie war?
Er fand sie auf einem Bett im Flur sitzend und ließ sich neben ihr nieder, " Alles okay? "
 
Werbung:
AW: Grey's Anatomy - Let's start again

Meredith

Es war hart, festzustellen, dass sie trotz den Erfahrungen, die sie die letzten Wochen gesammelt hatte, noch eine blutige Anfängerin war. Ja, sie wusste einiges über die Medizin und OPs, doch der Umgang mit Patienten und Angehörigen war ihr auf der Uni nicht beigebracht worden. Meredith hatte sich den Job nie als ein Zuckerschlecken vorgestellt, sie hatte ja gesehen, wie hart ihre Mutter für die Anerkennung und den Erfolg hatte arbeiten müssen, doch trotzdem hätte sie nie damit gerechnet, dass ihr die Fälle so nahe gehen konnten. Ihre Mum hatte sie noch gewarnt, doch Meredith hatte nicht auf ihren Rat gehört, nein, sie hatte ihr beweisen wollen, dass sie es schaffte, dass sie genauso gut wie Ellis Grey sein konnte und dass sie mehr, als nur 'gewöhnlich' war. Vielleicht war es aber auch der Druck, unter dem sie stand, ihr zu schaffen machte. Grösstenteils kam der Druck von ihr selber, doch sie spürte, wie Webber sie beobachtete und auch die Tatsache, dass die Ellis Grey ihre Mutter war, schraubte die Erwartungen bei ihren Kollegen, den Krankenschwestern und vor allem ihren Ausbildnern höher.

Es hatte sie nie gross gekümmert, ob die Leute dachten, dass sie den Platz an der Uni oder hier am Krankenhaus nur wegen ihrer berühmten Mutter gekriegt hatte oder nicht. Denn Meredith hatte stets bewiesen, dass sie das Zeug hatte, Chirurgin zu werden.
Nur durfte sie die Fälle nicht so Nahe an sich heranlassen.. oder Entscheidungen anderer anzweifeln, nur weil sie sich anders entscheiden würde. Es ging sie nichts an und das musste sie lernen. Es war im Grunde ein Job wie jeder andere auch.

Überrascht blickte sie zu Derek, als er sich neben sie setzte.
"Nicht wirklich.. ", gab sie seufzend zu und fuhr sich durch die Haare, "ich hätte nie gedacht, dass das alles so schwierig ist unter einen Hut zu kriegen und dabei die eigenen Gefühle ausser acht zu lassen"
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben